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Boateng spricht vor Abschied über „neue Herausforderung“ - Kollegen werden sentimental

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Von: Christoph Klaucke

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Jerome Boateng wird den FC Bayern verlassen - seine Zukunft ist noch nicht geklärt.
Jerome Boateng wird den FC Bayern verlassen - seine Zukunft ist noch nicht geklärt. © Susanne Hübner/imago-images

Jerome Boateng nimmt Abschied vom FC Bayern. Der Verteidiger steht nach zehn Jahren in München vor einem Wechsel, einer „neuen Herausforderung“.

München - Noch einmal, dann ist Schluss! Noch einmal das Bayern-Trikot überstreifen und in die Allianz Arena einlaufen. Das Stadion in Fröttmaning war zehn Jahre lang die sportliche Heimat von Jerome Boateng. Nach dem Spiel gegen Augsburg am Samstag heißt es Abschied nehmen. Boateng muss sich im Sommer eine „neue Herausforderung“ suchen.

FC Bayern: Jerome Boateng nimmt nach zehn Jahren München Abschied

Der FC Bayern wird den auslaufenden Vertrag von Boateng nicht mehr verlängern, das steht bereits seit einigen Wochen fest. Der 32-Jährige hatte nun ausreichend Zeit, sich auf den Abschied innerlich vorzubereiten, emotional dürfte es trotzdem werden. „Ich bin unglaublich stolz, dass ich hier Teil der Geschichte geworden bin, so viele Spiele machen durfte, viele Freunde getroffen habe und den Fußball mit dem FC Bayern genießen durfte“, erklärte Boateng am Mittwoch auf der Internetseite des Vereins. „Ich bin dem Klub und jedem einzelnen Menschen hier dankbar, dass ich diese unglaubliche Zeit miterleben durfte.“

Der Innenverteidiger verbrachte den größten Teil seiner Karriere in München, 2011 war er von Manchester City an die Isar gewechselt. „Ich habe mich schnell wie zuhause gefühlt“, erinnert sich der gebürtige Berliner. Boateng absolvierte 362 Pflichtspiele für den FC Bayern, erzielte dabei zehn Tore. In zehn Jahren sammelte der Weltmeister von 2014 unglaubliche 24 Trophäen mit den Bayern, 2016 wurde er sogar zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. „Ich war gerührt und stolz, das als Verteidiger geschafft zu haben, aber das ging natürlich nicht, ohne in einer so tollen Mannschaft zu spielen“, so Boateng.

Meine Mitspieler sind wie meine Familie auf dem Feld – und die versuche ich zu beschützen.

Jerome Boateng

Jerome Boateng: David Alaba und Alphonso Davies sagen Danke

Boateng hatte sich nach einem Tief unter dem neuen Trainer Hansi Flick wieder einen Stammplatz erobert, er habe sich „aus einem kleinen Loch herausgekämpft“. In dieser Saison kam er auf 38 Pflichtspiele. „Es gehört zu meiner Mentalität. Ich hasse es, auf dem Platz zu verlieren. Meine Mitspieler sind wie meine Familie auf dem Feld – und die versuche ich zu beschützen“, betont der zweimalige Triple-Sieger. Der FC Bayern würdigt Boateng deshalb in einer Doku.

Auch seine Mitspieler werden sich immer an die Zeit mit Boateng zurückerinnern. „In der Zeit, in der wir gemeinsam in der Innenverteidigung standen, konnte ich sehr viel von dir lernen und mitnehmen“, drückte David Alaba, der den Klub ebenfalls verlässt, seine Wertschätzung in Richtung seines langjährigen Nebenmannes aus. Auch Alphonso Davies sagte Boateng „danke für alles, was du mir beigebracht hast. Du bist ein echter Anführer, du hast mich unter deine Fittiche genommen und mich geführt.“ Nun heißt es Abschied nehmen.

Jerome Boateng: Wechsel steht bevor - MLS eine Option

„Für mich war es klar, dass ich irgendwann weiterziehe. So bin ich als Person. Ich brauche die neue Herausforderung. Neues zu erleben, sich neu zu beweisen, ist für mich unglaublich wichtig“, erklärte Boateng. Für welchen Verein er zukünftig spielt,
verriet er noch nicht. Eine Verbindung zu AS Monaco um Boatengs Ex-Trainer Niko Kovac hat sich nicht erhärtet.

Mehrere Klubs aus England und Italien sollen ihr Interesse an Boateng angemeldet haben. Einer der Vereine sei Tottenham Hotspur, berichtet Sport1. Zudem soll auch die US-amerikanische Liga MLS eine Option sein. Boateng hat bereits mehrfach in der Vergangenheit mit einem Wechsel in die USA geliebäugelt. Bei der EM im Sommer wird sich Boateng nicht ins Schaufenster für einen neuen Verein stellen können. Jogi Löw verzichtete auf eine Nominierung. (ck)

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