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Emotionale Nagelsmann-PK: Bayern-Trainer offenbart - „Traurigster Moment meiner Karriere“

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Von: Patrick Mayer

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Nach der DFB-Pokal-Klatsche in Gladbach steht Julian Nagelsmann erstmals Rede und Antwort. Der Trainer des FC Bayern nimmt seine Spieler in Schutz. Und nicht nur das. Die PK im Ticker zum Nachlesen.

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Update vom 29. Oktober, 13.35 Uhr: Das war es mit der Pressekonferenz von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann nach der Gladbach-Schmach und vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr, bei tz.de im Live-Ticker). Wir bedanken uns fürs Mitlesen und wünschen ein schönes Wochenende!

Update, 13.34 Uhr: Nagelsmann über Mannschaftspsychologe Dr. Maximilian Pelka: „Er ist nicht umsonst Dr. Maximilian Pelka. Am Ende entscheidet er ganz allein. Natürlich tauschen wir uns aus, ich gebe Empfehlungen ab, was ein Spieler vielleicht braucht. Am Ende entscheidet aber Max selber, auf welchen Spieler er wie intensiv zugeht. Auch die Spieler haben die Möglichkeit, auf ihn zuzugehen. Da geht es um verschiedenste Themen wie Schlafqualität. Er fängt jetzt aber nicht an, nach dem 0:5 anders mit den Spielern zu sprechen.“

Pressetalk mit Julian Nagelsmann live: Bayern-Trainer - „Wir sind nur Menschen“

Update, 12.58 Uhr: Nagelsmann über Gespräche mit Führungsspielern: „Die Gespräche waren gestern. Es macht wenig Sinn, direkt nach so einem Spiel zu sprechen. Mit welchen Spielern ich gesprochen habe, ist Betriebsgeheimnis. Das sind alles intelligente Spieler mit Führungsqualitäten. Jedes Gespräch nach solch einem Erlebnis hilft, gemeinsam so ein Erlebnis zu verarbeiten. Das wissen die Spieler, deswegen muss ich denen das nicht sagen. Ab Dienstag bin ich dann hoffentlich wieder da.“

Update, 12.52 Uhr: Nagelsmann über eine mögliche Trotzreaktion in Berlin: „Das kann man nicht so leicht abschütteln. Wir sind alles nur Menschen. Mit der Final-Niederlage von mir letztes Jahr mit Leipzig gegen Dortmund war das einer meiner traurigsten Momente in meiner Karriere. Und als Spieler des FC Bayern erlebst du solche Nackenschläge sehr selten. Aber wir haben uns am Telefon nicht vollgeheult. Ich habe den Spielern gesagt, sie könnten auch Fehler bei mir ansprechen. Ich habe bei den Spielern, mit denen ich telefoniert habe, das Gefühl, dass wir noch einen Moment brauchen, das abzuschütteln. Aber wir wollen am Samstag eine Reaktion zeigen.“

Update, 12.48 Uhr: Nagelsmann über seine Küche, aus der er am Mittwoch coachte: „Geflogen ist nichts in meiner Küche. Ich habe in Hoffenheim mal eine Flasche geworfen und sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht. Ich nehme seither nichts mehr in die Hand und werfe es rum. Ich hoffe, dass man die Spülmaschine nicht hört, die läuft im Hintergrund. Ich habe, ehrlich gesagt, sehr viel rumgeschrien am Mittwoch. Aber die Nachbarn gegenüber wussten ja, dass wir spielen.“

Pressetalk mit Julian Nagelsmann live: Bayern-Trainer nimmt Dayot Upamecano in Schutz

Update, 12.44 Uhr: Nagelsmann über den zuletzt schwachen Verteidiger Dayot Upamecano: „Wenn du fünf zu fünf Zweikämpfe verlierst, wie gegen Embolo, ist das für einen Stürmer nicht schlimm. Ein Verteidiger kassiert dann vielleicht das vierte Tor wie jetzt in Gladbach. Upa macht sehr viel über den Körper und über seine Robustheit. Er lebt von seiner Schnelligkeit. Wenn er auf nicht so robuste Stürmer trifft, ist er einer der besten Verteidiger der Welt. Wenn einer von derselben Konsitution kommt wie Embolo, gewinnt er nicht alle Zweikämpfe. Das war gegen Frankfurt auch so, wo Kostic die ähnliche Robustheit hatte. Aber er ist ein junger Spieler und wird das noch lernen.“

Update, 12.41 Uhr: Nagelsmann über die Rolle von Assistent Dino Toppmöller in Gladbach: „Es ist immer eine Summe aus mehreren Themen. Auch mit mir an der Seitenlinie hätten wir nicht gewonnen. Es gibt aber eine gewisse Rollenverteilung. Cheftrainer, und die anderen sind Co-Trainer, aber du kannst deine Rolle nicht einfach für drei Wochen verändern. Es geht um Präsenz, um die Rolle, die man in der Stellenbeschreibung hat. Da kann ein Co-Trainer keine Show abziehen.“

Update, 12.39 Uhr: Nagelsmann über mögliche Rotation: „Unabhängig vom Ergebnis haben wir Überlegungen, zu rotieren. Aber ich werde keinen Spieler wegen einer schlechten Leistung von Mittwoch rauslassen. Wir waren alle nicht gut, außer Manu.“

Update, 12.36 Uhr: Nagelsmann weiter über das Gladbach-Spiel: „Wir haben den Anspruch, Champions zu sein, die wieder aufstehen. Dass das einmalig ist und einmalig sein wird. Wir waren alle sehr überrascht, wie das am Mittwoch gekommen ist.“

Pressetalk mit Julian Nagelsmann live: Bayern-Spieler „sind auch nur Menschen“

Update, 12.35 Uhr: Nagelsmann über die DFB-Pokal-Pleite in Gladbach: „Wir haben gezeigt, dass wir Menschen sind und keine Maschinen. Dass uns Fehler passieren, in Kombination mit einem sehr guten Gegner und einer sehr schlechten Tagesform von uns. Wir haben gezeigt, dass wir verwundbar sind. Das gibt uns aber Lehren mit. Dass wir den Anspruch haben im Pokal, ins Finale einzuziehen und den Titel zu holen, ist normal. Wir sind nur Menschen und fehlbar. Wir machen an einem Tag auch mal vieles nicht richtig. Davor wurden wir in den Himmel gelobt als beste Mannschaft Europas.“

Update, 12.34 Uhr: Nagelsmann über den angeschlagenen Goretzka: „Er hat ein Tritt über den Knöchel bekommen, eine kleine Fleischwunde. Wir müssen schauen, wie er in den Fußballschuh kommt. Das liegt am Schmerzbild und an der Schwellung. Heute bekomme ich Rückmeldung von den Docs, aber es sieht nicht so aus, als ob er nicht spielen kann.“

Update, 12.32: Nagelsmann über sein Befinden nach der Corona-Infektion: „Mir geht es sehr gut, bis auf Mittwoch, was noch in den Knochen steckt. Ich hoffe, dass ich am Dienstag in der Champions League wieder an der Seitenlinie stehen kann. Dann habe ich die 14 Tage Quarantäne hinter mir.“

Update, 12.30 Uhr: Los geht es pünktlich mit dem Pressetalk mit Julian Nagelsmann vor dem Berlin-Spiel.

Update vom 29. Oktober, 12.20 Uhr: Auch heute wird Julian Nagelsmann wieder aus seiner Küche in Grünwald zu den Journalisten sprechen. Der gebürtige Oberbayer sitzt ja immer noch wegen seiner Corona-Quarantäne daheim. Nach dem 0:5 in Gladbach gab es bei Social Media reichlich Witze und Montagen, die eine angeblich zerstörte Küche zeigten. Der Bayern-Trainer dürfte aber nicht gewütet haben, sondern die Situation des Rekordmeisters heute um so sachlicher einordnen.

Pressetalk mit Julian Nagelsmann live: Bayern-Trainer spricht - Union Berlin gut in Form

Update vom 29. Oktober, 12.10 Uhr: Jetzt bloß nicht in eine Herbstkrise schlittern: Der FC Bayern muss bei Union Berlin just in einem Moment antreten, an dem die Hauptstädter richtig gut in Form sind. Aus den letzten vier Bundesliga-Spielen holten die Köpenicker zehn Punkte. Und: Unter der Woche setzte sich „Eisern Union“ im DFB-Pokal 3:1 nach Verlängerung bei Drittligist Waldhof Mannheim durch. Die Berliner sind also weiter, während sich die Münchner den Cup im zweiten Jahr in Folge aus der Ferne anschauen müssen.

Update vom 29. Oktober, 12 Uhr: Drei Spiele konnte Julian Nagelsmann beim FC Bayern nun nicht an der Seitenlinie stehen: in Lissabon, gegen Hoffenheim und in Gladbach. Gleich wird er sehr wahrscheinlich verkünden, dass ein viertes Spiel hinzukommt. Die Alte Försterei in Berlin-Köpenick ist schwer zu bespielen. Es wäre sicher eine Hypothek für den deutschen Rekordmeister aus dem Süden der Fußball-Republik, wenn der oberbayerische Coach schon wieder fehlt.

Pressetalk mit Julian Nagelsmann live: Bayern-Trainer äußert sich zu Schmach in Gladbach

Erstmeldung vom 29. Oktober: München - „Man schüttelt sich, erholt sich zwei, drei Tage, und schlägt zurück. Genau das erwarte ich.“ Dieser Satz stammt aus einer Pressekonferenz zum 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Er kommt nach dem desaströsen 0:5 des FC Bayern im DFB-Pokal bei Gladbach aber nicht etwa vom Münchner Trainer Julian Nagelsmann. Nein Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, traf diese Aussage im tiefsten Südbaden.

Der Fußballlehrer aus dem Breisgau teilte damit die Ansicht von FCB-Ikone Stefan Effenberg, der der Bundesliga die „Rache und den Zorn“ des FC Bayern nach der Demütigung am Niederrhein prophezeit hat. Einer hatte bislang noch nicht gesprochen: Julian Nagelsmann selbst. Der 34-jährige Oberbayer fehlte in Mönchengladbach wegen seiner Corona-Infektion (Impf-Durchbruch). Und er wird nach tz-Informationen auch am Samstag bei Union Berlin (15.30 Uhr, bei tz.de im Live-Ticker) nicht mit dabei sein.

Pressetalk mit Julian Nagelsmann live: Warum wechselte der FC Bayern so spät in Gladbach?

Mancher Beobachter wähnte hinter dem katastrophalen Auftritt des deutschen Bundesliga-Rekordmeisters im DFB-Pokal sogar das Fehlen Nagelsmanns, bei dem die Virus-Last offenbar noch zu hoch ist, als dass der Star-Trainer schon wieder in der Coaching-Zone oder in der Kabine stehen könnte. In dieser wurde er zuletzt offensichtlich schmerzlich vermisst.

Und doch muss sich auch Nagelsmann besonders eine kritische Frage gefallen lassen: Warum wechselte der FC Bayern in Gladbach erst so spät? Der völlig indisponierte Innenverteidiger Dayot Upamecano wurde erst nach 55 Minuten runtergenommen, der sehr schwache Lucas Hernández spielte in der Abwehr sogar durch. Auch andere Total-Ausfälle wie Leroy Sané waren 90 Minuten auf dem Platz, während ein Jamal Musiala die komplette Spielzeit auf der Bank saß. Warum also keine früheren Wechsel?

Im Video: Freiburg-Trainer Christian Streich über die Bayern-Blamage

Diese und andere Fragen wird Bayern-Trainer Julian Nagelsmann in der digitalen Presserunde an diesem Freitag (ab 12.30 Uhr) beantworten - hier im Live-Ticker. (pm)

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