Vereins-Ikone muss den FCB verlassen

Schweinsteiger bestürzt über Gerland-Aus beim FC Bayern - emotionale Worte an den Tiger

Unter Hermann Gerland debütierte Bastian Schweinsteiger im Herrenfußball, nun verabschiedete sich die betroffene Bayern-Ikone von seinem legendären Co-Trainer.

München - Nach mehr als 25 Jahren beim FC Bayern ist für Hermann Gerland gezwungenermaßen Schluss, das Engagement von Julian Nagelsmann bedeutete das Aus der Trainerlegende bei den Münchnern. Der „Tiger“ galt als Verfechter der alten Schule und war ein früher Förderer für viele künftige Stars und einige spätere Weltmeister. Einer von ihnen ist die Bayern-Ikone Bastian Schweinsteiger, der Gerland seit seiner frühen Jugend kennt.

FC Bayern: Schweinsteiger debütierte unter Gerland in der Regionalliga

Im zarten Alter von 13 Jahren wechselte der Oberbayer aus Rosenheim nach München ins Jugendinternat und kämpfte sich in den Folgejahren bis ins Amateurteam von Hermann Gerland hoch. Der „Tiger“ soll den nicht immer einfachen Jungspund mit Süßigkeiten motiviert haben und der Mittelfeldspieler nahm sich die Tipps des erfahrenen Trainers zu Herzen. Nur neun Monate nach seinem Regionalliga-Debüt unter Gerland fand sich Schweinsteiger etwa bei den Profis in der Champions League wieder und war fortan Teil der ersten Mannschaft.

Der 36-Jährige, der seine Karriere zum Jahresende 2019 beendete, hat Gerland vieles zu verdanken und drückte seine Anerkennung am Donnerstag in einer emotionalen Instagram-Botschaft aus. „Eine wahre FC-Bayern-Legende!“, schreibt der 500-fache FCB-Spieler. „Du hast mich über weite Teile meiner Karriere begleitet und bist ein wahrer Freund geworden. Unvergessen sind deine lehrreichen Tipps und dein ständiges Pushen - Dafür bin ich dir bis heute dankbar. Tiger, Bleib so wiast bist!“

FC Bayern: Vereinslegende kann Abschied des „Tigers“ nicht fassen - Gerland formte mehrere Weltmeister

Verglichen mit anderen Bayern-Legenden drückte sich Schweinsteiger noch recht diplomatisch aus. Sepp Maier, 1974er-Weltmeister und langjähriger Torwarttrainer beim FC Bayern, machte seinem Ärger über Gerlands unerwarteten Abschied Luft. „Was man mit Hermann Gerland gemacht hat, ist ein Hammer“, meinte Maier gegenüber Sport1. „Er hat den Nachwuchs gefördert und jahrelang bei den Profis sein Bestes gegeben. Dass man für so einen Mann keinen Posten findet, ist unverständlich“, klagte die ‚Katze von Anzing‘.

Gerland machte in seiner Zeit beim Rekordmeister aus so manchem Regionalliga-Kicker einen gestandenen Bayern-Star, so war er maßgeblich für die Entwicklung der Weltmeister Philipp Lahm, Thomas Müller oder Mats Hummels verantwortlich. (ajr)

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