Einigung wahrscheinlich

Nächster Nagelsmann-Neuzugang schon im Anflug? FC-Bayern-Trainer hofft auf weiteren Vertrauten

Trainer Julian Nagelsmann (RB Leipzig) in rotem Trainingsanzug
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Julian Nagelsmann sitzt künftig auf der Bayern-Bank.

Julian Nagelsmann trainiert ab der kommenden Saison den FC Bayern München. Offenbar bringt er aus Leipzig nicht nur seinen Video-Analysten mit.

München - Der Countdown für Julian Nagelsmann (33) läuft: In vier Wochen wird der gebürtige Landsberger als Cheftrainer beim FC Bayern loslegen. Bis dahin muss allerdings noch das eine oder andere entscheidende Detail geklärt werden. Allen voran die Frage: Wer wird nach den Abgängen von Hermann Gerland und Miroslav Klose Nagelsmanns Co-Trainer in München?

Nach tz-Informationen laufen diesbezüglich derzeit Verhandlungen zwischen Bayern und Leipzig, denn: Nagelsmann möchte nach Video-Analyst Benjamin Glück jetzt auch noch seinen Co-Trainer Xaver Zembrod zum FCB lotsen.

Da Zembrod noch bis 2023 einen gültigen Vertrag bei den Bullen besitzt, wird aktuell noch um die Ablöse gefeilscht. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Leipzig seinen Noch-Co ziehen lässt, weil Jesse Marsch eigene Co-Trainer zu den Bullen mitnimmt. So hätte Nagelsmann einen weiteren Vertrauten beim deutschen Rekordmeister installiert, um seine in Leipzig durchaus erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

FC Bayern München: Julian Nagelsmann hofft auf Co-Trainer Xaver Zembrod

Ein großer Vorteil von Nagelsmann: Er passt sich dem bestehenden Spielstil seiner Mannschaften an. Die Arbeitsweise seines Ex-Trainers beschreibt der Leipziger Lukas Klostermann gegenüber der tz wie folgt: „Man hat es in den letzten zwei Jahren gesehen, dass er uns gerade im Spiel mit dem Ball weiterentwickelt hat. Aber ohne unsere Grundtugenden über Bord zu werfen.“ Was Klostermann meint: Nagelsmann legte zwar ein größeres Augenmerk auf Ballbesitzfußball, er raubte den Leipzigern aber nicht ihres extrem aggressiven Pressings und Gegenpressings.

„Wir haben unter Julian das Gute beibehalten und trotzdem neue Aspekte in unser Spiel mit reingebracht. Dadurch hat er unser Spiel ein Stück weit variabler gemacht.“ Bevor Nagelsmann aus Hoffenheim nach Leipzig kam, hat er sich intensiv mit der Spielweise seiner neuen Mannschaft auseinandergesetzt: „Es war gut, dass er nicht alles, was uns schon zuvor ausgezeichnet hat, über Bord geworfen hat. Sondern dass er sich schon im Vorfeld Gedanken gemacht hat, was gut war und was man in dem Sinne übernehmen kann. Dann hat er sich gefragt: An welcher Stellschraube kann man drehen, um die Mannschaft noch zu verbessern? Und ich finde, dass er das ganz gut hinbekommen hat“, sagt Klostermann.

FC Bayern München: Nagelsmanns Erfolgs-Geheimnis? Klostermann lobt seinen Ex-Trainer

Das wird Nagelsmann auch in München tun, wie er jüngst bereits durchblicken ließ. Unter anderem will er das Bayern-Spiel variabler gestalten und für mehr Stabilität in der Defensive sorgen. Denn: In der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit kassierten die Münchner ungewöhnlich viele Gegentore: 44. Öfter mussten die Bayern-Torhüter zuletzt nur in der Saison 1995/96 hinter sich greifen, nämlich 46 Mal.

Diese Anfälligkeit will Nagelsmann in den Griff bekommen, laut ihm werde es eine seiner Hauptaufgaben, „die Balance zwischen einer stabilen Defensive und dieser unglaublich guten Offensive hinzubekommen“. Für den neuen Bayern-Trainer ist es generell wichtig, den physischen Teil des Spiels und das Training zu kontrollieren. Nagelsmann: „Aber ich denke, um den Spieler in Zukunft zu verbessern, ist es wichtiger, sich auf taktische Dinge zu konzentrieren. Das Gespräch mit dem Spieler und das Gefühl des Trainers sind immer noch das Wichtigste.“

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