Irre Aussagen im Interview

Weiß Brazzo schon davon? Erstliga-Profi bringt sich ins Gespräch - „Werde in Zukunft bei Bayern spielen“

Celta Vigos Joseph Aidoo (l.) im Zweikampf mit Barelona-Talent Ansu Fati.
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Celta Vigos Joseph Aidoo (l.) im Zweikampf mit Barelona-Talent Ansu Fati.

Ein Profi aus der spanischen Liga will zum FC Bayern, wie er in einem Interview offenlegte. Doch ist sein Wunsch-Transfer an die Isar überhaupt realistisch?

München - Der FC Bayern beschäftigt eine Menge Scouts, die in sämtlichen Altersklassen nach den vielversprechendsten Talenten suchen. Ginge es nach dem ghanaischen Verteidiger Joseph Aidoo, bräuchte es diese wohl nicht mehr, denn der La-Liga-Profi sieht seine Zukunft beim Rekordmeister - auch ohne eine konkrete Anfrage aus München.

FC Bayern: Spanien-Profi rechnet mit Bayern-Transfer - „Denke, dass ich in Zukunft bei Bayern spielen werde“

Kürzlich gab der Innenverteidiger des spanischen Erstligisten Celta Vigo JoySports ein Interview, in dem er sich offen und überraschend konkret über seine Ziele als Profi äußerte. „Ich sehe Samuel Kuffour als meinen Mentor an, denn ich denke, dass ich in der Zukunft bei Bayern München spielen werde und auch er war dort“, kündigte Aidoo gegenüber dem ghanaischen Sender selbstbewusst an. „Darum habe ich ihn immer bewundert. Das ist der Verein, der mein Herz erobert hat, als ich klein war“, fügt er hinzu.

Mit 19 Jahren schaffte Aidoo den Sprung aus seiner Heimat-Liga vom Inter Allies FC zum schwedischen Traditionsklub Hammarby, im Sommer 2017 holte ihn der KRC Genk für 1,25 Millionen Euro. Mit den Belgiern gewann er in der Saison 2018/19 sogar überraschend die Meisterschaft. Der 25-Jährige kostete seinen aktuellen Klub Celta Vigo bei seinem Wechsel 2019 satte acht Millionen Euro, trotzdem spielt er in dieser Saison nur unregelmäßig.

FC Bayern: Münchner Legende Kuffour als Vorbild - ein Aidoo-Transfer wäre mit Ablöse verbunden

Sammy Kuffour ist in Ghana und beim FC Bayern eine Legende, insgesamt bestritt er insgesamt 277 Pflichtspiele für die Münchner und gewann neben sechs Meistertiteln die Champions League sowie den Weltpokal. Im Gegensatz zu Kuffour, der als junger Teenager 1993 aus der Jugend des FC Turin an die Isar wechselte, wurde Aidoo nicht so früh von einem derart großen Verein entdeckt.

Ob es für den großen Sprung zu einem europäischen Top-Team reicht, ist angesichts seiner Einsatzzeiten in Spanien zu bezweifeln. Auch der bis 2024 gültige Vertrag bei den Galiciern macht einen Wechsel in näherer Zukunft nicht realistischer, da in diesem Fall eine mittelgroße Ablöse für den achtmaligen Nationalspieler Ghanas fließen müsste. Doch wer weiß, vielleicht sehen wir Aidoo eines Tages ja doch auf der einstigen Kuffour-Position. (ajr)

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