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Bayern-Boss Hainer räumt Fehler ein: „Mit dem jetzigen Wissen ...“

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Von: Marius Epp

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Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte am Redepult der JHV keinen leichten Stand.
Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte am Redepult der JHV keinen leichten Stand. © Stefan Matzke/sampics

Herbert Hainer spricht in einem Interview über die aus dem Ruder gelaufene Jahreshauptversammlung. Er präsentiert sich selbstkritisch.

München - Zum Ende hin geriet die Jahreshauptversammlung des FC Bayern völlig aus dem Fugen, der Audi Dome glich einem Tollhaus. Wie konnte es so weit kommen?

Bayern-Präsident Herbert Hainer denkt mit etwas Abstand nochmal über den denkwürdigen Tag nach. „Das Thema Katar hat sich etwas aufgestaut“, sagte er der Sport Bild. Die „Hainer-raus“-Rufe setzten ihm zu. „Es war keine angenehme Sache. Das hat mir persönlich natürlich wehgetan, denn ich bin von klein auf Fan dieses Vereins.“

FC Bayern: Präsident Herbert Hainer hat aus JHV „gelernt“

Die Klubführung habe aus der JHV „gelernt“ und möchte in Zukunft noch mehr mit den Fans in den Dialog treten. Ein Brief mit der Überschrift „Dialog stärken“ wurde an alle 293.000 Mitglieder verschickt. „Die drei Mitglieder, die bei den Wortbeiträgen nicht mehr zu Wort kamen, habe ich direkt am Tag danach angerufen und mit ihnen Termine vereinbart“, so Hainer.

„Mit dem jetzigen Wissen würde ich die JHV vermutlich nicht mehr vorzeitig beenden“, räumt er ein. Im Nachhinein wurde ihm und Vorstandsboss Oliver Kahn auch zu Lasten gelegt, öffentlich zu wenig Haltung zu zeigen - anders als ihre Vorgänger Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Trainer Julian Nagelsmann musste diesen Job übernehmen und sich auf zahlreichen Pressekonferenzen zu den Streitthemen äußern. Er löste diese Aufgabe zwar mit Bravour, doch ist er dafür zuständig?

Video: Darum Muss Oliver Kahn mehr Kante zeigen

Bayern-Boss Herbert Hainer: Analyse statt Schnellschüsse

Hainer verteidigt die Zurückhaltung der Bosse: „Generell bin ich der Meinung, dass es in so einem Fall angebracht ist, die Situation gründlich zu analysieren, denn es geht um eine fundierte Aufarbeitung und Maßnahmen, die sich daraus ergeben.“

Die Chaos-Wochen beim FC Bayern sind nun erst einmal vorbei. Dazu tragen auch die jüngsten Siege bei. Allerdings verzögert sich das Comeback von Joshua Kimmich, der noch über Corona-Folgen klagt. Auch Eric Maxim Choupo-Moting hat nach seiner Infektion noch Probleme. (epp)

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