Verliehene Talente

Hojbjerg und Gaudino: So läuft's bei den Bayern-Leihgaben

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Die kommenden Bayern-Führungsspieler? Pierre-Emile Höjbjerg (links) und Gianluca Gaudino sind derzeit verliehen.

FC Bayern München - Zwei vielversprechende Nachwuchsspieler hat der FC Bayern derzeit verliehen: Pierre-Emile Hojbjerg und Gianluca Gaudino. Die Bilanz bei ihren neuen Vereinen fällt unterschiedlich aus.

Sie sind zwei Fußball-Rohdiamanten und sollen den Rekordmeister in Zukunft zu vielen weiteren Titeln führen: Von Pierre-Emile Hojbjerg (20) und Gianluca Gaudino (19) versprechen sich die Bayern-Fans in den nächsten Jahren eine Menge.

Doch bisher konnten sich die beiden zentralen Mittelfeldspieler gegen die starke FCB-Konkurrenz nicht durchsetzen. Eine Situation, die auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge bewusst ist: "Es ist schwieriger geworden für unsere Talente, da die Qualität unserer Mannschaft noch einmal gewachsen ist. Und gewachsen ist auch der Druck auf Mannschaft und Trainer, am Ende Titel gewinnen zu müssen. Das macht es für junge Spieler auch nicht einfacher", sagte Rummenigge der Schwäbischen Zeitung. 

Sowohl Hojbjerg als auch Gaudino sind derzeit an andere Vereine ausgeliehen: Höjbjerg spielt beim FC Schalke 04, Gaudino seit der Winterpause beim schweizerischen FC St. Gallen.

Wie schlagen sich die beiden Top-Talente dort?

Pierre-Emile Hojbjerg (20)

So lief's bei Bayern: 

Sein Bundesliga-Debüt für die Bayern gab Hojbjerg schon im April 2013 – mit gerade einmal 17 Jahren. Bis Dezember 2014 brachte er es auf 17 Erstliga-Partien für den FCB. Highlight in dieser Zeit war sicherlich das DFB-Pokalfinale 2014, als Pep Guardiola Hojbjerg überraschend als Rechtsverteidiger einsetzte und dieser eine überragende Leistung ablieferte. 

In der Folgezeit kam er allerdings nicht mehr zu regelmäßigen Einsätzen, so war ein Leihgeschäft die logische Konsequenz.

So läuft die Leihe: 

Der Youngster spielte in der ersten Jahreshälfte 2015 zunächst für ein halbes Jahr erfolgreich beim FC Augsburg. Ein weiteres Leihgeschäft mit den Fuggerstädtern kam aber nicht zustande. So ging es im Sommer 2015 zum FC Schalke.

Beim FC Augsburg erzielte Hojbjerg in 16 Spielen zwei Tore und schaffte mit dem FCA völlig überraschend die Europa-League-Qualifikation. Dann kam der Wechsel zur zweiten Leihstation Schalke – und für Hojbjerg brachen schwere Zeiten an. Erst am 13. Spieltag stand er erstmals für 90 Minuten auf dem Platz – ausgerechnet bei der 1:3-Niederlage gegen die Bayern. Gegen die Schalker Konkurrenz um Johannes Geis, Roman Neustädter und Max Meyer tat sich Hojbjerg schwer.

Zu allem Übel holten die Königsblauen zur Winterpause noch zwei weitere Spieler für das zentrale Mittelfeld: Younes Belhanda (aus Kiew) und Alessandro Schöpf (aus Nürnberg). Doch die neuen Konkurrenten scheinen Hojbjerg inzwischen zu beflügeln: In den vergangenen Spielen hat sich der 20-Jährige einen Stammplatz erkämpft.

So stehen die Rückkehr-Chancen: 

Die Schalker zeigten bisher kein großes Interesse daran, Hojbjerg zu halten. Deshalb wird er wohl wie geplant zum Saisonende nach München zurückkehren.

Die kommende Saison wird für den dänischen Nationalspieler entscheidend: Setzt er unter Ancelotti ein paar Glanzlichter, bleibt er – wenn nicht, stehen die Zeichen auf Vereinswechsel.

Gianluca Gaudino (20)

So lief's bei Bayern:

Der Sohn von Eintracht-Frankfurt-Legende Maurizio Gaudino war die Bayern-Überraschung der vergangenen Saison. Er kam mit 17 Jahren zu seinem Bundesliga-Debüt und durfte sogar einmal in der Champions League ran.

In dieser Saison spielte Gaudino in den Planungen von Pep Guardiola allerdings keine Rolle mehr, kam nur in der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz.

Papa Maurizio kritisierte die Bayern kürzlich für ihre Nachwuchs-Politik. Eigengewächse wie Sohn Gianluca, der schon mit sieben Jahren für den Verein spielte, hätten nicht den gleichen Stellenwert wie teuer eingekaufte Talente.

So läuft die Leihe: 

Die Entscheidung für das Leihgeschäft kam in der Winterpause: Die Wahl fiel auf den FC St. Gallen, den inzwischen Ex-HSV-Coach Joe Zinnbauer trainiert. Auch Gianlucas Vater Maurizio kickte schon in der Schweiz (beim FC Basel).

Gaudino hat sich in St. Gallen sofort einen Stammplatz erkämpft, wird für seine technischen Fähigkeiten gelobt. Bei acht Einsätzen in der Super League gab er bislang eine Torvorlage. Die Mannschaft steht in der Super League jedoch nur auf Tabellenplatz sieben, ohne Chance auf die internationalen Plätze.

An seinen Führungsqualitäten muss Gaudino noch arbeiten, Zinnbauer will ihn in der Schweiz „zum Mann“ reifen lassen.

So stehen die Rückkehr-Chancen: 

Gaudino soll auch die kommende Saison in St. Gallen spielen. Wenn der U19-Nationalspieler dort zum Führungsspieler reift und körperlich robuster wird, ist eine Rückkehr zu den Bayern möglich. Die ist Gaudino durchaus zuzutrauen.

tr

Quelle: fussball-vorort.de

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