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Nagelsmann lässt Musiala auf Bank schmoren und gibt Ausblick: „Dann ist es sch***e von mir“

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Von: Patrick Huljina

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Zum Ende der letzten und zu Beginn dieser Saison kannte der Hype um Jamal Musiala kaum Grenzen. Zuletzt saß das Bayern-Juwel allerdings häufig nur auf der Bank.

München - Der FC Bayern lieferte am Dienstagabend (2. November) erneut eine Champions-League-Gala. Mit 5:2 fertigten die Münchner Benfica Lissabon ab und zogen vorzeitig ins Achtelfinale der Königsklasse ein. Während Robert Lewandowski mit drei Toren glänzte kam ein anderer FCB-Star erneut nur von der Bank zum Einsatz: Jamal Musiala. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel verriet Trainer Julian Nagelsmann, warum der 18-Jährige zuletzt nicht über eine Reservistenrolle hinaus kam.

FC Bayern: Musiala nur noch Reservist – „Dann ist es scheiße von mir“

„Der hat 35 Prozent Spielzeit“, erklärte der Bayern-Coach. „Das ist nicht üppig. Das ist aber für einen 18-Jährigen bei Bayern München jetzt nicht so schlecht“, führte Nagelsmann weiter aus. Musiala kam zuletzt sowohl in der Champions League als auch in der Bundesliga häufig nur von der Bank – gegen Benfica in der 64. Minute. Der Bayern-Coach, der am Dienstag erstmals nach seiner Corona-Infektion wieder auf der Bank saß, sieht die Situation des jungen Nationalspielers nicht so dramatisch.

„Wir sind am zehnten Spieltag, wir sind am vierten Spieltag der Champions League, wir haben leider nur zwei DFB-Pokal-Spiele“, so Nagelsmann zur aktuellen Situation. „Wenn er 35 Prozent hat und wir sind im letzten Saison-Drittel, dann ist es scheiße von mir“, erklärte der Bayern-Trainer. Dann würde man Musiala zu wenig fördern. „Aber wir sind noch relativ früh in der Saison“, stellte Nagelsmann klar.

Bayern-Chef-Trainer Julian Nagelsmann klatscht Jamal Musiala ab.
Musste auch gegen Benfica Lissabon auf der Bank Platz nehmen: Jamal Musiala. © Christian Kolbert/IMAGO

FC Bayern: Nagelsmann nennt Gründe für Musialas Platz auf der Bank

Musiala müsse einfach die Schritte durchgehen, die andere auch als junge Spieler gemacht haben. Als Beispiel nannte der FCB-Coach Leroy Sané, Serge Gnabry, Kingsley Coman und auch Thomas Müller. Keiner zweifle an der Qualität des 18-Jährigen. „Ich erst recht nicht“, versicherte Nagelsmann.

„Er wird einer der herausragenden Spieler für Deutschland, aber auch für Bayern München“, führte er weiter aus. „Er wird einer der besten Spieler, die es gibt und dafür gilt es einfach weiter zu arbeiten“, so Nagelsmanns Rat an Musiala. Der Vergleich des Jung-Nationalspielers zu anderen jungen Spielern hinke. „Er ist Spieler bei Bayern München und da ist die Konkurrenz schon ein bisschen größer als bei dem einen oder anderen Verein“, sagte der Bayern-Trainer. Nagelsmann versicherte, Musiala mache „nichts schlechter“ als noch vor ein paar Wochen. Die anderen Spieler auf seinen Positionen seien derzeit „einfach sehr, sehr gut drauf“.

Das unterstrich der deutliche Champions-League-Erfolg. Für das Spiel wurden die Bayern von der internationalen Presse gefeiert. „Man of the Match“ Lewandowski wurde nach seinem Hattrick zu Erling Haaland befragt. (ph)

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