„Gute Wahl“

Plötzlicher Wechsel beim FC Bayern: Javi Martinez fährt voll drauf ab

Die beiden Spanier beim FC Bayern: Marc Roca und Javi Martinez.
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Die beiden Spanier beim FC Bayern: Marc Roca (l.) und Javi Martinez.

Der FC Bayern München ist einer der erfolgreichsten Klubs der Welt - und deshalb auch besonders attraktiv für Sponsoren. In diesem Bereich gibt es nun Neuigkeiten.

München - Javi Martinez sendete jüngst elektrisierende Grüße an VW-Vorstandschef Herbert Diess. Der Spanier hatte dem Automobil-Manager Fotos von sich vor einem weißen ID.3 geschickt. „Danke für die Fotos. Gute Wahl“, schrieb Diess und veröffentlichte die Bilder des Bayern-Spielers auf seinem Twitter-Kanal. Droht nach diesen öffentlichen VW-Liebesbekundungen eines Bayern-Stars jetzt etwa Ärger mit Sponsor und Anteilseigner Audi? Nein! Denn: Die Bayern fahren seit dieser Saison nicht nur auf Audi, sondern auch auf VW ab!

Audi ist immer noch der strategische Partner des FC Bayern

Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits ist Audi zwar noch immer der strategische Partner des deutschen Rekordmeisters und stattet nach wie vor Spieler, Trainer und Vorstand mit Fahrzeugen aus. Allerdings gibt es im Rahmen dieser Partnerschaft die Möglichkeit für Konzernmarken, einzelne Projekte zu unterstützen. Und hierbei ist Volkswagen Partner der weltweiten Nachwuchsfußball-Aktivitäten der Münchner. Ein gemeinsames Projekt ist beispielsweise das „Freestyle Tournament“. Seit dem 24. März treten im Rahmen dieser Veranstaltung Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern mit ihren Freestyle-Fähigkeiten gegeneinander an. Die digitale Veranstaltung hat ihren Ursprung im alljährlichen FC Bayern Youth Cup, dem größten und ältesten von einem Klub veranstalteten Jugendfußballturnier der Welt.

Zusätzlich fördert Volkswagen in Zukunft weitere nationale und internationale Projekte der Münchner, etwa die FC Bayern Football Schools, den FC Bayern Kids Club oder auch die globale Trainerausbildung für verschiedene internationale Jugendprogramme des Klubs. Diese Projekt-Partnerschaften bestehen auch vor dem Hintergrund, dass VW bei seinen Fußball-Sponsorings vor allem die Basis unterstützen möchte. Der Automobilhersteller ist nicht nur bei der A-Nationalmannschaft, sondern auch bei der U 21, den Frauen und im Amateur-Bereich engagiert. Darum dürfte es nach Martinez’ Posing vorm VW auch keinen Ärger mit Audi geben.

FC Bayern: VW greift Konzerntochter beim Sponsoring unter die Arme

Außerdem soll VW der Konzerntochter Audi beim jüngsten Sponsoring-Deal mit dem deutschen Rekordmeister finanziell ordentlich unter die Arme gegriffen haben. Laut Business Insider hätte Audi ohne eine regelmäßige Finanzspritze aus Wolfsburg den kostspieligen Sponsoren-Deal nicht finanzieren können. Zur Erinnerung: Anfang 2020 hatten Audi und der FC Bayern verkündet, ihre Partnerschaft vorzeitig bis 2029 zu verlängern. So soll Audi für diesen Deal 35 Millionen pro Jahr zahlen, was in etwa dem Betrag der letzten Jahre entspricht. Allerdings sollen laut Business Insider weitere zehn Millionen Euro aus der VW-Konzernkasse an den deutschen Rekordmeister fließen. Im Gegenzug dürfen sich auch andere Marken wie VW, Skoda oder MAN mit Bayern werben – was die Projekt-Partnerschaft zwischen VW und der Nachwuchsabteiltung des deutschen Rekordmeisters erklärt.

Dieser sogenannte Mehrmarken-Deal entstand wohl auch vor dem Hintergrund, dass die Bayern-Verantwortlichen kurz davor standen, einen fulminanten Sponsoring-Deal mit einem Gesamt-Volumen von 800 Millionen Euro mit BMW abzuschließen. Doch die Münchner Manager wollten im letzten Moment eine Rücktrittsklausel nachverhandeln, was den Deal letztendlich zum Platzen – und Stars von der Säbener Straße zum VW-Posing brachte.

Video: So schneidet der ID.3 von Volkswagen im Test ab

- Manuel Bonke

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