„Es ist wichtig, dass ich spiele“

Bayern-Star forciert Wechsel im Winter - und wird konkret: „Könnte eine Option sein“

David Alaba (l.) und Joshua Zirkzee im Training des FC Bayern.
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David Alaba (l.) und Joshua Zirkzee: Stehen beide Bayern-Stars bald nicht mehr für die Münchner auf dem Platz?

Transferplanungen beim FC Bayern: Während David Alaba und Jerome Boateng den Verein wohl endgültig verlassen, steht bei Joshua Zirkzee eine Leihe im Raum.

Update vom 17. November, 12.40 Uhr: Es sieht immer mehr danach aus, dass Joshua Zirkzee den FC Bayern im Winter verlässt. Der Verein strebt eine Leihe an, nun hat sich auch der Stürmer selbst dazu geäußert.

Gegenüber der holländischen Tageszeitung Algemeen Dagblad betonte Zirkzee: „Es ist wichtig, dass ich komplette Partien spiele. Wenn ich während der Winterpause per Leihe wechseln kann, könnte das vielleicht eine Option sein“. Nach dem geplatzten Wechsel zum 1. FC Köln könnte es im Winter einen erneuten Anlauf geben. Aktuell ist Zirkzee nur Stürmer Nummer drei beim FC Bayern, seine Chance auf Einsatzzeiten ist gering.

Die verbleibende Zeit bis zur Winterpause will der Niederländer nutzen, um von Robert Lewandowski zu lernen. „Er ist der beste, den es im Moment gibt. Er ist in allen Bereichen ausgezeichnet“, sagte Zirkzee über seinen Teamkollegen. „Ich versuche, so viel wie möglich von Lewandowski mitzunehmen und das mit meinem eigenen Spiel zu kombinieren.“

FC Bayern: Zirkzee nur Stürmer Nummer drei - Abgang im Winter?

Erstmeldung vom 12. November: München - Bayern-Coach Hansi Flick kann sich nach den Verletzungen von Alphonso Davies und Joshua Kimmich glücklich schätzen, für jede Position einen geeigneten Backup zu haben. Bei einer bestimmten Position muss sich der Triple-Trainer jedoch keinerlei Sorgen machen: im Sturmzentrum.

Hinter dem wohl besten Stürmer der Welt, Robert Lewandowski, lauert mit Eric Maxim Choupo-Moting ein letztjähriger Champions-League-Finalist auf Einsätze. Und selbst für den Backup gibt es einen weiteren Ersatz.

FC Bayern: Wechselt Offensiv-Talent Zirkzee im zweiten Anlauf? „War der falsche Zeitpunkt“

Das Problem an der luxuriösen Situation ist jedoch, dass es sich bei Stürmer Nummer drei um das niederländische Talent Joshua Zirkzee handelt. Der 19-Jährige wollte im Oktober ausgeliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln, doch ein Wechsel platzte auf den letzten Metern. Auch ein Leihgeschäft mit dem 1. FC Köln stand im Raum, doch zum Zeitpunkt des Kölner Interesses hatten die Bayern noch nicht Choupo-Moting verpflichtet. „Es war der falsche Zeitpunkt. Am vorletzten Tag war es für uns dann zu spät“, erinnert sich Kölns Horst Heldt.

Letzten Endes verdrängte Choupo Zirkzee aus dem Kader, der Niederländer kam auf lediglich 100 Spielminuten in vier Profi-Einsätzen in der Bundesliga sowie im Supercup gegen den BVB. Zuletzt fehlte Zirkzee aufgrund eines womöglich falsch positiven Corona-Tests. Der niederländische U21-Nationalspieler machte zudem drei Spiele für die zweite Mannschaft der Münchner in der dritten Liga, wobei er nur sieben Spielminuten verpasste. Doch Zirkzees Ansprüchen wird sein derzeitiger Stand bei den Bayern nicht gerecht.

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FC Bayern: Hilft Zirkzee den Kölnern aus dem Tief? Win-Win-Situation für alle Beteiligten möglich

Im Winter-Transferfenster scheint sich die Situation auf beiden Seiten nicht großartig verändert zu haben, denn die noch sieglosen Kölner haben nach sieben Spieltagen weiterhin enorme Probleme in der Offensive. Die Kölner erwischten mit gerade einmal drei Punkten einen Horror-Start und stehen aktuell auf Platz 16. Im Winter muss FC-Sportchef Horst Heldt für frischen Wind im Geißbock-Sturm sorgen - und könnte noch einmal bei den Bayern anklopfen, wie die Bild spekuliert.

Folgt nach dem geplatzten Deal im Herbst nun also doch noch die Wende? In der kommenden Transferperiode würde Bayerns Sportvorstand Hasan Saihamidzic wohl einer Leihe seines Sturm-Talents positiv gegenüberstehen, da Zirkzee mit regelmäßigen Einsätzen zum Bundesliga-Spieler geformt werden könnte. Ähnlichen Erfolg verzeichneten die Bayern einst mit den Verteidigern Philipp Lahm und David Alaba, die nach ihren Leihen als fertige Profis zurückkamen. Da Kölns Coach Markus Gisdol auf die jungen Kräfte setzt, wäre eine Leihe wohl eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Währenddessen gibt es weiter Wirbel um David Alaba und Jerome Boateng. (ajr)

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