Bayern beklagen sich über Platz-Zustand

Hoppel-Rasen in der Arena - dank 1860 und Audi-Cup

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Auch der Rasen konnte einen Müller-Doppelpack nicht verhindern.

München - Trotz eines verbesserungswürdigen Rasens haben die Bayern am Freitag klar gewonnen. Am Zustand des Grüns sind die Löwen nicht ganz unschuldig.

Ein klarer Sieg gegen den HSV, die Dominanz der letzten Jahre mehr als angedeutet – und doch glänzte rund um den FC Bayern noch nicht alles zum Liga-Auftakt. Vor allem glänzte es nicht grün, wo es grün glänzen sollte: Der Rasen in der Arena ist noch lange nicht auf dem Niveau, den die Roten für ihren Hochgeschwindigkeitsfußball brauchen. Ein Problem, das vor allem in der ersten Halbzeit sichtbar war, als die Hamburger noch sicher und dicht gestaffelt vor dem eigenen Tor standen. Thomas Müller meinte: „Da kam es für uns noch dazu, dass man den Ball zwischenkontrollieren musste.“ Schnelle Kombinationen durch die HSV-Defensive waren ganz offensichtlich schwierig auf dem hoppeligen Feld.

„Man hat heute gesehen, dass der Ball bei jedem Pass hochgesprungen ist. Dadurch verlierst du Zeit und der Gegner kann sich wieder hinten reinstellen“, sagte auch Jerome Boateng. Die Erklärung von Flügelflitzer Arjen Robben: „Der Rasen war absolut nicht gut. Das lag natürlich auch an diesem Audi Cup und vier Mal 90 Minuten in zwei Tagen.“

Aufnahme von der Teampräsentation des FC Bayern. Der Rasen ist mit Sand unterfüllt.

Stimmt. Allerdings hat auch der ungeliebte Nachbarverein seinen Teil dazu beigetragen, dass der Platz nicht optimal ist. Denn eigentlich sollte die aufwendige Erneuerung des Hybridrasens (im Sommer 2014 installiert) schon nach dem letzten Ligaspiel des FCB am 23. Mai beginnen. Aufgrund der Relegationsspiele des TSV 1860 verzögerte sich der Start aber bis in den Juni hinein – fast zwei Wochen später als geplant! So blieb für das Anwachsen der Naturhalme rund um den Kunstrasenanteil weniger Zeit bis zum nächsten Termin, der Team-Präsentation mit Show-Training am 11. Juli.

Es folgten der Audi Cup, das erste Heimspiel der Löwen gegen Freiburg sowie deren Pokalpartie gegen Hoffenheim. Scheinbar zu viel für das Grün – vor allem im Vergleich zur letzten Saison! Da war der Rasen in der Arena ein absolutes Vorzeigeobjekt. Die tz weiß: Pep Guardiola hat sich persönlich beim Greenkeeper-Team für den optimalen Zustand bedankt, nannte den Rasen sogar besser als den in Barcelona. Da der Spanier generell im Austausch mit dem Rasenpfleger-Team steht, wird er sich wohl auch nun erkundigen, wann er wieder kombinationstauglich ist. Auch Kapitän Lahm mahnte: „Wir hoffen, dass wir es in den Griff bekommen. Schön ist es so nicht.“

mic, sw

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