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Er glaubt, dass der Trainer bleibt

Hitzfeld: Guardiola hat auch ein Sprachproblem

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Ottmar Hitzfeld.

Berlin- Bayern Münchens früherer Meister-Macher Ottmar Hitzfeld sieht Verständigungsschwierigkeiten des spanischen Trainers Pep Guardiola als eine Erklärung für die jüngsten Probleme des deutschen Meisters an.

„Er hat seine klaren Vorstellungen, aber es ist nicht leicht, sie in einer fremden Sprache in die richtigen Worte zu kleiden. Das kann eine Entwicklung verzögern“, sagte der 66-Jährige trotz seiner Anerkennung für Guardiolas Deutsch-Kenntnisse („Dafür muss man ihn sehr loben“) im Interview mit der Bild am Sonntag.

Grundsätzlich erwartet Hitzfeld, der mit München selbst fünfmal die Meisterschaft und 2001 auch die Champions League gewonnen hat, zum Ablauf von Guardiolas Vertrag in München am Ende der kommenden Saison keinen Abschied des 44-Jährigen: „Ich glaube eher, dass er verlängert. Bei Bayern hat er alle Möglichkeiten, seine Philosophie weiterzuentwickeln“, sagte Hitzfeld und fügte hinzu: „Ich hätte eine kleine Gefahr gesehen, dass er geht, wenn er jetzt schon alles gewonnen hätte.“

Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer hält denn auch Münchens Halbfinal-Niederlagen in der europäischen Königsklasse 2014 gegen Real Madrid und in der laufenden Saison gegen Guardiolas Ex-Klub FC Barcelona für eine besondere Motivation des Bayern-Coaches: „Er ist ehrgeizig, und gerade die Niederlagen gegen seine spanischen Landsleute schmerzen ihn. Das will er besser machen.“

Die Kritik an Guardiola und auch den Bayern insgesamt wegen der verlorenen Halbfinals in Champions League und DFB-Pokal (im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund) stuft Hitzfeld generell auch als unverhältnismäßig ein: „Keiner redet mehr über die Meisterschaft. Dabei ist das der wichtigste Titel. Es wird mir zu wenig registriert, was Bayern da leistet. Das liegt natürlich auch daran, das Bayern die Messlatte selbst sehr hoch gelegt hat. Die Bayern sind wirtschaftlich und sportlich in neue Dimensionen vorgestoßen.“

Dieses sportliche Niveau können seiner Ansicht nach die routinierten Stars der Münchner wie Xabi Alonso, Bastian Schweinsteiger, Franck Ribery, Arjen Robben und Philipp Lahm auch noch in der näheren Zukunft halten: „Die sind zwar alle Ü30, aber das Leistungsalter hat sich nach hinten verschoben. Sie sind alle noch im besten Alter.“

Für die Probleme von Bayern-Jungstar Mario Götze hat Hitzfeld Verständnis: „Er ist nicht der erste Topstar, der von den Bayern gekauft wird und plötzlich merkt, dass er Konkurrenz hat. Das richtig zu verarbeiten, kann ein längerer Prozess sein.“

sid

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