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Neuer Ärger beim FC Bayern? Fans leisten Widerstand - und reichen sogar offiziellen Antrag ein

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Von: Alexander Kaindl

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Nach zwei Jahren ist es wieder so weit: Im November 2021 gibt es beim FC Bayern München wieder eine Jahreshauptversammlung. Ein Thema dabei: Katar.

München - Sportlich läuft es beim FC Bayern München aktuell ausgesprochen gut. In der Bundesliga und in der Champions League ist man nicht zu stoppen, die Mannschaft rund um Super-Knipser Robert Lewandowski zaubert eine Fabel-Vorstellung nach der anderen auf den Rasen.

Zuletzt konnten die Bayern sogar ihren Cheftrainer Julian Nagelsmann entbehren, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte und sich deshalb in häusliche Isolation begeben musste. Für den findigen Coach kein Problem - er gab einfach via Funk durch, welche Änderungen er sich im Spiel seiner Elf wünscht.

FC Bayern in Bestform: Auf der Jahreshauptversammlung könnte es dennoch ungemütlich werden

Assistent Dino Toppmöller, der in den beiden Spielen gegen Benfica und Hoffenheim einen absolut ruhigen und souveränen Eindruck als Nagelsmann-Vertreter hinterließ, setzte die Ideen des Bosses um. So gab es zwei starke 4:0-Siege.

Die Bayern-Fans freuen sich natürlich ob der sportlichen Glanzleistungen. Dennoch gibt es Themen rund um den Rekordmeister, die für Aufregung sorgen. Ein Beispiel: Der Sponsoring-Deal mit Qatar Airways. Selbiger wird bei der Jahreshauptversammlung am 25. November ein Thema werden. Eine breitere Front der Fans spricht sich nun nämlich ganz offiziell gegen diese Vereinbarung aus. Über einen Antrag, der am Freitag beim Verein einging, sollen derartige Geschäfte künftig ausgeschlossen werden.

Jahreshauptversammlung des FC Bayern München: Katar-Sponsoring wird ein Thema

„Wir wollen präventive Maßnahmen ergreifen, um einen neuen Abschluss zu verhindern“, sagte Initiator Michael Ott dem SID. Katar, WM-Gastgeber 2022, stehe für massive Menschenrechtsverletzungen, zudem gebe es schwere Vorwürfe von Korruption im Sport, hieß es in einer Mitteilung der kritischen Anhänger. Der FC Bayern helfe mit der Zusammenarbeit mit einem Staatsunternehmen aktiv dabei, „von den Missständen abzulenken“ und „ein modernes, weltoffenes Bild von dem Land zu verbreiten“.

Unangetastet bleiben sollten nach dem Willen der Initiatoren, unter denen einige in der Fanszene bekannte Gesichter sind, die jährlichen Trainingslager in dem Golfstaat. Diese böten „zumindest theoretisch die Möglichkeit zur kritischen Kommunikation - wenn man sie denn wahrnehme“, hieß es. Der FC Bayern hat sein Engagement im Wüstenstaat vielfach verteidigt. Nur über einen Dialog mit den Machthabern vor Ort könnten Veränderungen erzielt werden, hieß es stets.

Für Zündstoff auf der Bayern-JHV dürfte also gesorgt sein, es werden lebhafte Diskussionen zu diesem Thema erwartet. Und es wäre ja auch nicht das erste Mal, dass es auf der Jahreshauptversammlung zur Sache geht. Unvergessen ist beispielsweise die Brandrede von Johannes Bachmayr gegen Uli Hoeneß. Gut möglich, dass es am 25. November ähnlich emotional wird, wenn es um das Katar-Sponsoring geht. (akl/sid)

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