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Effenberg fordert Spielverbot für ungeimpfte FCB-Spieler: „Da packst du sie viel mehr als mit Gehaltsausfall“

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Stefan Effenberg glaubt, dass es im Fall Kimmich drastischere Maßnahmen braucht.
Stefan Effenberg glaubt, dass es im Fall Kimmich drastischere Maßnahmen braucht. © Revierfoto/imago-images

Gehaltseinbußen für Joshua Kimmich - ob ihn das umstimmt? Stefan Effenberg schlägt eine andere Maßnahme für den ungeimpften Bayern-Profi vor.

München - Das Corona-Chaos beim FC Bayern - es ist das dominierende Thema in der Bundesliga. Erste Maßnahmen umfassen wohl Gehaltseinbußen für die ungeimpften Quarantäne-Profis Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance. Doch manch einem geht das nicht weit genug - so auch Stefan Effenberg.

„Die Gehaltskürzung ist die erste Konsequenz, doch was kommt danach? Sie könnten auch vom Trainings- und Spielbetrieb gestrichen werden“, überlegte Effenberg beim Sport1 „Doppelpass“.

Stefan Effenberg: „Spieler, die nicht geimpft sind, müssen mit allen Konsequenzen leben“

Der „Tiger“ kann sich als Ex-Fußballer in die Profis hineinversetzen, und würde anders vorgehen als mit Gehaltskürzungen: „Du kannst die Spieler eher packen, wenn du sie vom Trainings- oder Spielbetrieb ausschließt. Da packst du sie viel mehr als mit Gehaltsausfall.“ Ein Spielverbot für Ungeimpfte steht im Raum: Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich darauf geeinigt, 2G auch für Profisportler anwenden und prüfen zu wollen.

Effenberg erwarte mehr vom FC Bayern, auch in der Kommunikation: „Die Bayern müssen sich äußern, wie sie jetzt mit ungeimpften Spielern umgehen. Das ist wichtig, dass man dieses Zeichen als einer der bekanntesten Vereine auf der Welt setzt.“ Effenberg weiter: „Es ist ja nicht nur Kimmich, wir beziehen uns zu sehr auf ihn. Die Spieler, die nicht geimpft sind, müssen mit allen Konsequenzen leben.“

Ex-1860-Profi und Ex-Köln-Sportdirektor Horst Heldt äußerte sich ähnlich zu Kimmich: „Wenn er es nicht macht, dann muss er mit den Konsequenzen rechnen. Das hat er zu akzeptieren. Es ist schade, wenn man seinen Beruf nicht ausüben kann.“

Horst Heldt über Kimmich: „Ich glaube, dass Joshua im Dilemma ist“

Heldt weiter: „Ich glaube, dass Joshua im Dilemma ist. Ich bin mir sicher, dass es schon genug Gespräche ums Impfen gegeben hat.“ Er sagte in Richtung Kimmich: „Ich glaube, dass jeder, der in der Öffentlichkeit steht, seiner Verantwortung gerecht werden sollte und sich impfen lassen sollten. Wir haben eine schlechte Impfquote und viele könnten sich an Joshua ein Beispiel nehmen.“

Für einen Rechtsexperten ist Kimmich „ein Arbeitnehmer wie alle anderen auch.“ Christoph Schickhardt, Rechtsanwalt und Spezialist für Sportrecht, sagte: „Es gibt zwei Fälle zu unterscheiden: Wenn ich Covid-19 habe, dann bin ich krank. Dann bekomme ich Lohnfortzahlung. Wenn ich aber in Quarantäne komme, da ich nicht geimpft bin, dann kann ich auch nicht arbeiten. Dann bekomme ich aber kein Geld, weil ich nicht krank bin. Das gilt für jeden Arbeitnehmer.“

Rechtsexperte: „Man kann nicht sagen: Jetzt schmeißt die mal raus“

Allerdings seien weitere Schritte für die Bayern nicht so einfach, so der Anwalt: „Sie können nicht einfach sagen, dass die Spieler nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen dürfen - das ist nicht rechtens. Man kann nicht sagen: Jetzt schmeißt die mal raus.“(cg)

Gehaltskürzung für ungeimpfte Bayern-Profis? Für Karl-Heinz Rummenigge ein nachvollziehbarer Schritt. Er spricht von einem „Zeichen“.

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