Hansi Flick lobt Nationalspieler

Mentalitätsmonster des FC Bayern: Nur der eigene Nachwuchs hält Joshua Kimmich auf

Joshua Kimmich streckt die Hände jubelnd in die Luft, rechts neben ihm steht Jerome Boateng.
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Joshua Kimmich (li.) jubelt nach dem Bayern-Sieg in Salzburg.

Kaum Sommerpause, keine Auszeiten - trotzdem marschiert Joshua Kimmich beim FC Bayern vorweg. Am Samstag trifft er auf seinen Lieblingsgegner Borussia Dortmund.

  • Antreiber Joshua Kimmich führt den FC Bayern mit zwei Assists in Salzburg zum Sieg.
  • Hansi Flick würde dem Mittelfeldmann gerne eine Pause gönnen - aber die Zeit fehlt.
  • Am Samstag trifft Kimmich mit dem FC Bayern auf Borussia Dortmund (hier geht‘s zum Live-Ticker). Die letzten beiden Begegnungen entschied der 25-Jährige mit seinen Toren.

München - Er läuft. Und läuft. Und läuft. Die Rede ist von Joshua Kimmich. Der Mittelfeldantreiber des FC Bayern schwang sich in Salzburg in den entscheidenden Minuten mal wieder zum heimlichen Helden auf. Erst servierte er Jerome Boateng das 3:2 per Eckball, dann assistierte er Leroy Sané beim vierten Münchner Treffer. Kimmich spielte mal wieder volle 90 Minuten. Dabei würde Hansi Flick seinem Mittelfeld-Chef gerne mal eine Pause genehmigen, aber meist werden diese Pläne torpediert. Und so gilt: Das Mentalitätsmonster spielt immer!

FC Bayern: Hansi Flick schwärmt von Antreiber Joshua Kimmich

„Joshua ist immer im Spiel, gibt nie auf und treibt immer wieder an“, meinte Flick nach dem Sieg in Salzburg. „Seine Pässe und Standards haben eine enorm hohe Qualität, deswegen spielt er beim FC Bayern.“ Kimmich sei ein „absoluter Profi“, ein echtes „Mentalitätsmonster“. Obwohl es für die bayerischen Triple-Helden kaum eine Sommerpause gab, stellen sich beim 25-Jährigen kaum Ermüdungserscheinungen ein. In den bisherigen zwölf Pflichtspielen ging er neun Mal über die volle Distanz, traf drei Mal und bereitete sieben Tore vor. Nur im Pokal gegen Düren wurde er geschont. Das Spiel in Bielefeld verpasste Kimmich zudem, weil Freundin Lina ein Kind erwartete.

Da muss man mit seinem Ärger leben, weil er immer spielen will.

Hansi Flick über mögliche Pausen für Joshua Kimmich

Flick hatte ihm damals nahegelegt, doch in München zu bleiben. Einerseits weil er ihm die hautnahe Vaterfreude ermöglichen wollte, vielleicht aber auch, um seinem Nimmermüden so ganz clever eine Fußball-Auszeit zu verschaffen. Der Münchner Coach weiß: „Da muss man mit seinem Ärger leben, weil er immer spielen will.“

FC Bayern: Leon Goretzka torpediert wohl Hansi Flicks Pläne

Womöglich hätte Kimmich sogar in Salzburg ein Bankplatz gedroht, Leon Goretzka aber fiel mit Wadenproblemen aus - und sein Nationalmannschaftskollege durfte wieder ran. Am Samstag gegen Borussia Dortmund wird Kimmich keinesfalls pausieren. Zum einen, weil er im Top-Duell unverzichtbar ist. Zum anderen, weil er gegen die Schwarzgelben besonders gerne vorangeht.

Im Mai entschied Kimmich das Spiel beim BVB mit einem traumhaften Lupfer zugunsten seines Teams, schoss den Rekordmeister damit in Richtung des achten Titels in Serie. Ende September, als es in München um den deutschen Supercup ging, schwang sich der Mittelfeldmann wieder zum Entscheider auf. Im Fallen beförderte er das Leder mit der Hacke über BVB-Keeper Marwin Hitz hinweg, markierte so den 3:2-Siegtreffer.

Borussia Dortmund: Hans-Joachim Watzke schwärmt von Joshua Kimmich

Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke sagte in der Sport Bild über Kimmich: „Der nervt mich zwar immer, weil er so gut ist und auch gegen uns trifft. Aber so wie er das macht, das ist schon krass, eine wahnsinnige Entwicklung. Der imponiert mir.“

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