Neues Glück in der Premier League

James Rodriguez jammerte über das Wetter in München - Bei seinem neuen Klub ist es aber noch kälter

James Rodriguez sitzt mit dicker Jacke auf der Bank des FC Bayern.
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James Rodriguez schnürte zwischen 2017 und 2019 seine Schuhe beim FC Bayern.

james Rodriguez erinnert sich nicht allzu gern an seine Zeit bei Bayern München. Vor allem das Wetter machte ihm zu schaffen. Doch bei diesem Klub wird es wohl nicht besser.

  • Offensivstar James Rodriguez spielte von 2017 bis 2019 beim FC Bayern.
  • Der Kolumbianer wurde in München nicht glücklich - auch wegen des Wetters.
  • Jetzt wechselt er in eine Region, die nicht für ihr warmes Klima bekannt ist: Großbritannien.

Update vom 8. September, 9.12 Uhr: Der Transfer von James Rodriguez zum FC Everton ist fix. Sowohl der abgebende Verein Real Madrid als auch der Traditionsklub aus Liverpool gaben den Deal offiziell bekannt. Die Ablösesumme für den ehemaligen Offensivstar des FC Bayern München beträgt Medienberichten zufolge rund 25 Millionen Euro.

Ex-FC-Bayern-Star zum FC Everton: James Rodriguez wechselt zurück zu Carlo Ancelotti

Der Kolumbianer unterschrieb bei den „Toffees" demnach einen Vertrag über zwei Jahre, mit Option auf eine weitere Spielzeit. Bei Everton trifft James auf einen früheren Weggefährten und Lieblingstrainer: Carlo Ancelotti, mit dem er bereits in Spanien und beim FCB zusammengearbeitet hat.

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Update vom 2. September, 14.49 Uhr: Vor rund zwei Wochen beschwerte sich James Rodriguez über das schlechte Wetter in München - es sei „kalt dort“. Er habe sich gefragt, was er eigentlich hier mache. Der Kolumbianer nannte die Kälte als einen der Gründe, warum die Ehe mit dem deutschen Rekordmeister nicht länger hielt.

Jetzt folgte eine Hammer-Meldung: James Rodriguez steht offenbar vor einem Wechsel zum FC Everton. Nach Liverpool also, der Stadt, die für ihr mediterranes Klima bekannt ist. Spaß beiseite - wenn der kolumbianische Edeltechniker tatsächlich nach England wechselt, wird er sich wohl oder übel auf einige spöttische Kommentare einstellen müssen.

FC Bayern: James Rodriguez vor Wechsel zum FC Everton - Ancelotti ruft

Der Deal könnte laut Informationen von Spox und Goal bereits in den nächsten Tagen über die Bühne gehen. James würde damit dem Ruf seines Förderers Carlo Ancelotti, der Trainer bei Everton ist, folgen. Der Linksfuß ist Lieblingsspieler des Italieners, schon in Münchner Zeiten lotste er Rodriguez zu sich.

Um das Wohlbefinden des sensiblen Spielmachers müsste man sich in Liverpool fast noch mehr Sorgen machen als in München. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt laut klima.org in der bayerischen Hauptstadt bei 13 Grad Celsius, an der rauen irischen See in Liverpool sind es nur neun Grad. Frostige Aussichten also für den sonnenverwöhnten Südamerikaner.

FC Bayern: „Sie sind wie Maschinen!“ - Ex-FCB-Star James fällt verheerendes Urteil über Bayern-Zeit

Erstmeldung vom 19. August 2020: Madrid - James Rodriguez war von 2017 bis 2019 von Real Madrid an den FC Bayern* ausgeliehen. Obwohl der Kolumbianer sportlich zwei gute Jahre an der Isar verbrachte, erinnert er sich mit Schrecken an seine Zeit an der Säbener Straße* zurück. Der mittlerweile 29-Jährige erzielte in 67 Spielen für den deutschen Rekordmeister 15 Tore und gab 20 Vorlagen - eine starke Quote!

Trotzdem zogen die Bayern die Kaufoption nicht und James kehrte vergangene Sommer wieder nach Madrid zurück. Bei den Königlichen fristet der sensible Kolumbianer einer Reservistendasein und kam auch verletzungsbedingt nur auf 14 Einsätze bei denen ihm nur ein einziges Törchen glückte. Viel zu wenig für den Torschützenkönig der WM 2014.

„Es ist frustrierend, denn ich weiß, dass ich die Qualitäten hätte, immer zu spielen. Wenn ich ein schlechter Spieler wäre und nicht spielen würde, wäre das ok und ich wäre ruhig. Aber ich bin jemand, der immer spielen, immer gewinnen will", sagte James bei Comutricolor.

FC Bayern: Ex-Star James Rodriguez war es in München zu kalt

Der Kolumbianer will Real Madrid dem Anschein nach nun verlassen und schaut sich aktuell intensiv nach einem neuen Arbeitgeber um: „Wenn ich zu einem anderen Klub gehe, kann ich wohl mehr spielen und noch einige Jahre glücklich sein“, so der 29-Jährige: „Wegen der Krise hat alles gestoppt, es gibt viele Klubs, die nicht mehr viel haben. Vielleicht geht es nach Italien, Spanien oder England. Vielleicht weiß ich das in ein paar Tagen, vielleicht aber auch erst in ein paar Wochen.“

Über seine mögliche Ziele äußert sich der filigrane Linksfuß auch: „Ich war schon in einigen guten Ligen. Es fehlen eigentlich nur noch Italien und die Premier League.“

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Auch in Deutschland hat James bereits zwei Jahre gespielt. Dorthin aber zieht es den Kolumbianer definitiv nicht mehr. Der Grund? Das Wetter!

„Es ist kalt dort“, so James, der auch mit der Mentalität wenig anfangen konnte: „Die Deutschen sind auch kalte Leute, auch wenn ich beim FC Bayern fantastisch behandelt wurde“, sagte der offensive Mittelfeldspieler.

FC Bayern: James berichtet über Leben in Deutschland - Kolumbianer litt sehr unter Kälte

Vom FCB fühlte er sich wertgeschätzt, doch wegen der Kälte wurde ihm in München nie so richtig warm ums Herz. „Der Klub hat mich sehr geliebt, aber es ist einfach kalt. Es gab Tage, da bin ich um neun Uhr morgens bei Eiseskälte in die Arbeit gegangen und ich habe mich gefragt: Was mache ich eigentlich hier?“, blickte James traurig zurück.

Generell kam der lebensfrohe Offensivgeist wenig mit der Lebensphilosophie in Deutschland klar: „Sie denken immer nur an die Arbeit. Sie sind wie Maschinen, das ist der Wahnsinn“, so James.

Disziplin gehört offensichtlich nicht zu James‘ Stärken. Den Deutsch-Kurs schmiss er schon nach vier Monaten wieder hin. „Ich habe dem Lehrer, den ich in den ersten vier Monaten hatte, gesagt: Ich will weder meine noch deine Zeit verschwenden. Ich will das nicht“, berichtet sich James. Im Nachhinein kann sich der FC Bayern also glücklich schätzen, damals nur einen Leihvertrag und keinen Kaufvertrag ausgehandelt zu haben. (ck) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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