Neuer Bayern-Trainer mit Einblicken

Julian Nagelsmann hat rasantes Hobby - „Macht einfach Spaß“

Trainer Julian Nagelsmann (RB Leipzig) in rotem Trainingsanzug
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Julian Nagelsmann wird ab der kommenden Saison Trainer beim FC Bayern.

Julian Nagelsmann wird Trainer des FC Bayern München. Privat hat er aber nicht nur Fußball im Kopf, wie er jetzt in einem Interview durchblicken ließ.

München - Es ist ruhig an der Säbener Straße. Vollkommen klar, schließlich ist nach einer anstrengenden Saison Sommerpause. Gearbeitet wird natürlich trotzdem: Sportvorstand Hasan Salihamidzic muss den Kader für die neue Spielzeit zusammenstellen. Und die meisten Bayern-Spieler* sind ja noch bei der EM 2021* im Einsatz. Die Münchner stellen insgesamt 14 Akteure, nur Manchester City (15) und Chelsea (17) können das noch toppen.

Neu-Trainer Julian Nagelsmann* wird sicher ganz genau hinschauen, was seine künftigen Spieler derzeit abliefern. Der deutsche Auftritt gegen Portugal dürfte ihm da schon gut gefallen haben. Zwar überstrahlte Bergamo-Legionär Robin Gosens alles, doch auch Bayern-Star Joshua Kimmich lieferte ein fantastisches Spiel ab.

Julian Nagelsmann: Neuer Bayern-Trainer fährt gerne Motorrad

Am 7. Juli startet der FC Bayern München* dann mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Bis dahin dreht Nagelsmann vielleicht noch die eine oder andere Runde auf dem Motorrad, denn: Der 33-Jährige ist in seiner Freizeit gerne auf zwei Rädern unterwegs. Nun packte er in einem Bild-Interview, das er gemeinsam mit seinem Freund und Moto2-Pilot Marcel Schrötter gab, über sein Hobby aus: „Ich genieße das Ausfahren sehr, bin allerdings kein Raser, weil ich Familien-Papa bin und mir mein eigenes Leben zu viel wert ist, als dass ich das unnötig aufs Spiel setzen würde. Sagen wir mal so: Ich fahre sehr gerne im Rahmen des Erlaubten. Es macht einfach Spaß, weil man den Kopf frei bekommt“, erklärte Nagelsmann.

Geblitzt wurde Nagelsmann nach eigenen Angaben auf seiner Ducati noch nie. Kumpel Schrötter, der am Wochenende beim Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring unterwegs ist, fährt da schon eher Geschwindigkeiten, bei denen die Messanlage ausgelöst wird. Nagelsmann kennt den Rennfahrer seit seiner Kindheit, spielte mit dessen Bruder einst beim FC Issing zusammen Fußball.

Julian Nagelsmann und Marcel Schrötter: Bayern-Trainer und Moto2-Pilot kennen sich seit ihrer Kindheit

Der neue Bayern-Trainer hat großen Respekt vor Racern wie Schrötter. „Ich liebe die Geschwindigkeit und den Mut, den vor allem die Fahrer im Motorrad-Motorsport haben. Das ist außergewöhnlich“, betont er. Hin und wieder sei er sogar selber auf der Rennstrecke, dann allerdings auf vier Rädern. „Die Geschwindigkeiten auf zwei Rädern sind viel höher und da braucht’s auch den Mut, den ein oder anderen Knochenbruch in Kauf zu nehmen, um erfolgreich zu sein. Der lange Weg dorthin, wo Marcel jetzt ist, ist sehr strapaziös und mit hohem finanziellem Aufwand verbunden. Das ist beeindruckend.“

Des Weiteren imponiert Nagelsmann die mentale Stärke der Fahrer. „Wenn sie in jeder Kurve daran denken würden, dass sie stürzen könnten, würde sie das sehr bremsen.“ Übertragen auf den Fußball würde sich der ehemalige Hoffenheim- und Leipzig-Trainer wünschen, dass man auch im Nachwuchsbereich länger dranbleibt. „Der Weg bis ganz nach oben ist sehr, sehr weit. Dieser unbedingte Wille, in den elitären Kreis zu kommen, fehlt bei vielen Fußballern im Nachwuchs, die teilweise zu früh aufgeben.“

Julian Nagelsmann wünscht sich Motorsport-Mentalität auch im Fußball

Nagelsmann möchte beim FC Bayern künftig viel auf den eigenen Unterbau achten. Möglicherweise sieht er in der Münchner Talentschmiede ja irgendwo den Biss, den er an Marcel Schrötter so schätzt. Der ist übrigens ein Fan von Nagelsmanns modischen Experimenten an der Seitenlinie: „Ich finde das voll okay. Es ist eine gewisse Lockerheit, frisch und jung. Da sieht man gerne hin. Besser, als sich jedes Spiel mit Anzug und Krawatte zu präsentieren. Er hat bei seinen Outfits meine volle Unterstützung.“ (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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