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Schwere Verletzung von Tolisso? Nagelsmann gibt Diagnose bekannt

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Von: Florian Schimak

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Julian Nagelsmann tröstet den verletzten Corentin Tolisso.
Julian Nagelsmann tröstet den verletzten Corentin Tolisso. © IMAGO / ULMER Pressebildagentur

Der FC Bayern hatte zuletzt zwei Spielen in Folge nicht gewonnen. Das Wort Krise kursierte durch die Allianz Arena - nun kam Greuther Führt. Die Stimmen zum Spiel.

München - Erst das 2:4 beim VfL Bochum, dann das Last-Minute-Unentschieden bei RB Salzburg. Der FC Bayern* hat nun schon zwei Spiele in Folge keinen Sieg eingefahren. Es kriselt ein wenig beim Rekordmeister, der vor allem in der Defensive alles andere als sattelfest wirkt.

Nun kam der abgeschlagene Aufsteiger von Greuther Fürth in die Allianz Arena. Eigentlich der perfekte Aufbaugegner für das Team von Julian Nagelsmann*. Oder? Wieder lieferten die Bayern zwei unterschiedliche Halbzeiten ab. Insofern hofft man auf eine schnelle Rückkehr von Keeper Manuel Neuer, der kurz vor dem Spiel gegen die Kleeblätter ein Update zu seiner Verletzung veröffentlichte.

Was sagen die Beteiligten zum Auftritt des Tabellenführers?

Wir fassen für Sie die Stimmen zur Partie des FC Bayern gegen Greuther Fürth auf DAZN zusammen.

Julian Nagelsmann (Trainer, FC Bayern) nach der Partie über ...

... die unterschiedlichen Halbzeiten: „In der ersten Hälfte haben wir 4-2-3-1 gespielt, damit die Jungs einen guten Rhythmus bekommen, in einem System, das sie in den letzten zwei, drei Jahren gewohnt waren. Wir haben die Power und die Dynamik nicht ins Spiel gebracht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann umgestellt und die waren die ersten 20 Minuten sehr, sehr gut. Da können wir den Sack früher zu machen. Am Ende haben wir verdient in der Höhe gewonnen.“

... die Position von Leroy Sané, der zunächst auf dem linken Flügel spielen sollte: „Leroy spielt lieber zentral. Wir wollten den Flügel breit spielen. Im zweiten Durchgang hat das dann besser geklappt.“

... die Verletzungen von Hernandez und Tolisso: „Bei Luci (Hernandez, Anm.d.Red.) ist es nicht schlimm, ist nur eine Verhärtung. Coco (Tolisso, Anm.d.Red.) hat einen Muskelfaserriss. Wir hatten anfangs die Befürchtung, dass es etwas mehr ist, aber zum Glück ist es in Anführungszeichen nur ein Muskelfaserriss“.

Robert Lewandowski (Torschütze, FC Bayern) nach der Partie über ...

... die unterschiedliche Leistung in beiden Hälften: „Mit der ersten war ich gar nicht zufrieden. Wir haben wirklich viel Zeit gebraucht, um in das Spiel zu kommen. Wir haben viel zu langsam gespielt. In der zweiten Hälfte war es dann deutlich besser, auch wenn wir defensiv wieder kleinere Fehler gemacht haben. Jetzt haben wir aber zwei normale Wochen, da können wir an den Fehlern arbeiten.“

... den Matchplan von Nagelsmann, der erst nach der Pause aufging: „Die Aufgabe war vor dem Spiel auch schon, dass wir über die Flügel kommen. Jetzt ist eine gute Zeit, um über viele Dinge zu sprechen und alle Sachen anzusprechen und zu trainieren. Aber die zweite Hälfte war schon unser Fußball, wie wir ihn spielen wollen.“

Sven Ulreich (Torhüter, FC Bayern) nach der Partie über...

... seinen ersten Sieg und das unglückliche Gegentor: „Jeder möchte sein Bestes geben, aber es war natürlich ärgerlich, dass Sabi da den Fuß reinhält. Ich bin aber einfach nur froh, dass wir heute noch gewonnen haben.“

... die Probleme im ersten Durchgang: „Wir haben uns in der ersten Hälfte sehr schwergetan, weil wir kein Tempo hatten. Wir mussten mehr über die Außen spielen, aber haben es nicht hinbekommen. Im zweiten Durchgang hat‘s dann aber auch geklappt.“

... die Stimmung in der Kabine zur Pause: „Laut war es nicht. Es war konstruktiv. Wir sind natürlich gut aus der Pause gekommen mit dem Tor. Die erste Halbzeit war natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben.“

Julian Nagelsmann (Trainer, FC Bayern) vor der Partie über ...

... die vier Halbzeiten aus den letzten beiden Spielen: „Wir hatten in Bochum eine sehr schlechte erste Hälfte. In Salzburg eine normale. Aber wir haben jeweils in der zweiten eine gute Reaktion gezeigt. Heute haben wir aber den Anspruch, die ersten Halbzeit wie in Bochum nicht zu wiederholen.“

... die Erwartungen der Fans auf einen möglichen Kantersieg: „Wir erwarten auch einen Sieg, aber wie hoch der ausfällt, werden wir sehen. Die Champions League war anstrengend, aber die Spieler mögen den Rhythmus. Das Ergebnis aus Bochum ist Verpflichtung genug.“

... Dayot Upamecano, der noch nicht der erhoffte Abwehr-Leader ist: „Er braucht grundsätzlich keine Zeit, aber er braucht Eingewöhnung an seine Mitspieler. Wenn er sich seiner Tugenden bewusst ist, ist er ein herausragender Verteidiger. Er hat Mbappe oder Neymar weltklasse vereidigt, Ich erwarte nicht, dass er ein neuer David Alaba ist. Zur Defensive gehören alle dazu. Upa ist herausragend und hat mein Vertrauen.“

... den Gegner Fürth: „Es ist eine komplett andere Mannschaft als in der Hinrunde. Das ist schon deutlich stabiler, sie spielen sehr fleißig. Ich erwarte sie ähnlich wie Bochum. Sie werden schon versuchen zu zocken.“

... den Matchplan: „Wir wollen nicht ganz so viel im Zentrum spielen wie gegen Salzburg. Fürth steht dort sehr gut.“

Video: FC Bayern gegen Greuther Fürth: Wie sind die Chancen?

Stefan Leitl (Trainer, SpVgg. Greuther Fürth) vor der Partie über ...

... die guten Ergebnisse zuletzt: „Wir haben aufgrund der Ergebnisse Selbstvertrauen getankt, unsere Brust ist auch breit. Die brauchen wir heute aber auch. Die Jungs sind gut drauf, wir wollen ein ekliger Gegner sein.“

... den Matchplan: „An der letzten Kette ergeben sich bei den Bayern immer wieder Räume. Wir haben gute Umschaltmomente, aber darauf wollen wir uns nicht verlassen Wir wollen mutig Fußball spielen.“

... die Angst vor einer Trotzreaktion des FC Bayern: „Wir sollten uns nicht mit den Bayern beschäftigen, unserer Leistung wird heute nicht entscheidend sein.“

(smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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