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BVB-Juwel Bellingham: Jugendtrainer verrät, warum er Bayern abgesagt hat

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Zwei Top-Talente aus England, die sich für unterschiedliche Wege entschieden haben:
Zwei Top-Talente aus England, die sich für unterschiedliche Wege entschieden haben: DFB-Kicker Jamal Musiala im Bayern-Dress (l.) und Jude Bellingham im Dortmunder Schwarz-Gelb. © Anke Waelischmiller/Sven Simon via www.imago-images.de

Jude Bellingham trumpft bei Borussia Dortmund gerade groß auf. Dabei hätte er auch bei Bayern landen können. Ein Ex-Trainer erklärt, wieso nicht.

Dortmund/München - Jude Bellingham ist voll und ganz angekommen bei Borussia Dortmund: Schwankten seine Leistungen im Vorjahr noch, ist der 18-Jährige nun nicht mehr wegzudenken aus der Startelf des Pokalsiegers. Der BVB hofft, dass der Engländer nach einem Schlag aufs Knie noch rechtzeitig fit wird für das Bundesliga-Schlagerspiel gegen den FC Bayern. Dabei wäre er einst fast an der Säbener Straße gelandet.

Doch was gab dann den Ausschlag für die Westfalen? Kevin Betsy, langjähriger Jugendtrainer beim englischen Fußball-Verband FA, hat die Entscheidung von Bellingham für Dortmund und gegen München erläutert. „Jude hätte mit 16 Jahren fast jeden europäischen Spitzenverein wählen können, auch den FC Bayern“, erzählte Betsy im Interview mit SPOX und GOAL, der BVB sei aber „bekannt dafür, junge Spieler zu entwickeln“.

Die gute Jugendarbeit beim BVB hat sich in Europa herumgesprochen. Außerdem bekämen die Youngster dort „so viel Spielzeit wie möglich“ und dürften Fehler machen. „Das hat am Ende den Ausschlag gegeben. Er und seine Familie wollten eine gut durchdachte Lösung, die sich für ihn vor allem fußballerisch lohnt.“ Das sei in Dortmund eher der Fall gewesen als bei den gleichfalls interessierten Bayern.

Bellingham entscheidet sich für Dortmund - Kumpel Musiala für Bayern

So ging es also für Bellingham 2020 zur Borussia. Bereits 2019 sicherten sich die Münchner die Dienste von dessen Kumpel Jamal Musiala. Betsy, der beide Talente von der U15 bis zur U18 betreute, sieht in ihnen „außergewöhnliche Persönlichkeiten. Alles, was sie tun, tun sie mit dem Ziel, zu gewinnen und sich zu verbessern, aber auch mit großer Bescheidenheit und Respekt für alles, was sie umgibt.“

Sowohl Bellingham als auch Musiala seien „sehr selbstlos, das macht sie für die Menschen noch sympathischer“, schwärmte er: „Das sind Jungs, die man gerne mit nach Hause nimmt, um sie seiner Familie vorzustellen. Jungs, von denen sich jede Mutter und jeder Vater wünschen würde, dass ihre Söhne zu solchen werden.“

In Punkto Aufstieg zum unangefochtenen Stammspieler hat Bellingham Musiala aktuell noch etwas voraus, seine Wahl hat sich ausgezahlt. Betsy ist sich sicher, dass auch Musiala beim FCB früher oder später zum „Hauptdarsteller“ wird: „Dessen bin ich mir absolut sicher.“ (cg mit sid)

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