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Nagelsmann verdonnert zwei Bayern-Stars zum Straftraining - freier Tag gestrichen

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Von: Christoph Klaucke

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Julian Nagelsmann verdonnert beim FC Bayern zwei Stars zum Straftraining.
Julian Nagelsmann verdonnert beim FC Bayern zwei Stars zum Straftraining. © Frank Hoermann/Imago

Die Trainingsgruppe beim FC Bayern ist durch die Länderspiele stark ausgedünnt. Für zwei Profis ordnete Trainer Nagelsmann jedoch eine Art Straftraining an.

München - Die Profis im Training des FC Bayern kann man in diesen Tagen an einer Hand abzählen. 20 Spieler haben sich für ihre Nationalteams auf Länderspielreise gemacht, fünf davon sind schon wieder zurück. Neben dem positiv auf Corona getesteten Niklas Süle mussten auch dessen Kontaktpersonen Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und der Kameruner Eric Maxim Choupo-Moting in Quarantäne.

Von den Feldspielern blieben an der Säbener Straße nur vier Profis übrig: Corentin Tolisso, Omar Richards, Marc Roca und Michael Cuisance - zwei davon mussten diese Woche auf Anordnung von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann eine Extra-Schicht einlegen, während die anderen beiden einen freien Tag genießen durften.

FC Bayern: Straftraining für Roca und Cuisance - freier Tag für Tolisso und Richards

Am Donnerstagvormittag trainierten nur Marc Roca und Michael Cuisance an der Säbener Straße, Corentin Tolisso und Omar Richards waren nicht zu sehen. An den Tagen zuvor hatten die Vier stets gemeinsam trainiert. Wie Bild berichtet, mussten Roca und Cuisance eine Zusatz-Einheit abspulen, weil sie am Vortag im Zwei-gegen-Zwei gegen Tolisso und Richards verloren hatten. Während sich die Gewinner einen freien Tag verdienten, gab es für die anderen beiden ein kurzes Straf-Training mit Reha-Trainer Thomas Wilhelmi.

Das Duo absolvierte einige Läufe am Seil und mit Gewichten. Danach standen Tor-Abschlüsse auf dem Programm. Wilhelmi legte ihnen den Ball auf, dann mussten die Profis um zwei Dummies herum und aus rund zehn Metern auf den Kasten schießen. Bitter: Roca verfehlte das leere Tor viermal, Cuisance dreimal.

Nagelsmann, der gegen Ende der 30-minütigen Einheit auf den Platz kam, schien jedoch zufrieden mit seinen beiden Sorgenkindern zu sein. Er begrüßte Roca und Cuisance herzlich. Beide standen in der Woche mit Tolisso und Richards unter besonderer Beobachtung, bekamen in der Mini-Trainingsgruppe eine Sonder-Betreuung von Nagelsmann und fünf Co-Trainern.

FC Bayern: Sorgenkinder Roca und Cuisance ohne Aussicht auf Einsatzzeiten

Ob Roca und Cuisance von der speziellen Behandlung im Training profitieren können oder nach der Länderspielpause wieder alles seinen gewohnten Lauf nimmt, wird sich in den kommenden Wochen bis zur Winterpause zeigen. Roca, der den Saisonstart mit einem Bänderriss am Knöchel verpasst hatte, hat große Hoffnungen in den neuen Trainer Nagelsmann gesetzt. Die ernüchternde Bilanz: null Spielminuten. In der Bundesliga saß der spanische Mittelfeldspieler zweimal, in der Königsklasse viermal auf der Bank.

Nicht viel besser läuft es für Streichkandidat Cuisance. Der Franzose, der vor der Saison nach einem Leihjahr aus Marseille nach München zurückgekehrt war, durfte immerhin eine Halbzeit beim 12:0 gegen den Bremer SV in der ersten Runde im DFB-Pokal ran und erzielte sogar einen Treffer. In der Bundesliga saß der 22-jährige Mittelfeldmann nur am ersten Spieltag auf der Bank, in der Königsklasse reichte es immerhin dreimal für den Kader.

Trotz Tribünen-Stammplatz will Cuisance den Verein aber nicht verlassen. Wegen der „Ladenhütern“ gerät nun auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic verstärkt unter Druck - FCB-Boss Oliver Kahn will Brazzo ganz genau auf die Finger schauen. (ck)

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