Nach Kantersieg gegen Lissabon

Wintertransfers beim FC Bayern? Diese Aussage von Sportchef Salihamidzic lässt aufhorchen

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Geht der FC Bayern im Winter auf Einkaufstour?

Geht der FC Bayern München schon im Winter auf große Einkaufstour? Hasan Salihamidzic ließ mit seiner Aussage aufhorchen. Für Mats Hummels könnte es eng werden.

Update vom 29. November 2018, 12.12 Uhr: Es war fast schon eine mittelgroße Überraschung, als Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem Kantersieg gegen Benfica vor die Mikrofone trat. Immerhin war von ihm in den letzten Wochen der Krise wenig bis gar nichts zu hören gewesen. Nun aber trat der 41-Jährige an diesem Dienstagabend vor die Kamera und allein diese Tatsache war überraschend genug, sodass einige seiner Aussagen fast untergingen. Klar, seine Job-Garantie für Niko Kovac wurde deutlich wahrgenommen, doch sprach er indirekt auch von möglichen Wintertransfers. 

„Wir haben einiges zu tun - im Winter und im Sommer“, betonte Salihamidzic. Ist also schon im Januar mit einer Transferoffensive des FC Bayern zu rechnen? Die Münchner sondieren den Markt offenbar sehr genau. Im Fokus stehen vor allem Perspektivspieler, die ganz großen Namen sind im Winter ohnehin kaum zu bekommen, wie auch der Kicker berichtet. Laut dem Sportblatt ist die Suche nach neuen Kräften eng mit einer Personalie verknüpft: Mats Hummels. Der Innenverteidiger gilt seit dem schwachen Auftritt beim BVB intern als angezählt und zudem nicht gerade als ein Freund des Trainers. 

Video: Rettet das 5 zu 1 Bayern-Coach Niko Kovac?

Könnte Hummels den deutschen Rekordmeister also schon im Januar verlassen? Unwahrscheinlich, denn Ersatz wird in diesem Zeitraum nur schwerlich zu finden sein. Im kommenden Sommer dürfte die Sache allerdings ordentlich Fahrt aufnehmen. Bis dahin liegt es an Hummels selbst, dem Ganzen Wind aus den Segeln zu nehmen. 

Währenddessen ist nun ein Zocker-Trikot des FC Bayern trotz eines Vetos von Uli Hoeneß auf den Markt gekommen.

Salihamidzic spricht Drohung gegen „Maulwurf“ aus - und gibt Kovac Job-Garantie

Update vom 28. November 2018, 20.12 Uhr: Nach dem überzeugenden Kantersieg von 5:1 über Benfica Lissabon hat Hasan Salihamidzic FCB-Trainer Niko Kovac eine Job-Garantie zumindest für ein Spiel ausgestellt. Auf die Frage, ob es mit dem Trainer nach Bremen gehe, antwortete der Sportdirektor bei Sky: „Selbstverständlich“. Salihamidzic war von der Leistung der Mannschaft offenbar sehr angetan: „Das Spiel hat für sich gesprochen. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Mannschaft die Verantwortung übernommen hat. Dass sie endlich wie Bayern München gespielt hat und für den Trainer und für den Klub“, erzählte er.

Außerdem sprach er eine Drohung an den „Maulwurf“ aus, der offenbar immer wieder Interna an die Presse beziehungsweise die Öffentlichkeit weitergibt: „Sie können sich ausmalen, wenn ich den erwischen würde, was das bedeuten würde“, sagte Salihamidzic auf Nachfrage von Sport1. Auch zur Kritik an seiner Position verlor er noch ein paar Worte: „Am Samstag hat der Präsident etwas gesagt. Da muss ich nicht das Gleiche sagen. Wenn ich was zu sagen habe, werde ich das sagen. Ansonsten arbeite ich eher im Hintergrund und habe alle Hände voll zu tun. Ich muss nicht verteidigen, warum soll ich mich verteidigen? Wir haben einiges zu tun, werden einige Sachen tun im Winter und im Sommer."

Niko Kovac macht Ansage in der Kabine: Finaler Bruch zwischen Trainer und Mannschaft?

Update vom 26. November 2018, 21.02 Uhr: Rücken die FCB-Spieler nun endgültig von Niko Kovac ab? In der Kabine soll der Kroate seinen Frust über die vergangen Wochen frei herausgeschrien haben. Dabei soll der FCB-Trainer auch einen möglichen Rausschmiss seiner Person thematisiert haben. 

Einem Bericht der „Bild“ zufolge soll Kovac offen gesagt haben, dass er vielleicht bald weg sei, aber zuvor noch etwas machen wolle. Allerdings soll der Trainer diesbezüglich nicht konkreter geworden sein, die Spieler seien danach völlig irritiert gewesen.

Bereits vor der dubiosen Ankündigung soll der Kroate seine Spieler scharf kritisiert haben. Insbesondere die gemütliche Einstellung der FCB-Stars soll ihm mächtig gegen den Strich gehen. Während er für alles hart gekämpft habe, würden sich die Kicker zurücklehnen. Außerdem habe Kovac seinem Team die Schuld für die verkorksten Leistungen zugeschoben. Schließlich seien sie es, die auf dem Platz stünden. Und auch die Besserwisserei innerhalb der Kabine soll ihm böse aufstoßen.

Neues Bayern-Beben! Hoeneß greift knallhart durch und verbannt FCB-Legende von Tribüne  

Ob der Coach damit seine Spieler zum Umdenken bewegen kann? Offenbar nicht. Die Akteure sollen kein Verständnis für seine harten Worte gezeigt haben.

Auch interessant: Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen. Diese These bewahrheitet sich momentan beim FC Bayern. Ungewohnt direkt erfolgt die Häme nun vom Erzrivalen Borussia Dortmund. Hans-Joachim Watzke nimmt sogar das Wort „Brechreiz“ in den Mund.

Update vom 26. November 2018, 08.22 Uhr: Letzter Auftritt am Dienstag in der Champions League? Der Münchner Merkur meldet: Die Tage von Niko Kovac als Trainer des FC Bayern München sind gezählt.

So steht der FC Bayern in der Bundesliga da

München - Der FC Bayern München liegt nach dem 12. Bundesliga-Spieltag neun Punkte hinter Tabellenführer Borussia Dortmund. Während der BVB beim FSV Mainz 05 2:1 (0:0) gewann, kam der FC Bayern gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf über ein 3:3 (2:1) nicht hinaus.

Dodi Lukebakio traf für die Gäste gleich dreimal. Den Ausgleich erzielte er in der Nachspielzeit (90.+3). Hässliche Szenen gab es schon vor dem Anpfiff, als Gäste-Fans sich wohl mit der Polizei eine wüste Schlägerei geliefert hatten.

FC Bayern München: Niko Kovac ist sauer auf seine Stars

Die Bayern rangieren durch das Unentschieden gegen die Fortuna weiter auf Position fünf - für Trainer Niko Kovac und seine teuren Superstars der Super-GAU.

"Ich bin nicht ein bisschen sauer. Ich bin richtig, richtig sauer. Ich bin total enttäuscht und verärgert über das, was wir in 90 Minuten gemacht haben. Wir haben den Sieg eigentlich schon in der Hand und dann machen wir Konzentrationsfehler beziehungsweise individuelle Fehler, die in der Bundesliga bestraft werden“, tobte der Bayern-Coach nach dem Spiel. Doch damit nicht genug. Vor allem die Verteidiger kriegen ihr Fett weg: "Ich bin alles andere als glücklich. Wir haben in der Abwehr zu viele Fehler gemacht. So darf man in der Bundesliga nicht verteidigen. Wir haben vor dem Spiel besprochen, dass der Gegner auf Konter spielen wird, sie haben einen sehr schnellen Stürmer vorne. Da dürfen wir nicht auf Abseits spielen. Da müssen wir mitgehen und die Pässe verhindern. Wenn du das nicht tust, hast du die Probleme."

Video: Der FC Bayern steckt in einer tiefen Krise

Uli Hoeneß erhöht den Druck auf Niko Kovac

Probleme, die nun auch Uli Hoeneß auf den Plan rufen. Der Präsident des FC Bayern München kochte nach dem Remis und erhöhte den Druck auf Kovac, für den die Luft immer dünner wird. Das Spiel am Dienstag in der Champions League soll der Kroate noch auf der Bayern-Bank erleben dürfen. Was danach mit ihm passiert, ungewiss.

"Ich bin alles andere als glücklich. Wir haben in der Abwehr zu viele Fehler gemacht. So darf man in der Bundesliga nicht verteidigen."

Steht Niko Kovac beim FC Bayern vor dem Aus? Hier lesen Sie, welche Kandidaten als Nachfolger infrage kommen. Vor allem dieser Kandidat steht als Kovac-Nachfolger wohl hoch im Kurs.

Weitere Stimmen und Reaktionen zum Spiel des FC Bayern München gegen Fortuna Düsseldorf

Niko Kovac zur Reaktion auf das Unentschieden: "Wir haben in drei Tagen wieder ein Spiel. Wir müssen zusehen, dass wir am Dienstag den nötigen Punkt holen, den wir brauchen. Wir werden das intern besprechen, da können Sie sicher sein."

... zum bisherigen Saisonverlauf: "Sportlich haben wir uns das anders vorgestellt. Das erste Drittel der Saison ist gespielt, das ist unterdurchschnittlich, das muss man für Bayern-Verhältnisse so sagen. Jetzt haben wir das zweite Drittel, das muss überdurchschnittlich werden, denn wir werden die Punkte brauchen, um uns wieder nach oben zu pirschen."

... zum Ausfall von Gnabry: "Wir wollten eigentlich Serge Gnabry spielen lassen, der leider verletzungsbedingt passen musste, deshalb mussten wir die Aufstellung dort ein bisschen modifizieren. Gnabry hat schon vor zwei Tagen etwas verspürt, gestern beim Abschlusstraining sagte er, er kann einfach nicht sprinten. Wir haben gestern Abend nochmal versucht, ihn zu reaktivieren. Es hat nicht geklappt. Aber es ist nichts Schwerwiegendes, der Adduktor macht zu, da muss man zwei, drei Tage warten. Ich hoffe, dass er schon zum Champions-League-Spiel am Dienstag wieder dabei ist."

Thomas Müller will nicht über Meisterschaft reden

Manuel Neuer: "Da fehlen einem fast die Worte. Das darf uns nicht passieren. Wir sind bitter enttäuscht von uns selbst. Damit müssen wir jetzt leben, das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir müssen uns immer hinterfragen, der Trainer hinterfragt natürlich auch alles. Er gibt auch sein Bestes."

Thomas Müller: "Natürlich sah es heute lange Zeit nicht nach einem Unentschieden aus. Aber wenn man drei Tore gegen Fortuna Düsseldorf zu Hause kassiert, müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Ich bin selbst gerade noch ein bisschen perplex: schon wieder kurz vor Schluss ein Gegentor bekommen. Da wird es natürlich mit einer Aufholjagd schwierig."

... über mittlerweile neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer Dortmund: "Nach einem Last-Minute-3:3 brauchen wir nicht von der Meisterschaft sprechen. Wir wollten heute einen Sieg einfahren, drei Punkte machen, damit wir einen Schritt nach vorne kommen. Dass wir das nicht geschafft haben, hat jeder gesehen."

... zu den Gründen für den Negativtrend: "Wir stecken scheinbar in einer Phase, in der dann auch alles bestraft wird. Man muss die Gründe aufarbeiten, aber ich kann nicht direkt nach dem Spiel messerscharfe Analysen abgeben. Wir haben genügend Expertenrunden in Deutschland, die werden das dann schon auf den Punkt bringen. Wir stehen selbst jetzt wieder da und wissen nicht, was los ist. Wir haben ein engagiertes Spiel gemacht, vielleicht fehlt da die hundertprozentige Schärfe in der ganzen Mannschaft. Vielleicht sind wir dann zu leichtsinnnig."

Fortuna Düsseldorf feiert Unentschieden wie einen Sieg

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wenn man bei Bayern einen Punkt holt, dann fühlt sich das wirklich wie ein Sieg an. Wir haben es über 90 Minuten taktisch sehr, sehr gut gemacht, immer wieder auf Konter gewartet. Deswegen hat Lukebakio heute allein in der Spitze gespielt. Über ihn wollten wir dann zum Torerfolg kommen, das ist hundertprozentig aufgegangen."

Michael Rensing (Torhüter Fortuna Düsseldorf): "Für uns ist es gefühlt wie ein Sieg, nachdem man 1:3 zurückliegt, noch einen Punkt zu holen. Generell als Fortuna Düsseldorf in München einen Punkt zu holen, fühlt sich schon echt gut an. So kurz vor Schluss mit den 7000 mitgereisten Fans zu feiern, da gibt es nichts Schöneres."

Dodi Lukebakio (Dreifachtorschütze Fortuna Düsseldorf): "Wir wussten, dass es ein sehr wichtiges und schwieriges Spiel werden würde. Jeder wusste, dass wir gegen das beste Team in Deutschland spielen. Wir wollten auf dem Platz alles geben und ich glaube, das haben wir getan. Ich bin sehr stolz auf dieses Team. So müssen wir weitermachen."

Sky-Experte Christoph Metzelder über Niko Kovac: "Er ist sauer und ich gehe davon aus, dass er auch Konsequenzen zieht, weil die Luft für ihn langsam dünn wird. Er muss jetzt als Trainer klare, auch personelle Entscheidungen treffen. Denn mit der Art und Weise wie heute verteidigt wurde, kann er nicht zufrieden sein."

... zum Negativtrend der Münchner: "Nach zwölf Spieltagen nur 23 Tore - das ist ein brutal schlechter Wert für den FC Bayern. Gleichzeitig 17 Gegentore, das ist sonst gefühlt eine ganze Saisonausbeute in München. Wenn man sich die Gegentore anschaut: keine vernünftige Restverteidigung, keine vernünftige Absicherung gegen Verlegenheitsbälle von Düsseldorf hinter die Kette. Auf der anderen Seite in der Offensive, die Chancenverwertung, genau dasselbe Thema."

Sky-Experte Reiner Calmund zum Münchner Unentschieden und Dreifachtorschütze Dodi Lukebakio: "Das ist ein Blattschuss. Er ist ein sehr, sehr gutes Talent, dynamisch, schnell. Aber nach dem ersten Tor musst du das erkennen und dich darauf einstellen. Das ist ganz klar zu kritisieren."

Video: So sieht der neue FCB-Mannschaftsbus aus

heu/dpa/nc

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