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Olympia-Bronze-Gewinner hatte selbst Corona und warnt Kimmich: „Eigenes Verschulden, muss Konsequenzen tragen“

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Joshua Kimmich auf dem Platz.
Joshua Kimmich kann erst wieder im neuen Jahr spielen. © EIBNER/Michael Memmler/dpa

Weltklasse-Ringer Frank Stäbler warnt Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich nach dessen Corona-Infektion vor einer schwierigen Rückkehr.

Berlin - „Es wird ein steiniger Weg zum Comeback. Ich weiß natürlich nicht, wie stark es ihn getroffen hat, aber zumindest wenn er nur ein bisschen etwas abbekommen hat. Denn wir reden von der Weltspitze“, sagte der dreimalige Weltmeister bei t-online.de. Da gäben wenige Prozentpunkte den Ausschlag.

Bayern-Profi Joshua Kimmich fällt sicher bis Jahresende aus. Er war ungeimpft und hatte sich vor mehr als zwei Wochen mit Corona infiziert. Wegen leichten Infiltrationen in der Lunge kann er aktuell noch nicht voll trainieren. Unter einer leichten Infiltration der Lunge versteht der Intensivmediziner, dass die Bronchien oder die Lungenbläschen von dem Virus betroffen seien, aber die Einschränkungen der Lungenfunktion eher geringer ausfallen.

FC Bayern: Mögliche Long-Covid-Folgen für Kimmich?

Stäbler hatte sich im Herbst 2020 infiziert und litt unter massiven gesundheitlichen Problemen. Nur mit viel Willenskraft schaffte es der Gold-Favorit doch noch zu den Olympischen Spielen in Tokio und holte sensationell Bronze - obwohl Fachleute seine Olympia-Teilnahme schon fast ausgeschlossen hatten.

Video: Kimmich mit Lungenproblemen

Ärzten zufolge könnten Kimmichs Lungenprobleme im ungünstigen Fall lange anhalten. „Joshua Kimmich hat jetzt etwas, was er noch nie hatte. Und das ist sehr schwierig einzuschätzen, weil medizinische Langzeitstudien fehlen“, sagte Stäbler mit Blick auf mögliche Long-Covid-Folgen.

FC Bayern: Ringer Frank Stäbler rät Kimmich zur Vorsicht

Bei Stäbler kamen nach einem wenig dramatischen Krankheitsverlauf erst später die massiven Folgen zum Vorschein. Er verlor 20 Prozent seines Leistungsvermögens. „Ich habe mich über viele Woche im Training wieder ganz langsam rangetastet - und sofort aufgehört, wenn es nicht mehr ging“, sagte Stäbler.

Frank Stäbler
Der Deutsche Frank Stäbler jubelt nach seinem Sieg. © Swen Pförtner/dpa/Archivbild

Er rät auch Kimmich zur Vorsicht. „Joshua bewegt sich in der absoluten Weltspitze. Da will man immer der Beste sein und gucken, wo das Limit liegt. Aber in diesem Fall gilt: Viel hilft nicht viel. Man braucht einfach eine Menge Geduld.“ Dass Kimmich seinem Arbeitgeber nun fehlt, sei „eigenes Verschulden, und mit den Konsequenzen muss er jetzt zurechtkommen“. (dpa)

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