„Es wird alles gut werden“

„Was soll ich jetzt den Zampano machen?“ Nagelsmann unbeeindruckt von Pleitenserie - Coach verrät Pläne

FCB-Coach Julian Nagelsmann gestikuliert vor dem Spiel gegen den SSC Neapel in der Allianz Arena.
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Gibt sich nach der Niederlage gegen den SSC Neapel gelassen: FCB-Coach Julian Nagelsmann

FCB-Trainer Julian Nagelsmann gibt sich nach der Niederlage gegen den SSC Neapel gelassen. Es gehe jetzt nicht darum, dass die Spieler sich an neue Inhalte gewöhnen.

München - Der FC Bayern hat die Generalprobe vor dem Pflichtspiel-Auftakt verloren. Zum Abschluss des Audi Football Summit gab es für den deutschen Rekordmeister gegen Neapel ein 0:3. Vier Tests ohne Sieg – klar, das liest sich erst mal nicht gut. Fakt ist aber: Die Ergebnisse darf man nicht überbewerten. Weil der neue Trainer Julian Nagelsmann (34) die meiste Zeit der Vorbereitung hauptsächlich mit Talenten absolvieren musste. Und weil die Automatismen bei den EM-Fahrern, die erst vor wenigen Tagen wieder ins Training eingestiegen sind, noch nicht perfekt funktionieren können.

FC Bayern verliert gegen SSC Neapel – Nagelsmann: „Es wird alles gut werden“

„Was soll ich nach einem Vorbereitungsspiel jetzt den Zampano machen? Es wird alles gut werden“, betonte Nagelsmann nach dem Spiel am Samstag bei RTL und versprüht damit weiterhin Optimismus. Vor allem die ersten 45 Minuten, in denen Robert Lewandowski (32/legte am trainingsfreien Sonntag eine Extra-Einheit ein), Jamal Musiala (18), Leon Goretzka (26), Benjamin Pavard (25) und Leroy Sané (25) zum ersten Mal nach ihren Urlauben eingesetzt wurden, wussten vor erlaubten 10.000 Zusehern in der Allianz Arena gegen die Italiener zu gefallen. Die Mannschaft hatte laut Nagelsmann „viel mehr Spielkontrolle“ als beim 2:3 gegen Köln, dem 2:2 gegen Ajax und dem 0:2 gegen Gladbach.

Nach 60 Minuten stand allerdings kein Top-Star mehr in der Bayern-Formation. Erst dann fielen die Neapel-Tore nach individuellen Fehlern der Münchner durch Osimhen (69., 71.) und Machach (85.).

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Am Montag steigen mit Kapitän Manuel Neuer (35), Jo­shua Kimmich (26) und Thomas Müller (31) drei weitere wichtige Spieler ins Mannschaftstraining ein. Die erste Einheit, in der Nagelsmann fast alle EM-Fahrer beisammenhat. „Wir werden sicherlich mal ein Elf-gegen-Elf im Training mit den Etablierten einstreuen, damit sie Rhythmus bekommen“, sagte Nagelsmann, der erneut erwähnte, eine „funktionierende Mannschaft“ von Vorgänger Hansi Flick (56) übernommen zu haben. Es gehe derzeit nicht darum, sich an neue Inhalte zu gewöhnen, sondern darum, „dass sich die Jungs wieder finden, viele Aktionen im Training haben“, erklärte der Coach.

Vor dem Test gegen Neapel sprach Vorstands-Boss Oliver Kahn (52) davon, dass ein Sieg gegen die Italiener „in einer gewissen Art auch Pflicht“ sei. Klappte nicht. Viel wichtiger ist aber ohnehin, dass die Bayern das Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal am Freitag (20.45 Uhr, Sport1 und Sky) gegen den Bremer SV gewinnen.

Übrigens: Am Mittwoch (11 bis 14 Uhr) vor der Team-Präsentation bieten der FC Bayern und die Stadt München den Arena-Besuchern wieder die Möglichkeit, sich spontan gegen Corona impfen zu lassen.

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