Auch Manuel Neuer Thema

FC Bayern-Präsident Hainer in Sorge wegen Geisterspielen - auch für den FCB „eine Herausforderung“

FC Bayern München: Präsident Hainer sprach im Sport1-Doppelpass über die derzeitigen Herausforderungen der Kaderplanung und Spielergehälter.

  • Im Doppelpass äußerte sich Herbert Hainer zu den aktuellen Herausforderungen in der Corona-Krise
  • Der Präsident des FC Bayern* sprach auch über die Verhandlungen von Manuel Neuer.
  • Hainer bezifferte außerdem den finanziellen Verlust, der mit den Geisterspielen* einhergeht.

München - Angesichts der Corona-Krise* haben einige Profivereine in der Bundesliga* finanzielle Schwierigkeiten, Rekordmeister* Bayern München dürfte dies jedoch weniger hart treffen als so manchen Konkurrenten. Herbert Hainer, Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern München*, gab am Sonntag im „Doppelpass“ auf Sport1 Einblicke in die Kaderplanung* und die aktuellen Herausforderungen in der Krise.

FC Bayern: Präsident Hainer über Kaderplanung - „Liegt nicht nur in unserer Macht“

Hainer sprach in der Gesprächsrunde auch die aktuellen Kaderplanungen* der Bayern an. Alle Münchner Profis* würden es demnach „schätzen, beim FC Bayern* zu spielen. Sie wollen Titel* gewinnen“, so der ehemalige Adidas-Chef. „Das gilt auch für Manuel Neuer. Deshalb bemühen wir uns auch um ihn, Alaba und Thiago“, bekräftigt Hainer. „Das liegt aber nicht nur in unserer Macht“, betonte der Präsident, die Spieler müsste schließlich „auch zustimmen“. Es sei jedoch auch das „gute Recht“ der verdienten Bayern-Profis*, sich Gedanken über Alternativen vor ihrem Karriereende zu machen. „Aber ich bin optimistisch.“

Der 65-Jährige weiß, dass die Verhandlungen mit den Profis und ihren abgebrühten Spielerberatern nicht immer einfach sind. Zuletzt hatten die Vertragsverhandlungen von Manuel Neuer gestockt, der Torwart hatte wohl mehr Gehalt gefordert. „Warum die Details bei Manuel Neuer an die Öffentlichkeit gekommen sind, weiß ich nicht“, meint Hainer, der anschließend klarstellte, dass „das nicht richtig ist, was da herausgekommen ist“. 

FC Bayern: Präsident Hainer sieht „auch für den FC Bayern eine Herausforderung“

Doch das Finanzielle soll nicht der einzige wichtige Punkt für die Profis bei den Aushandlungen der neuen Verträge sein. „Geld wird zu stark in den Vordergrund gestellt. Es geht um Lebensplanung – darum, dass die Spieler auch noch andere Erfahrungen sammeln wollen. Es geht um Stammpositionen in der Mannschaft.“ Diese Komponenten müsse man zusammenfügen. In der Corona-Krise* ist dies „nicht einfacher geworden“, stellt Hainer fest. „Wenn wir bis zum Jahresende Geisterspiele* haben, fehlen der Bundesliga zwischen 200 und 400 Millionen Euro“, dies sei „auch für den FC Bayern* eine Herausforderung.“

FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer: Bei Spielern ist „Verständnis“ für Situation da

Auch die Gehälter der Spieler in der Bundesliga* sind in der Corona-Krise* ein großes Thema. „Fakt ist: Wenn in Zukunft weniger Geld eingenommen wird, dann sagt mir meine betriebswirtschaftliche Logik, dann kann ich auch weniger ausgeben“, meint Hainer. Bei den Spielern sei „viel mehr Verständnis da, als da manchmal reininterpretiert wird“, so der Vorstandsvorsitz, der an Leon Goretzka und Joshua Kimmich erinnert*, die „sehr genau um ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen Bescheid“ wüssten.

ajr

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Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Karmann

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