Famose Bayern im Viertelfinale

Kommentar: Jetzt kennt Pep das Mia san mia

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Pep Guardiola (r.) bejubelt den Sieg gegen Juve.

München - Der FC Bayern zieht nach einer sensationellen Aufholjagd gegen Juventus Turin ins Viertelfinale der Champions League ein. Bayern-Reporter Jose Carlos Menzel Lopez fasst die Lage beim Rekordmeister in seinem KOmmentar zusammen.

Update vom 17. März: Am Freitag kommt die Auslosung für das Viertelfinale der Champions League. Wir haben bereits zusammengefasst, wer die möglichen Gegner des FC Bayern sind und wie Sie die Auslosung live im TV und Live-Stream sehen können.

Um den größten Pott des europäischen Klubfußballs in die Höhe zu stemmen, bedarf es schon mehr als lediglich ein paar guter Spiele. Champions-League-Sieger wird man nur, wenn man leidet. Und zwar richtig. Der FC Bayern hat gestern gelitten, und mit ihm 70 000 Seelen in der Fröttmanninger Arena. Am Ende hat es sich gelohnt. Nach 90 Minuten in Rückstand und einer Aufholjagd, wie es sie in der Königsklasse nur selten gegeben hat, steht also fest: Der FC Bayern und Pep Guardiola haben das erste Finale der Saison für sich entschieden und stehen im Viertelfinale.

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Jose Carlos Menzel Lopez.

Was so eine Partie bewirken kann, hat man bereits im Triple-Jahr 2013 gesehen. Damals bezwangen die Roten unter Jupp Heynckes das übermächtige Barcelona zweimal und tankten das Selbstbewusstsein, um nach zwölf Jahren endlich wieder den begehrtesten Pokal Europas in die Vitrinen an der Säbener Straße zu stellen. Der Sieg gestern in der Allianz Arena, den die Bayern dank unbändigem Willen und Kämpfermentalität bis zur letzten Minute einfuhren, kann und wird den Münchnern jenen Antrieb geben, den sie sich 2013 aus dem Camp Nou für Wembley holten.

Das Spiel zum Nachlesen im Ticker

Es war ein beeindruckendes Bild: Schlimmer ging es kaum. 0:2. Gegen Italiener. Doch die Bayern erinnerten sich an das Mia san mia, jenen Spruch, der im Hemdkragen aller Trikots steht und den FCB zu dem Klub gemacht hat, der er heute ist. Bayern gibt nicht auf, bis zur letzten Minute nicht, und wird vom Fußballgott dann dafür belohnt.

Und dennoch: Dieses erste Finale war nur ein Schritt, nun folgt der nächste. Und die Gegner heißen dann nicht mehr Juventus Turin, sondern vielleicht schon Real Madrid oder FC Barcelona. Die spielerischen Werte, die Pep der Mannschaft eingeimpft hat, werden dann nicht mehr reichen. In diesen Spielen braucht es jenes Selbstbewusstsein, das allen Trainern zum Trotz in diesem Klub weiterlebt.

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Guardiola wird dankbar sein, denn gestern Abend hat er zum ersten Mal wirklich erlebt, was diesen Klub so speziell macht. Das Mia san mia eben. Auf spanisch: Nosotros somos nosotros.

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