„Die Hardware hat Josh, er braucht aber auch den Kopf“

Ansage an Zirkzee: Mehr Gier und Siegermentalität

Joshua Zirkzee kommt in fünf Bundesliga-Spielen bisher auf drei Treffer.
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Joshua Zirkzee kommt in fünf Bundesliga-Spielen bisher auf drei Treffer.

Joshua Zirkzee war bis zur Coronapause eine positive Überraschung im Kader des FC Bayern. Der 18-Jährige hat aber noch Defizite und erhält eine klare Ansage. 

  • Jochen Sauer sieht bei Nachwuchsstürmer Joshua Zirkzee noch viel Luft nach oben. 
  • Der Chef der Münchner Nachwuchsabteilung fordert vom 18-Jährigen mehr Gier und Siegermentalität.
  • Von den sportlichen Fähigkeiten des Stürmers ist der 47-Jährige überzeugt. 

München - Es muss kein schlechtes Zeichen sein, wenn ein junger Spieler des FC Bayern von seinen Vorgesetzten ermahnt wird. WM-Held Bastian Schweinsteiger soll ja in seinen jungen, wilden Jahren eine Art Aufpasser zur Seite gestellt bekommen haben, nachdem er in einer Nacht- und Nebelaktion im Whirlpool auf dem Gelände des FC Bayern erwischt wurde.

Joshua Zirkzee: Jochen Sauer fordert Siegermentalität

So weit ist es bei Joshua Zirkzee noch nicht. Der junge Niederländer neigt aber offenbar zum Schlendrian. „Joshua ist manchmal ein Typ, der nur so hoch springt, wie er gerade muss“, sagt NLZ-Leiter Jochen Sauer im kicker. Offenbar fehlt dem Youngster noch das sogenannte Bayern-Gen. „Von Zeit zu Zeit muss man ihn aus der Komfortzone holen. Die Hardware hat Josh, er braucht aber auch den Kopf und die Siegermentalität.“

Diese und weitere Aussagen sollte der 18-Jährige als vorsichtige Warnung verstehen, denn der Chef der Nachwuchsabteilung macht noch weitere Mängel aus: „Diese Gier und den Willen mitzuarbeiten und das Tor zu erzwingen, muss er sich noch besser aneignen“, fordert der 47-Jährige.

„Sein Abschluss mit rechts und links ist phänomenal“

Zirkzee hat sich in wenigen Wochen beim Rekordmeister in den Fokus gespielt. Zwei wichtige Tore vor Weihnachten als Joker gegen Freiburg und Wolfsburg und insgesamt drei Treffer in fünf Bundesliga-Spielen bis zur Corona-Pause weckten bei den Fans Hoffnungen. Auch in der zweiten Mannschaft stellte er mit zwei Treffern im neuen Jahr seine Treffsicherheit unter Beweis.

„Sein Abschluss mit rechts und links ist phänomenal, wie er die Bälle mit Schärfe und Präzision aufs Tor bringt. Im Strafraum verliert er selten die Ruhe“, schwärmt Sauer von den Fähigkeiten des Sturmjuwels. Auch sein Kombinationsspiel und das Passspiel sei beachtlich. Der ehemalige Co-Trainer Peter Hermann hat im vergangenen Jahr mit dem jungen Niederländer zusammengearbeitet. „Das Toreschießen beherrscht er, vor dem Tor ist er direkt da", lobt auch der 68-Jährige. „Er hat eine gute Positionstechnik, lässt den Ball gut klatschen und kann die Bälle verarbeiten."

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