PSG bot deutlich mehr als vermutet

Sein Ex-Berater plaudert Zahlen aus: FC Bayern lehnte Mega-Angebot für Boateng ab

Jerome Boateng im Aufwärmshirt des FC Bayern.
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Jerome Boateng hatte die Koffer für den Wechsel nach Paris schon gepackt.

Jerome Boateng stand 2018 kurz vor einem Wechsel nach Paris. Die Bayern-Bosse legten ein Veto ein - obwohl es das Angebot in sich hatte, wie sich jetzt herausstellt.

München - Eigentlich war Jerome Boateng* im Sommer 2018 schon weg. Das PSG-Angebot war da, der Spieler einverstanden - und doch platzte der Deal schlussendlich. Der FC Bayern* lehnte ab. Boatengs Berater Christian Nerlinger verhandelte damals und spricht von einer verpassten Chance für die Münchner.

Er räumt im Gespräch mit der Bild ein, dass „alles sehr kurzfristig gewesen“ sei. „Die Bayern haben aus sportlichen Gründen gesagt: ‚So kurz vor Ende der Transferperiode machen wir das nicht mehr‘. Ich glaube, es war eine verpasste Chance“, verrät er. Denn: PSG* bot deutlich mehr, als damals vermutet wurde.

FC Bayern ließ Jerome Boateng nicht ziehen - ein Fehler?

Als es um die Zahlen geht, wird Nerlinger konkret. Die Ablösesumme von 20 Millionen Euro geisterte damals durch die Medien - für Boateng fast ein Schnäppchenpreis. „Es war deutlich mehr, fast das Doppelte“, enthüllt Nerlinger nun. Hätte der FC Bayern 40 Millionen für den 30-jährigen Boateng eingestrichen, hätte das damals durchaus das Prädikat „guter Deal“ verdient gehabt.

Denn Boateng hatte die schwache WM 2018 hinter sich, war unter Niko Kovac nicht immer Stammspieler, war häufig verletzt und die Form schwankte. Dass er später unter Hansi Flick nochmal so aufblüht und die Champions League* gewinnt, konnte damals niemand ahnen.

FC Bayern: Boateng-Wechsel nach Paris platzte - Berater Nerlinger trauert Deal nach

„Der FC Bayern setzt dann auch manchmal Zeichen. Und das haben sie in dem Fall getan“, sagt Nerlinger, ist sich aber sicher: „Im Nachhinein wäre es nicht schlecht gewesen, wenn man diesen Transfer getätigt hätte.“ So war erst 2021 Schluss für Boateng, der nun trotzdem in Frankreich, aber eben bei Olympique Lyon gelandet ist.

Nach München musste der Ex-Nationalspieler doch wieder recht schnell - das hatte aber keine sportlichen Gründe. (epp) *tz.de ist eine Angebot von IPPEN.MEDIA

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