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Effenberg legt beim FC Bayern Finger in die Wunde und spottet über Nagelsmann: „Macht sich ja lächerlich“

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Von: Christoph Klaucke

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Stefan Effenberg kritisiert den FC Bayern und Trainer Julian Nagelsmann.
Stefan Effenberg kritisiert den FC Bayern und Trainer Julian Nagelsmann. © Revierfoto/Imago

Stefan Effenberg sieht den FC Bayern auf dem richtigen Weg - stört sich aber an einem Makel. Auch Julian Nagelsmann bekommt ein Zwischenzeugnis ausgestellt.

München - Der FC Bayern hat sich mit einer perfekten Woche in die Länderspielpause verabschiedet. Auf das 0:5 in Mönchengladbach im DFB-Pokal lieferten die Bayern mit drei Siegen gegen Union Berlin, Benfica Lissabon und Freiburg die richtige Antwort. Auch wenn nun gleich 20 Profis für ihre Nationalmannschaften auf Reisen sind, dürfte Trainer Julian Nagelsmann die Zeit nutzen, um die Schwachstellen im Bayern-Spiel auszumerzen.

Beim 2:1 gegen Freiburg spielte seine Elf wieder nicht zu null und kassierte in den letzten vier Partien satte zehn Gegentore - das sind mehr als in den ersten 14 Pflichtspielen dieser Saison zusammen. Das weiß auch Ex-Kapitän Stefan Effenberg, der nun den Finger in die Bayern-Wunde legt und zudem einen guten Tipp für Nagelsmann parat hat.

FC Bayern: Effenberg entdeckt größte Schwachstelle - Spott für Nagelsmann

„Bayern spielt guten Fußball, aber eine Schwachstelle werden die Topteams in Europa noch aufdecken: Die Bayern bekommen immer noch relativ viele Gegentore“, schreibt Effenberg in seiner Kolumne bei Sport1. Der FC Bayern wartet erstmals unter Nagelsmann seit vier Spielen auf eine Weiße Weste, gegen Freiburg klingelte es erst in der Nachspielzeit im Gehäuse von Torwart Manuel Neuer.

Effenberg hält Nagelsmann für „einen super Trainer.“ Der 53-Jährige setzt den Trainer jedoch auch unter Druck. „Aber gemessen wirst du bei den Bayern immer nur an Titeln, und das kann nur die Champions League sein”, so Effenberg.

Bei den Bayern müsse Nagelsmann das Gespür haben, es mit „absoluten Weltklassespielern“ zu tun zu haben. „Nagelsmann braucht einem Lewandowski nicht zu sagen: ‚Du pass auf, du musst jetzt im Strafraum das machen.‘ Damit macht sich Nagelsmann dann ja lächerlich“, erklärt Effe. „Vielleicht muss er das noch ein bisschen herausfinden, dann ist weniger manchmal mehr. Mit Hoffenheimer, Leipziger oder Frankfurter Spielern musst du da anders reden, denen musst du immer etwas an die Hand geben.“

Du brauchst eben auch mal Drecksäcke!

Stefan Effenberg

FC Bayern: Effenberg legt sich im Meisterrennen fest - Knallhart-Urteil für BVB

Effenberg ist sich sicher, dass sich der FC Bayern die zehnte Meisterschaft in Folge holen wird. Erst recht nach dem Patzer von Borussia Dortmund beim 1:2 in Leipzig. „Der Titel ist für den BVB natürlich noch nicht weg, es sind ja nur vier Punkte Rückstand auf den FC Bayern. Aber wenn sie so weiterspielen, wird das nichts“, stellt Effenberg klar. Vor allem der verletzungsbedingte Ausfall von Torjäger Erling Haaland wiege schwer. „Wenn bei Bayern Lewandowski wegbricht, dann haben sie zumindest Choupo-Moting als Ersatz - so einen sehe ich in Dortmund aber nicht.“

Effenberg hat den aus seiner Sicht größten Unterschied zwischen dem Rekordmeister und seinem Herausforderer ausgemacht: „Im Kampf um die Meisterschaft sind erfahrene Spieler so wichtig, du brauchst eben auch mal Drecksäcke! Die haben die Dortmunder in der Breite aber nun einmal nicht, und wenn so viele Leute ausfallen, dann kannst du das nicht auffangen.“ Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge merkte an, dass der FC Bayern „die Meisterschale schon langsam etwas entstauben“ könne. (ck)

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