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FC Bayern und 1860 machen gemeinsame Sache! Kimmich: „In solchen Momenten gibt es keine Erzrivalen“

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Von: Alexander Kaindl

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FC Bayern oder TSV 1860? Die Glaubensfrage im Münchner Fußball spielte bei einer Aktion von Joshua Kimmich und Michael Köllner keine Rolle.
FC Bayern oder TSV 1860? Die Glaubensfrage im Münchner Fußball spielte bei einer Aktion von Joshua Kimmich und Michael Köllner keine Rolle. © Lackovic / Imago

Rot oder blau? In München nimmt man die Antwort auf diese Frage sehr ernst. Nun sah man Beteiligte des FC Bayern und des TSV 1860 aber einträchtig zusammenstehen.

München - Die großen Duelle sind schon lange her. Der FC Bayern München und der TSV 1860 München standen sich vor einer gefühlten Ewigkeit zuletzt gegenüber. In den Neunzigern und frühen Nuller-Jahren traf man noch in der Bundesliga aufeinander, die Löwen konnten den großen Rivalen sogar das eine oder andere Mal ärgern - damals noch im altehrwürdigen Olympiastadion.

2004 folgte der blaue Absturz in die 2. Liga, danach traf man sich bis heute nur noch ein einziges Mal in einem offiziellen Wettbewerb: 2008, DFB-Pokal-Viertelfinale. Franck Ribéry verwandelte in der letzten Minute der Verlängerung einen Foulelfmeter zum entscheidenden 1:0.

FC Bayern und TSV 1860 machen gemeinsame Sache! Kimmich und Köllner besuchen kranke Kinder

Die alte Rivalität besteht natürlich weiterhin, auch wenn man sich auf dem Platz nicht mehr begegnet. Und ein kleines Derby gab es in der jüngeren Vergangenheit ja doch noch: Nämlich dann, wenn die Löwen auf die zweite Mannschaft des Rekordmeisters trafen.

Nun gab es aber eine Begegnung außerhalb des Stadions, bei der Beteiligte des FC Bayern und des TSV 1860 gemeinsame Sache machten: Joshua Kimmich und Michael Köllner besuchten im Rahmen des Projektes „Wie man Riesen bekämpft“ das Kinder-Palliativ-Zentrum und die Herzstation des Klinikums Großhadern sowie die Haunersche Kinderklinik.

Der Bayern-Star und der Löwen-Trainer trafen dabei Kinder, die an einer Krebserkrankung leiden. Die Münchner Fußball-Prominenz hörte zu, ging in den Austausch, sprach Mut zu, verteilte Geschenke, posierte für Fotos. Eine großartige und emotionale Aktion - und zwar für beide Seiten.

Kimmich und Köllner unterstützen Mutmach-Projekt „Wie man Riesen bekämpft“

„Es sind Tränen geflossen“, sagte Köllner laut bild.de. „Ich weiß gar nicht, wer da wem mehr Mut gemacht hat. Ich den Kindern oder sie uns? Es ist bemerkenswert, wie sie ihr Schicksal annehmen und kämpfen.“ Kimmich und Köllner konnten die Kinder bei ihren Besuchen zumindest eine kurze Zeit vom traurigen Alltag ablenken. Für den Mittelfeld-Motor ist sonnenklar: „In solchen Momenten gibt es keine Erzrivalen.“

Auch sein einstiger Bayern-Kollege David Alaba hatte sich für das Projekt engagiert. Initiator der Aktion ist David Kadel. Der Tausendsassa ist im Fußball-Business und Unternehmens-Coaching verwurzelt, außerdem ist er ein erfolgreicher Autor. Eines seiner Werke ist eben auch „Wie man Riesen bekämpft“. Darin enthalten sind Mutmach-Geschichten von bekannten Persönlichkeiten wie Heiko Herrlich, Matthias Ginter oder Samuel Koch. Passend dazu gibt es inzwischen eine Event-Reihe mit Prominenten unterschiedlichsten Ursprungs. Ihr Ziel ist es, benachteiligte Menschen zu ermutigen - so wie es nun auch Kimmich und Köllner gemacht haben.

Der Besuch in München war laut Kadel nur eines von vielen Projekten, die aktuell auf der Tagesordnung stehen. „Vergangene Woche waren wir mit zwei VfB-Spielern in Stuttgart, nächste Woche geht es mit zwei Eintracht-Kickern nach Frankfurt“, kündigte Kadel laut SZ an. (akl)

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