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Einzelkritik zum Bayern-Sieg in Berlin: Nur ein Superstar fällt überraschend ab

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Von: Manuel Bonke

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Thomas Müller scheiterte nicht nur einmal an Hertha-Keeper Schwolow.
Thomas Müller scheiterte nicht nur einmal an Hertha-Keeper Schwolow. © Cathrin Müller /M.i.S.

Der FC Bayern München gewinnt deutlich gegen Hertha BSC. Die Einzelkritik samt Noten zum Sieg des Rekordmeisters in Berlin.

Berlin - Der FC Bayern bleibt mit sechs Punkten Vorsprung an der Spitze der Bundesliga. In Berlin zeigten die Münchner einmal mehr einen starken Auftritt, am Ende ließ man der Hertha beim 4:1-Sieg keine Chance. Wer hat am meisten überzeugt? Die tz-Einzelkritik:

Manuel Neuer: Abgesehen von einer Faustabwehr nach einer Ecke und einem entschärften Belfodil-Kopfball musste sich Neuer nicht auszeichnen. Beim Gegentor war er ohne Chance. Note: 3

Benjamin Pavard: Langsam, aber sicher gewöhnt sich Pavard an seine Position rechts in der Dreierkette. Er ließ sich nichts zu Schulden kommen. Note: 3

Niklas Süle: Als Abwehrchef war der Nationalspieler gegen den harmlosen Hertha-Angriff nicht wirklich gefordert. Alles andere erledigte er souverän. Note: 3

Lucas Hernandez: Starkes Comeback! Der Franzose stand nach überstandener Corona-Infektion zum ersten Mal wieder auf dem Platz und haute sich in die Zweikämpfe und Laufduelle, als hätte er nie etwas anders getan. Note: 2 (ab 80. Dayot Upamecano: o.B.)

Einzelkritik zum Bayern-Sieg im Berlin: Starker Auftritt der Münchner

Joshua Kimmich: Nach 77 Tagen durfte Kimmich endlich wieder als Mittelfeld-Chef ran. Mit zahlreichen sogenannten „Key-Pässen“ und gut getretenen Standards zeigte der Nationalspieler, wieso er in den vergangenen Wochen so schmerzlich im Maschinenraum vermisst wurde. Note: 1

Corentin Tolisso: In den letzten sechs Monaten seines Vertragsjahres zeigt Tolisso, dass er doch mehr als nur der Ersatz für Leon Goretzka ist. Der Mittelfeldspieler war gegen die Hertha unermüdlicher Antreiber des Münchner Offensivspiels. Sein erster Treffer wurde wegen Abseits zurückgepfiffen, die 1:0-Führung erzielte er mit einem Kopfball auf Knie-Höhe. Note: 2 (ab 68. Marcel Sabitzer: o.B.)

Serge Gnabry: Zu Spielbeginn wirkte Gnabry etwas gehemmt, kam durch aggressiv geführte Zweikämpfen von Minute zu Minute besser in die Partie. Der Lohn war sein Tor zum 4:0. Note: 2 (ab 80. Jamal Musiala: o.B.)

Thomas Müller: Eigentlich verwunderlich, dass der Ur-Bayer nach der Partie keinen Knoten in den Haxn hatte, immerhin übertrumpfte er sich mit einer ungelenken Ballverarbeitung nach der anderen. Doch was im ersten Moment unbeholfen aussah, war durchaus effektiv, wie beispielsweise Müllers Treffer zur 2:0-Führung. Note: 2 (ab 80. Paul Wanner: o.B.)

FC Bayern siegt 4:1 in Berlin - Lewandowski ohne Tor

Leroy Sané: Der Offensivstar wird auch noch zum Defensivkünstler: Immer wieder sprintete Sané im Volltempo in Richtung eigenen Strafraum, um die Dreierkette als „vierter Verteidiger“ zu unterstützen. Vorbildlich! Auch nach vorne ackerte er unermüdlich, bei seinem Tor antizipierte er clever. Note: 1

Kingsley Coman: Bei seinem ersten Startelfeinsatz nach seiner Vertragsverlängerung wollte Coman beweisen, dass er sein kolportiertes Jahresgehalt von 17 Millionen Euro wert ist. Der Franzose sprintete, schlug Haken, flankte und köpfte wie wild aufs Tor. Manchmal wollte er zu viel. Note: 2 (ab 68. Omar Richards: o.B.)

Robert Lewandowski: Der zweimalige Weltfußballer hatte zwar ein paar Chancen, brachte diese aber nicht im Tor unter. Seine Laune wurde mit zunehmender Torlos-Spieldauer dementsprechend schlechter. Note: 4 (bon)

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