WM-Kandidat spricht über Konkurrenzkampf

Rudy im Interview: Das denkt er über Goretzka und Heynckes

+
Sebastian Rudy will erst Titel mit dem FC Bayern gewinnen und dann zur WM fahren.

Die Last-Minute-Aussortierung für die EM 2016 war für Sebastian Rudy zweifelsohne der härteste Moment in seiner Karriere. Wie der Nationalspieler eine erneute Enttäuschung im Hinblick auf die WM in Russland vermeiden will, was er über den Konkurrenzkampf in der Bayern-Zentrale denkt und warum ihn die Trainersuche kalt lässt, verrät Rudy im tz-Interview.

Herr Rudy, das Jahr 2018 ist für Sie aus zweifacher Hinsicht besonders: Sie werden Vater und die WM in Russland steht an. Was ist wichtiger?

Rudy: Natürlich die Familie, ganz klar. Ich freue mich jetzt schon auf die ganzen Ereignisse, die heuer anstehen und bin gespannt, was das neue Jahr sonst noch so bringt.

Wie hart war das Trainingslager für Sie persönlich?

Rudy: Anstrengend auf jeden Fall. Selbst wenn man seine Läufe im Urlaub gemacht hat, ist das Reinkommen mit Fußballschuhen schon noch etwas anderes. Es musste auch anstrengend sein, sonst wäre ja was falsch gelaufen (lacht).

Brauchte Ihr Kumpel Sandro Wagner Starthilfe von Ihnen, um sich wieder an die FCB-Umgebung zu gewöhnen?

Rudy: Er ist so ein witziger und offener Typ, der fügt sich bei allen schnell gut ein. Das hat man im Trainingslager gleich gemerkt.

Zu Beginn der Saison haben Sie sehr viele Spiele gemacht, gegen Ende der Hinrunde sind Ihre Einsatzminuten weniger geworden. Was sind die sportlichen Ziele für die nächsten Monate?

Rudy: Ich will wieder voll angreifen, meine Leistungen bringen, mich verbessern – und so meine Spiele machen! Dass jeder hier spielen will, ist auch klar. Es ist ohne Frage große Konkurrenz auf meiner Position da – trotzdem werde ich versuchen, mich durchzusetzen.

Spielzeit dürfte für eine WM-Nominierung entscheidend sein.

Rudy: Klar, die Weltmeisterschaft ist das große Ziel von mir. Dafür muss ich meine Leistung bringen. Ich bin aber sehr optimistisch, dass es dieses Jahr klappt und ich mein WM-Ticket lösen werde.

Sollte sich Leon Goretzka nächste Saison wirklich dem FCB anschließen, ist der Konkurrenzkampf in der Zentrale künftig noch größer.

Rudy: Es ist doch normal, dass Bayern gute Spieler hat und auch holen möchte. Verstärkung ist immer gut. Wir müssen als Team denken, weil es ja um den Mannschaftserfolg geht.

Im Idealfall reisen Sie als Deutscher Meister und Pokalsieger nach Russland. In der Liga hat der FCB elf Punkte Vorsprung, im Pokal wurden mit Dortmund und Leipzig bereits die größten Brocken aus dem Weg geräumt.

Rudy: Solange es noch nicht sicher ist, kann alles passieren. Ich bin keiner, der sich frühzeitig über vermeintliche Erfolge freut – auch wenn es meine ersten Vereinstitel wären. Wir müssen weiter hart arbeiten, bis es wirklich durch ist.

Welche Spieler holen die Bayern im Winter 2017/2018? Wer verlässt München im Januar?

Wie sieht es mit den Erwartungen in der Champions League aus?

Rudy: Gegen Paris haben wir bewiesen, dass mit uns auch in Europa zu rechnen ist. Alles andere wird die Rückrunde zeigen.

Belastet die Trainersuche die Spieler oder kann man das ausblenden? Die Zeit rennt…

Rudy: Daran denke ich nicht. Ich bin keiner, der sich an solchen Entscheidungen festmacht, sondern konzentriere mich auf das Jetzt mit dem aktuellen Trainer. Der heißt Jupp Heynckes und von dem versuche ich, so viel wie möglich mitzunehmen.

Was will der Trainer von seiner Mannschaft in der Rückrunde sehen?

Rudy: Dass alle Spieler auf dem Platz aggressiv gegen den Ball arbeiten. Wir sollen Zweikämpfe nicht nur begleiten, sondern auch durchführen. Diese Marschrichtung hat er im Trainingslager vorgegeben.

Der FC Bayern in Doha - der Trainingslager-Ticker zum Nachlesen!

Interview: Manuel Bonke

Auch interessant

Meistgelesen

Schon wieder eine Sky-Panne: Bayern-Fans stocksauer - „Eine absolute Frechheit“
Schon wieder eine Sky-Panne: Bayern-Fans stocksauer - „Eine absolute Frechheit“
Revolution in der Allianz Arena: FC Bayern mit Änderungen in der „roten Hölle“
Revolution in der Allianz Arena: FC Bayern mit Änderungen in der „roten Hölle“
CL im Ticker: FC Bayern müht sich gegen Belgrad - Historischer Lewandowski, akrobatischer Müller
CL im Ticker: FC Bayern müht sich gegen Belgrad - Historischer Lewandowski, akrobatischer Müller
FC Bayern gegen Roter Stern Belgrad: Wirbel um Live-Übertragung - Warum nur 37 Sekunden?
FC Bayern gegen Roter Stern Belgrad: Wirbel um Live-Übertragung - Warum nur 37 Sekunden?

Kommentare