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Verletzter Kirchhoff über geplatzten S04-Deal

"Meine sechs Millionen empfinde ich nicht als horrende Summe"

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Nachdenklich, aber optimistisch: Jan Kirchhoff.

München - Eine Achillessehnen-OP hat Jan Kirchhoff zurückgeworfen. Doch der 24-Jährige gibt nicht auf. Dass der Deal mit Schalke geplatzt ist, macht ihn "gar nicht so traurig".

Zu gerne wäre Jan Kirchhoff mit dem FC Bayern nach China geflogen. Doch daran war nicht zu denken. Nach einer Achillessehnen-OP ist der 24-Jährige außer Gefecht. Zwischen all den Reha-Maßnahmen nahm er sich Zeit, dem Münchner Merkur ein großes Interview zu geben.

Der Defensivmann ist derzeit eifrig am Schuften. "Ich bin noch in der postoperativen Phase meiner Achillessehnenproblematik, die ist nun gut acht Wochen her", erklärt er. "Ich bin jetzt im Aufbau und rechne damit, dass ich noch eineinhalb bis zwei Monate ausfalle, bis ich ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Der Verlauf ist aber so, dass ich zufrieden nach vorne schaue." Obwohl er immer wieder mit Beschwerden (Leiste, Syndesmoseband, Innenband, Adduktoren) zu kämpfen hatte, lässt er auch diesmal keinen Zweifel daran, dass er bald wieder auf dem Platz stehen will: "Ich komme wieder."

Dabei freut sich Kirchhoff auch über den Zuspruch von Bayern-Trainer Pep Guardiola: "Der Kontakt ist super. Pep ist ein herzensguter Mensch, der sich für jeden Zeit nimmt. Er übersieht mich auch jetzt in meiner schweren Phase nicht."

Wenn er wieder fit ist, will Kirchhoff den Kampf annehmen und sich trotz der Konkurrenz seine Einsätze erarbeiten. Auch wenn ihm selbst klar ist, dass es schwierig wird. "Ob ich es schaffe, mich bei Bayern durchzusetzen oder wo ich mich auf längere Sicht behaupte, muss sich zeigen. Ich weiß aber, dass ich bei dieser Frage nach wie vor sehr großen Einfluss habe. An Scheitern denke ich nicht." Kirchhoff zeigt sich überzeugt, dass ihm zumindest sein Körper keinen Strich durch die Rechnung machen wird.

"Meine sechs Millionen empfinde ich gar nicht einmal als horrende Summe"

Lange Zeit war nicht klar, ob Kirchhoff wirklich zum FC Bayern zurückkehrt. Eineinhalb Jahre spielte er auf Leihbasis für den FC Schalke 04, der Deal endete diesen Sommer. Die Königsblauen dachten darüber nach, den gebürtigen Frankfurter fest zu verpflichten. Doch das zerschlug sich. Auch, weil der FC Bayern offenbar sechs Millionen Euro für Kirchhoff forderte. Ob die Summe "gerechtfertigt ist, kann ich nicht sagen", so der 24-Jährige. "Aber momentan werden Preise – auch bei Schalke – gezahlt, da empfinde ich meine sechs Millionen gar nicht einmal als horrende Summe. Es ist auch nicht an der Ablöse gescheitert, man hätte da schon eine Möglichkeit gefunden. Im Nachhinein bin ich auch gar nicht so traurig, dass es mit Schalke nicht funktioniert hat."

Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch ein Jahr. Und bevor er sich konkret darüber Gedanken macht, bei welchem Arbeitgeber seine Zukunft liegt. Auf die Frage nach seinen Plänen und ob er erst einmal hier fit werden möchte, sagt er: "Stand jetzt, ja. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Alternativen", weiß er. "Diese ganze Wechselperiode werde ich verletzt sein, da findet man eher keinen Verein. Ein Wechsel wäre wohl erst im Winter wieder möglich. Ich fühle mich hier sehr gut, die Stadt ist Wahnsinn, der Verein ist top aufgestellt – alles ist so, dass ich hier perfekt daran arbeiten kann, wieder auf die Beine zu kommen. Und man hat ein so gutes Training wie bei keinem anderen Bundesligisten. Der FC Bayern ist auch für den jetzigen Zeitpunkt der beste Ort, an dem ich sein kann."

Das ganze Interview lesen Sie in der Samstagsausgabe des Münchner Merkur sowie am Samstag ab 11 Uhr auch auf Merkur.de.

awe/lin

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