Vor Spiel gegen Borussia Mönchengladbach

Nagelsmann wie ein Besessener im Bayern-Training - Transfer-Ansage an die Bosse

Julian Nagelsmann gibt alles für den Erfolg des FC Bayern. Der neue Trainer ist mit dem Kader aber nicht voll zufrieden und fordert Transfers.

München - Für Julian Nagelsmann* geht es nun richtig los beim FC Bayern München*. Nach sechs Wochen Vorbereitung steht am Freitagabend mit dem Bundesliga-Auftakt bei Borussia Mönchengladbach das erste Pflichtspiel an. „Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Gespannt-Sein, wie gut wir in die Saison starten“, sagte der neue FCB-Coach. Der 34-Jährige hat sich den Traumjob bei seinem Lieblingsverein erfüllt und will auf dem Weg zu ersten Titeln nichts dem Zufall überlassen. Dafür unternimmt der ehrgeizige Landsberger fast alles und fordert zudem intern neue Spielertransfers.

FC Bayern: Workaholic Nagelsmann? Der Erste, der kommt und der Letzte, der geht

Wie in den ersten Wochen unter Nagelsmann zu beobachten war, kommt der Trainer oft um kurz nach acht Uhr als einer der Ersten in seinem Dienst-Audi an der Säbener Straße* vorgefahren, ist meist bis 19 oder 20 Uhr dort. Nagelsmann ist offenbar „absoluter Frühaufsteher, meist schon um sechs Uhr wach“, berichtet die Bild.

Die Trainingseinheiten gehen beim FC Bayern oft etwas länger. Nagelsmann erklärt die Übungen mithilfe seiner Taktiktafel detailliert auf dem Platz. Dazu gibt es ausgedehnte Video-Sessions, zudem führte Nagelsmann die App „Hudl“ ein*, mit der sich die Profis Ansprachen erneut anschauen können. Nagelsmann pflegt einen lockeren Umgang mit seinen Spielern, die ihn auch duzen dürfen. Speziell um Leroy Sané, der in dieser Saison endlich durchstarten möchte, kümmert er sich persönlich und schiebt Sonderschichten.

Die Kommunikation ist für Nagelsmann wichtig. So sitzt er oft nach dem Training noch im Büro von Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic und trinkt einen Espresso aus dessen neuer Kaffeemaschine. Auch zu einem Treffen mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Tegernsee soll es bereits gekommen sein. Neben der vielen Arbeit, weiß Nagelsmann* aber auch mal abzuschalten, am liebsten im Kreise der Familie oder beim Sport in der Natur wie dem Mountainbiken. „Man sollte nicht nur 24/7 mit Scheuklappen an den Job und Fußball zu denken“, stellte er klar.

FC Bayern: Nagelsmann macht Dampf in Sachen Transfers und fordert neue Spieler

Über den Kader des FC Bayern dürfte sich Nagelsmann aber bis Ende August, wenn das Transferfenster schließt, noch viele Gedanken machen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Hansi Flick, hat sich Nagelsmann auf die Fahnen geschrieben, öffentlich keine neuen Spieler zu fordern. Intern sieht das womöglich ganz anders aus. Nagelsmann mache „in Sachen Transfers Dampf“, berichtet die Bild. In der Vorbereitung in Abwesenheit der EM-Fahrer mit vier Testspielpleiten im Gepäck hat sich bei Nagelsmann offenbar der Eindruck verfestigt, dass der Kader zu dünn sei.

Nach der Verletzung von Benjamin Pavard wird ein neuer Rechtsverteidiger gesucht. Ein weiterer Flügelstürmer wäre ebenfalls nötig. Zudem wünscht sich Nagelsmann Liebling Marcel Sabitzer von Ex-Klub Leipzig* fürs Mittelfeld. „Wir schauen uns auf dem Transfermarkt um, das ist Teil des Trainerjobs. Wir sondieren den Markt und tun alles Bestmögliche zum Wohl des FC Bayern“, erklärte Nagelsmann auf seiner ersten Spieltags-PK am Donnerstag. Dem FC Bayern bleiben noch gut zwei Wochen, um ihrem neuen Trainer neue Spieler zu präsentieren. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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