Wechsel noch ein Thema?

Kritik an Ex-Bayern-Trainer, Antwort auf die Hoeneß-Attacke: Jetzt packt Jerome Boateng aus

Jerome Boateng erlebt unter Hansi Flick einen zweiten Frühling. In einem Interview verrät er seine Reaktion auf eine Hoeneß-Aussage und mögliche Transfer-Ziele.

  • Jerome Boateng stand mehrmals kurz vor dem Abschied beim FC Bayern.
  • Seit Hansi Flick da ist, läuft es für den 32-Jährigen aber wieder.
  • Er zieht ein ehrliches Fazit über seine bisherigen Trainer in München.

München - Jerome Boateng ist einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer, die es je gab. Außer der Europameisterschaft hat er alles gewonnen, was man gewinnen kann. Und trotzdem musste er sich in seiner Karriere überdurchschnittlich oft Kritik anhören. Der Ex-Nationalspieler sieht in Deutschland ein gesellschaftliches Problem - und er ist nicht der erste, der es anspricht. Hierzulande sieht man seine Helden gerne fallen.

FC Bayern: Flick verhalf Boateng zu zweitem Frühling - „Diesen Neid finde ich ganz schlimm“

„Das ist in Deutschland extrem. Diesen Neid finde ich ganz schlimm, in anderen Ländern ist das nicht so ausgeprägt“, sagte Boateng im Kicker. In der vergangenen Saison schwang er sich nach einem Leistungstief nochmal zu einem der Leistungsträger der beängstigend starken Triple-Bayern auf. Einen großen Anteil daran hatte Hansi Flick. Wohl kaum jemand hat Boateng im letzten Herbst nochmal einen solchen zweiten Frühling zugetraut - außer Flick. Er glaubte an den Weltmeister von 2014.

FC Bayern: Boateng vergleicht Flick mit Guardiola - Ancelotti „favorisierte einen anderen Spielstil“

Der Innenverteidiger verriet, wie Flick dem Team zu neuem Glanz verholfen hat. „Er ist nicht verkrampft, ihn zeichnet diese Lockerheit aus. Er kann unsere Leistungen sehr gut einschätzen und ist als Mensch einfach top. Er versteht uns, geht auf uns ein, erwartet aber auch viel“, erzählt Boateng und zieht den Vergleich zu einem Ex-Bayern-Trainer. „Die Herangehensweise ähnelt Pep Guardiola. Nach dessen Abschied 2016 sind wir von diesem Weg abgekommen“, sagt der 32-Jährige. Im nächsten Satz ist klare Kritik an Carlo Ancelotti herauszuhören. „Nichts gegen Carlo, aber er favorisierte einen ganz anderen Spielstil.“

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Zuletzt gab es immer wieder prominente Rufe nach Boatengs Rückkehr in die Nationalmannschaft. Bastian Schweinsteiger gab sich in seiner Funktion als ARD-Experte nach dem Ukraine-Spiel überraschend ehrlich - er forderte Boatengs Comeback. Boateng sagt selbst darüber: „Es war immer das Schönste, für die Nationalmannschaft zu spielen. Aber es ist wie es ist, ich habe kein Problem damit.“

FC Bayern: Boateng fand Hoeneß-Aussagen „nicht in Ordnung“

Sehr wohl ein Problem hatte er mit den Aussagen von Uli Hoeneß, der im letztes Jahr einen Wechsel ans Herz gelegt hatte. „Ich fand es damals nicht in Ordnung“, stellte er klar. Es sei für ihn jedoch Vergangenheit, er lebe im Hier und Jetzt. Einen Verbleib beim FC Bayern kann er sich „sehr gut vorstellen. Meine Kinder fühlen sich hier wohl. Mit Hansi Flick und diesem Team macht es extrem viel Spaß.“ Es gibt aber durchaus auch noch andere Dinge, die ihn reizen würden - zum Beispiel eine andere Kultur. „Ich lerne gerne Neues kennen und muss nicht immer am selben Ort sein. USA, Asien oder auch ein anderes europäisches Land, man wird sehen. Es muss aber nicht sein.“ (epp)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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