Vor Asien-Reise

Hoeneß knallhart: James muss zünden, sonst ...

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FCB-Präsident Uli Hoeneß in Gladbach.

James muss die Erwartungen beim FC Bayern München erfüllen oder am besten gleich übertreffen, ansonsten könnte Ancelotti Ärger drohen. Hoeneß knallhart!

Der FC Bayern fliegt mit dem ersten Titelchen der Saison im Gepäck zur Audi Summer Tour nach Asien. Die breite Bayern-Brust dürfte auch für die hochkarätigen Testspiel-Gegner FC Arsenal (Shanghai), AC Mailand (Shenzhen), FC Chelsea und Inter Mailand (beide in Singapur) nicht zu übersehen sein. Denn beim Telekom Cup in Gladbach fegten die Münchner ihre Gegner aus Hoffenheim (1:0) und Bremen (2:0) auf beeindruckende Art und Weise vom Platz – und sicherten sich den ersten Platz beim Vorbereitungsturnier.

„Das war sehr überzeugend. So konnte man das nicht erwarten. Natürlich hatten wir uns das vorgenommen, aber wenn du gegen Bundesligamannschaften spielst, weißt du nie, was passiert. In beiden Spielen waren wir drückend überlegen und haben guten Fußball gezeigt“, fasste FCB-Kapitän Thomas Müller den Turnierverlauf treffend zusammen.

  • Starke Frühform: Die Bayern zeigen sich also schon früh in der Saisonvorbereitung in einer starken Form. Einer hatte nach dem Turnier besonders gute Laune: Uli Hoeneß. Trotzdem übt der Bayern-Patron schon lange vor dem Saisonstart ordentlich Druck auf Mannschaft und Trainer aus. Besonders groß sind die Erwartungen an Carlo Ancelotti in Sachen James. „Wir verlassen uns da voll auf Carlo Ancelotti. Der kennt ihn viel besser als wir. Es war sein Wunschspieler und den hat er jetzt gekriegt“, äußerte sich der FCB-Präsident in Gladbach über den jüngsten Transfer-Coup des Rekordmeisters. Heißt im Klartext: Der Kolumbianer muss die Erwartungen erfüllen oder am besten gleich übertreffen, ansonsten könnte Ancelotti Ärger drohen. Hoeneß knallhart!

    FC Bayern München: Jeder muss kämpfen

  • Jeder muss kämpfen: Darum hielt sich der 65-Jährige auch mit Vorschusslorbeeren zurück, nachdem James eine ordentliche Premiere im Bayern-Trikot zeigte: „Er war auch gut, wie alle anderen auch. Ich habe aber keinen Spieler gefunden, der schlecht gespielt hat.“ Druck übte der Präsident aber auch auf die Spieler aus, als er nach den Gründen für die starke Leistung beim Telekom Cup gefragt wurde: „Wenn man sich unseren Kader anschaut, kann man sich vorstellen, dass jeder irgendwann um seinen Platz kämpfen muss. Das motiviert dann jeden, dem Trainer zu zeigen, dass er spielen will.“ Heißt im Klartext: Wer nicht zu einhundert Prozent mitzieht, hat bei der enormen Qualität des breiten Kaders keine Chance, in die Mannschaft zu kommen.

Dazu passen die Aussagen von Thomas Müller nach dem Spiel, als er auf den Grund für die starke Frühform angesprochen wurde: „Das ist einfach eine Frage der Mentalität. Du wirst nicht fünfmal Meister in Folge, weil du eine Ansammlung von guten Spielern hast. Sondern du brauchst auch den nötigen Ehrgeiz und der ist bei uns eben vorhanden.“

Karl-Heinz Rummenigge hört solche Worte gerne. „Grundsätzlich ist Konkurrenz-Kampf gut - für die Motivation und die Einstellung bei jedem Training und jedem Spiel. Jeder muss Gas geben, um den Trainer zu überzeugen. Das ist gewünscht, da mache ich keinen Hehl daraus“, sagte er vor dem Abflug nach China.

  • Ancelotti ehrgeizig: Ancelotti lebte seinem Team diesen Ehrgeiz in Gladbach an der Seitenlinie vor. Der sonst so ruhige Italiener griff von außen ungewohnt häufig in das Spielgeschehen ein. Nach den Partien zeigte er sich zufrieden: „Das Wichtigste ist, gute Voraussetzungen für die Saison zu schaffen. Die Spieler sind in einer guten Verfassung aus dem Urlaub zurückgekommen. Bis jetzt läuft alles nach Plan. Jetzt geht es für uns nach Asien, wo wir wichtige Spiele vor uns haben. Wir wollen am 5. August bereit sein.“

An diesem Tag steigt das Supercup-Spiel bei Borussia Dortmund. Dort will Carletto vorangehen und das nächste Titel(-chen) der Saison einfahren.

Manuel Bonke

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