„Jeder weiß, wie ich zu Jerome stehe“

Bayern-Zoff um Boateng? Aus frustriert Flick offenbar gewaltig - Jetzt folgt die französische Revolution

Jerome Boateng muss gehen. Dass der FC Bayern den doppelten Triple-Sieger nicht gehalten hat, scheint Coach Hansi Flick überhaupt nicht zu gefallen.

München - Die Zeit von Jerome Boateng beim FC Bayern neigt sich dem Ende. Das berichtet der kicker, demzufolge der Rekordmeister endgültig den Entschluss gefasst habe, den auslaufenden Vertrag des 32-Jährigen nach zehn Jahren in München nicht mehr zu verlängern. Besagter Entschluss sei bereits vom Aufsichtsrat abgesegnet und Boatengs Berater mitgeteilt worden, womit sich der Weltmeister und zweifache CL-Sieger im Sommer nach einem neuen Klub umsehen kann. Oder etwa doch nicht?

Flick schwärmt von Boateng: „Enorme Qualität“ - FCB-Entscheidung gegen den Willen vom Coach?

Als Hansi Flick am Dienstag auf die Personalie angesprochen wurde, wirkte der Cheftrainer der Münchner gar nicht amused. „Jeder weiß, wie ich zu Jerome stehe“, machte der Fußballlehrer einmal mehr deutlich. „Und jeder weiß, was für eine Qualität er hat. Er spielt eine sehr gute Saison und hat das auch vergangene Saison getan. Er ist sehr konzentriert auf seinen Job, das ist die beste Basis, damit er seine Leistung bringen kann. Für den Trainer ist es immer eine gute Sache, wenn man Spieler hat, die erfahren sind und enorme Qualität haben.“

FC Bayern: Französische Revolution nach Boateng-Aus - Drei Landsmänner und Kanadier Davies in der Defensive

Sollte Boateng gehen, kommt es in der Münchner Hintermannschaft zur französischen Revolution. In der rechten Außenverteidigung ist der Franzose Benjamin Pavard gesetzt, der gerne auch im Abwehrzentrum spielen kann und will. Dort ist ab Sommer aber sein von RB Leipzig verpflichteter Landsmann Dayot Upamecano eingeplant. Da sich auch David Alaba – im Gegensatz zu Spezl Boateng freiwillig – verabschiedet, wird seine Position in der linken Innenverteidigung (ein weiterer Alaba-Ersatz soll noch kommen) von Lucas Hernández übernommen, seines Zeichens auch französischer Weltmeister. Und links hinten? Agiert Alphonso Davies aus Kanada, wo Französisch nach Englisch immerhin Amtssprache Nummer zwei ist! Ob Schlussmann Manuel Neuer demnächst einen Französischkurs aufsuchen muss?

French Connection beim FC Bayern: Pavard will trotzdem Deutsch sprechen

Wohl kaum, schließlich ist die French Connection, zu der sich auch Bouna Sarr, Tanguy Nianzou, Corentin Tolisso und Kingsley Coman zählen, bestens integriert. Pavard: „Auf dem Feld werden auch andere Sprachen gesprochen“, meinte der 25-Jährige. „Wir sind in Deutschland, deswegen wollen wir auch Deutsch sprechen.“ Vorbildlich!

Rubriklistenbild: © Leon Kuegeler

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