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Bayern-Abschied, EM nicht dabei: Boateng beschreibt seine Gefühle - und spricht plötzlich über WM im DFB-Kader

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Von: Antonio José Riether

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FC Bayern Muenchen vs. FC Augsburg
Trauriger Abschied: Jerome Boateng und Hansi Flick bei ihrem letzten Spiel für die Bayern. © Christian Kolbert/imago-images

Nach zehn Jahren beim FC Bayern München wechselte Jerome Boateng nach Lyon. Der 32-Jährige bot sich seinem Ex-Trainer Hansi Flick für die anstehende WM an.

Lyon - Vor seinem Transfer zu Olympique Lyon musste Jerome Boateng im vergangenen Sommer zwei Enttäuschungen verkraften, wie er in einem Interview mit Spox verriet. Der ehemalige Profi des FC Bayern sprach dabei offen über seinen Abschied aus München nach einer Dekade und wurde insbesondere hinsichtlich eines Comebacks in die Nationalmannschaft deutlich.

Jerome Boateng: Ex-Verteidiger des FC Bayern hat sich „Abschied anders vorgestellt“

Am 22. Mai lief Boateng nach zehn Jahren in Diensten des deutschen Rekordmeisters zum letzten Mal in der Allianz Arena auf. Bei der Partie waren angesichts der Corona-Lage lediglich 250 Zuschauer zugelassen, den Vorstellungen des 33-Jähriges wurde der Tag darum nicht gerecht. „Meinen Abschied habe ich mir anders vorgestellt, klar. Es war nicht nur für mich schade, sondern auch für David (Alaba, Anm.), Javi (Martinez) und Hansi (Flick). Nach all den Jahren und Erfolgen wünscht man sich zum Abschied eine ausverkaufte Arena“, meinte der Weltmeister von 2014.

Doch nicht nur der Abschied vom FC Bayern, sondern auch die Nichtberücksichtigung von Joachim Löw bei der Nominierung für die letzte EM trafen den Verteidiger hart. „Ich habe es selbst nicht verstanden und finde, dass ich eine Nominierung nach der Saison mit dem FC Bayern absolut verdient gehabt hätte. Ich glaube, einige haben das ähnlich gesehen“, sagt Boateng rückblickend.

Jerome Boateng: Ex-Bayern-Profi bringt sich für WM ins Gespräch - „Sollte Hansi mich anrufen, ...“

Tatsächlich hatte sich auch Hansi Flick sich über die Absenz von Boateng in Löws EM Kader gewundert, nun hat er als Bundestrainer das Zepter in der Hand und könnte seinem ehemaligen Spieler zur Rückkehr in die Nationalelf verhelfen. „Wir haben miteinander gesprochen“, bestätigt der 76-fache Ex-Nationalspieler. Boateng verwies außerdem auf seinen mangelhaften Fitnesszustand im Sommer sowie die Leistungsschwankungen seiner Lyonnais. „Ich konzentriere mich bei diesen Diskussionen auf das, was ich sportlich selbst beeinflussen kann, alles andere kommt dann von selbst, wenn es sein soll.“

Zwar liegt Boatengs letztes Länderspiel schon mehr als drei Jahre zurück, dennoch äußert er einen gewagten Wunsch. „Bei einer WM für das eigene Land zu spielen, ist für jeden Fußballer das Größte. Für mich wäre es schön, noch einmal den Adler auf der Brust zu tragen.“ Die Nominierung für die WM sei allerdings „kein Wunschkonzert“, die Verjüngung des Kaders müsse außerdem weiter vorangetrieben werden. Ein bisschen Hoffnung hat der Routinier unter Flick dennoch: „Sollte er mich anrufen und mir eine Chance geben, wäre ich aber natürlich sehr glücklich.“ (ajr)

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