Bayern-Profi über seinen neuen Coach

Musiala rudert nach Löw-Kritik zurück - und verpasst Flick-Vorstellung, weil er eine Premiere feierte

Jamal Musialas Aussagen zum Achtelfinale gegen England wurden ihm kürzlich falsch ausgelegt.
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Jamal Musialas Aussagen zum Achtelfinale gegen England wurden ihm kürzlich falsch ausgelegt.

Die jüngsten Aussagen von Jamal Musiala über Jogi Löw wurden vielerorts als Kritik interpretiert, nun stellte der Teenager des FC Bayern eines klar.

München - Jamal Musiala war einer der Gewinner der Saison sowie der unterdurchschnittlichen Europameisterschaft. Nachdem er sich jüngst über seine späte Einwechslung beim Achtelfinale gegen England geäußert hatte, war der 18-Jährige in einem Interview mit Sport1 um eine Klarstellung bemüht. Der Senkrechtstarter sprach auch über seinen neuen Nationaltrainer und verriet, wieso er dessen Amtseinführung verpasste.

FC Bayern: Jamal Musiala ordnet Aussagen über Achtelfinal-Einwechslung gegen England ein

„Ich hätte in Wembley gerne mehr Spielzeit bekommen“, meinte Musiala damals im Gespräch mit Sport Bild. Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit kam der Offensivspieler für den wirkungslosen Thomas Müller ins Spiel, für die späte Einwechslung erntete Löw damals viel Kritik.

„Ich konnte sehr viel lernen und wichtige Erfahrungen sammeln. Ich habe letzte Woche lediglich auf eine Frage geantwortet, ob ich im Wembley gegen England gerne länger gespielt hätte“, erwiderte Musiala im aktuellen Interview.

„Ich hätte dort gerne länger gespielt, da ich besonders motiviert war und mir in meiner alten Heimat viel vorgenommen hatte. Wembley ist etwas ganz Besonderes und für mich durch meine Vergangenheit sehr speziell“, so der Teenager, der den Großteil seiner Jugend in London beim FC Chelsea verbracht hatte und bereits als Kind im größten Stadion des Landes auflief. Er sei Löw trotzdem „sehr dankbar“ für das Vertrauen.

FC Bayern: Klarstellung von Jamal Musiala: „Wollte keine Kritik äußern“ – große Vorfreude auf Ära Flick

Musiala fühlte sich darum wohl auch gezwungen, den Sachverhalt „noch einmal klarzustellen“, da ihm die Aussage als Beanstandung ausgelegt worden war. „Ich wollte sicherlich keine Kritik an Joachim Löw äußern. Ich habe großen Respekt vor ihm. Also alles cool und entspannt“, so der gebürtige Stuttgarter.

Nun freue er sich aber „riesig“ auf die Ära unter seinem neuen Bundestrainer. „Hansi Flick ist ein super Trainer und Mensch. Er kommuniziert viel und gut mit uns Spielern“, lobt ihn sein ehemaliger und künftiger Spieler. Er habe Flick „persönlich sehr viel zu verdanken“, da er ihn in jungen Jahren zum Profi bei Bayern machte, ihm früh vertraute und förderte.

Flicks Vorstellung beim DFB verpasste Musiala allerdings, jedoch aus einem guten Grund. „Ich hatte an dem Tag meine ersten Fahrstunden. Ich habe mich darauf vorbereitet und möchte bald endlich meinen Führerschein abschließen.“ Trotz seines steilen Karriereverlaufs ist der Profi nun mal ein 18-jähriger Junge, der so bald wie möglich hinterm Steuer sitzen möchte. (ajr)

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