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Kimmich nicht geimpft: Rummenigge-Worte lassen aufhorchen - Lauterbach bietet persönliches Gespräch an

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Joshua Kimmich ist nicht gegen das Coronavirus geimpft - das sorgt für Aufregung. Ex-FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat eine klare Meinung.

Update vom 24. Oktober, 22.42 Uhr: Auch Stefan Effenberg setzt sich mit Joshua Kimmichs Bedenken vor einer Covid-19-Impfung auseinander. In seiner Sport1-Kolumne betont der Ex-Profi zwar, die Entscheidung sei „sein gutes Recht, es ist seine freie Entscheidung“, allerdings rechnet er damit, „dass er kurzfristig die Impfung machen wird. Es wäre fatal für Kimmich, wenn er nämlich mal ausfallen würde für die Bayern. Das sollte sich Kimmich gut überlegen.“

Effenberg kommt auch auf die „große Vorbildfunktion“ des Bayern-Stars zu sprechen und nimmt zudem den Verein in die Pflicht: „Ich hoffe, dass die Bayern-Bosse jetzt auf Kimmich Einfluss nehmen können. Kimmich muss überlegen, dass er ja auch in die Kabine geht, wenn er sagt, er übe seinen Job an der frischen Luft aus.“ Zumindest gehe der einstige Spielmacher davon aus, „dass er sich nun intensiv Gedanken macht“.

Update vom 24. Oktober, 18.29 Uhr: Nicht nur Joshua Kimmich soll beim FC Bayern ungeimpft sein. Bei Bayer Leverkusen sieht die Lage anders aus. Das verdeutlichte Sportdirektor Simon Rolfes am Rande des Ligaspiels beim 1. FC Köln (2:2) im Interview mit DAZN: „Bei uns sind alle geimpft oder genesen, 2G in der Mannschaft und im Staff. So behandeln wir das auch bei den Fans.“ Der Ex-Profi strich dabei die Vorbildfunktion heraus: „Es ist wichtig für die Solidarität in der Gesellschaft, dass Spieler vorangehen, deshalb haben wir viel mit den Spielern gesprochen und sie überzeugen können.“

Update vom 24. Oktober, 17.32 Uhr: Joshua Kimmich ruft mit seinem Geständnis, sich wegen fehlender Langzeitstudien noch nicht geimpft zu haben, auch Experten auf den Plan. „Es ist wichtig zu sehen, was in Kimmich vorgeht. Es ist gut, dass er überhaupt darüber nachdenkt“, betonte etwa der Physiker Dirk Brockmann vom Institut für Biologie der Humboldt-Universität Berlin.

Gute Nachrichten gibt es von Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der erklärte: „Nebenwirkungen einer Impfung treten immer innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auf. Dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten.“ Brockmann gibt zu bedenken, dass relativ gut untersucht sei, was nach einer Impfung geschehe. Dagegen sei bezüglich der Langzeitwirkungen nach einer Infektion noch vieles unverstanden.

Kimmich noch nicht geimpft: Lauterbach kann sich persönliches Gespräch „jederzeit“ vorstellen

Update vom 24. Oktober 2021, 14.43 Uhr: Corona-Experte Karl Lauterbach hat sich zum Fall Kimmich geäußert (siehe Update von 11.21 Uhr) und bietet Kimmich bei Merkur.de sogar ein persönliches Gespräch an: „Wenn er das möchte, würde ich ihm direkt ein solches anbieten. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es mehr Grund zur Sorge vor Langzeitschäden bei einer Infektion mit Corona als durch eine Impfung. Ich denke, ich kenne mich mit Langfristwirkungen beim Impfen gut aus. Ich bin selbst Impfarzt und habe viele dieser Gespräche geführt. Auch mit Sportlern. Von mir aus also jederzeit.“

Update vom 24. Oktober 2021, 12.16 Uhr: Hofft Joshua Kimmich auf einen bestimmten Impfstoff? Laut dem Bild-Format „Insider“ ist dies der Fall. Demnach hegt der DFB-Star die Hoffnung, sich bald mit einem Totimpfstoff impfen zu lassen. Im Gegensatz zu den bekannten mRNA-Impfstoffen wie Moderna und Biontech oder Vektor-Impfstoffen wie Johnson & Johnson und Astrazeneca sind bei Totimpfstoffen die enthaltenen Krankheitserreger bereits abgetötet. Nebenwirkungen sollen seltener sein.

Kimmichs Problem: Die Zulassung, beispielsweise bei der österreich-französischen Firma Valneva, soll erst im Frühjahr 2022 erfolgen.

Kimmich noch nicht geimpft: Lauterbach erinnert an Engagement des Bayern-Stars gegen Corona

Update vom 24. Oktober 2021, 11.21 Uhr: Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich im „Stahlwerk Doppelpass“ bei Sport1 zu Joshua Kimmich: Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich im „Stahlwerk Doppelpass“ bei Sport1 zu Joshua Kimmich: „Ich schätze ihn sehr, obwohl ich kein Bayern-Fan bin.“ Die Diskussion um Kimmich habe ihm von daher „ein bisschen leid getan“. Lauterbach sprach von einem „unglücklichen Verlauf.“

Lauterbach: „Er engagiert sich für Corona, auch mit persönlichem Vermögen. Beeindruckend. Von daher war es überraschend für mich, dass er nicht geimpft ist. Wir sind alle davon ausgegangen. Nun will er Langzeitstudien abwarten. Das ist natürlich schwierig.“

Lauterbach weiter: „Die Topspieler sind Vorbilder für junge Leute. Am besten wäre, dass die Impfung noch käme, und dass man keine großen Druck aufbaut. Wir haben keine Impfpflicht, also ist es seine Entscheidung. Es wäre aber eine enorme Symbolwirkung.“

Zu einer möglichen Impfpflicht sagte Lauterbach: „Ein großer Teil der Menschen, die sich noch nicht impfen haben lassen, lehnen diese kategorisch ab. Wir wollen keinen großen Widerstand ins Leben rufen, daher macht eine Impfpflicht keinen Sinn.“

Kimmich noch nicht geimpft: Rummenigge-Worte lassen aufhorchen

Erstmeldung vom 24. Oktober, 10.22 Uhr: München - Ungeimpfte Bundesliga-Profis - seit dem Eingeständnis von FC-Bayern-Star Joshua Kimmich, dass er sich bisher nicht hat gegen das Coronavirus impfen lassen, gibt es eine große Diskussion, ob das vertretbar ist. Nun hat sich Ex-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge zum Fall Kimmich geäußert.

„Natürlich kam das überraschend, dass er nicht geimpft ist“, sagte Rummenigge bei Bild live.

Er wünscht sich einen geimpften Joshua Kimmich (l.): Bayerns Ex-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.
Er wünscht sich einen geimpften Joshua Kimmich (l.): Bayerns Ex-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. © Alexander Hassenstein / imago

Rummenigge über Kimmich: „Bin überzeugt, dass er sich möglicherweise zeitnah impfen lässt“

Rummenigge weiter: „Er ist vielleicht DER Spieler der Bundesliga, der in vielen Dingen eine Vorbildfunktion hat. Ich kenne ihn als tollen Menschen, das zeigt auch seine ‚We kick Corona‘-Initiative. Das hat jetzt zu einer Diskussion geführt. Ich habe im Februar dieses Jahres angeregt, dass es klug wäre, Fußballer früh zu impfen – als Vorbild für alle anderen. Ich bin fürchterlich kritisiert worden. Jetzt hat es sich etwas gedreht.“

Für Rummenigge handele Kimmich „sehr verantwortungsvoll. Er möchte für sich erstmal Dinge wie die Langzeitwirkung abwarten und er wird jeden zweiten Tag getestet.“

Trotzdem gibt Rummenigge eine klare Empfehlung ab: „Als Vorbild wäre es trotzdem besser, er wäre geimpft.“

Der Ex-Stürmer denkt auch, dass dies bald geschehen könnte: „Ich bin überzeugt, dass er sich möglicherweise zeitnah impfen lässt. Er ist ein total verantwortungsbewusster Mensch und Spieler. Wir können sehr froh sein, dass er Teil dieser beiden Mannschaften in unserem Land (FC Bayern und Deutsche Nationalmannschaft, d. Red.) ist.“

Impfpflicht für Bundesliga-Profis? Rummenigge ist skeptisch

Über eine mögliche Impfpflicht für Bundesligaspieler sagt Rummenigge: „Die Impflicht liegt ja nicht beim Fußball, sondern bei der Politik. Durch den Fakt, dass bei Bayern der ein oder andere nicht geimpft ist, haben wir jetzt eine Diskussion. Das sollte aber nicht über den Fußball eingeführt werden.“

Kann der FC Bayern vielleicht eingreifen und Spieler wie Kimmich zur Impfung verpflichten? Rummenigge ist auch hier skeptisch: „Ich glaube grundsätzlich, dass der FC Bayern darauf aufmerksam gemacht hat. Aber es nützt ja nichts, wenn Spieler Bedenken haben. Da drehen wir uns im Kreis. Ich habe mich zweimal impfen lassen, weil ich auch ins Restaurant oder ins Stadion möchte, ohne mich testen zu lassen.“ (cg)

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