Co-Trainer soll nach München wechseln

Nagelsmann-Deal wird noch teurer - muss der FC Bayern die nächste Trainer-Ablöse nach Leipzig überweisen?

Julian Nagelsmann will seinen Co-Trainer Xaver Zembrod (l.) aus Leipzig zum FC Bayern mitbringen.
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Julian Nagelsmann will seinen Co-Trainer Xaver Zembrod (l.) aus Leipzig zum FC Bayern mitbringen.

Der FC Bayern überweist für Julian Nagelsmann eine Rekord-Ablöse an RB Leipzig. Auch Co-Trainer Xaver Zembrod könnte für viel Geld nach München wechseln.

München - Dem FC Bayern ist mit der Verpflichtung von Julian Nagelsmann als Nachfolger von Hansi Flick ein echter Coup gelungen. Der 33-Jährige ist als gebürtiger Landsberger in der Region um München verwurzelt und gilt als eines der größten Trainer-Talente Europas.

Sein Ex-Klub RB Leipzig ließ ihn aber nicht umsonst ziehen. Die Bayern mussten eine Weltrekord-Ablöse für ihren Wunschtrainer bezahlen, von bis zu 25 Millionen war sogar die Rede. Trotz dieser Investition sind die Planungen auf der Trainerposition an der Säbener Straße noch immer nicht abgeschlossen. Dem Vernehmen nach muss der Serienmeister eine weitere Ablöse nach Sachsen überweisen - diesmal allerdings für Nagelsmanns Co-Trainer.

FC Bayern: Wechselt nach Nagelsmann auch Co-Trainer Zembrod von Leipzig nach München?

Die Rede ist von Xaver Zembrod, der Nagelsmann in der vergangenen Saison assistierte. Vor einem Jahr lotste Nagelsmann den 54-Jährigen von Leverkusen nach Leipzig. Der Pfullendorfer gilt als Nagelsmann-Vertrauter, denn beide kennen sich schon seit ihrer Zusammenarbeit im Nachwuchs der TSG Hoffenheim. Im Sommer 2010 wechselte der junge Nagelsmann als Co-Trainer der U17 des TSV 1860 München in die U17 der TSG. Für eine Saison war er dort Assistent von Zembrod, bevor er seinen Chef beerbte. Dieser wiederum zog weiter nach Freiburg, wo er die zweite Mannschaft trainierte.

2020 kam es also zum Wiedersehen in Leipzig. Und die Wege sollen sich nicht schon nach einem Jahr erneut trennen. Nagelsmann will Zembrod nach München mitbringen. Das Problem: Auch für ihren Co-Trainer wollen die Sachsen eine Ablöse kassieren, die Klubs sollen sich über deren Höhe aber noch nicht einig sein. Nach Bild-Informationen belaufe sich die Ablöse bei rund 200.000 Euro.

FC Bayern: Ablöse-Streit mit RB Leipzig - Co-Trainer Zembrod soll Nagelsmann folgen

Die Bayern wollen nach dem Nagelsmann-Deal nicht nochmal für einen RB-Trainer bezahlen. Da Zembrod in Leipzig noch einen Vertrag bis 2023 hat, wird den FCB-Bossen aber wohl nichts anderes übrig bleiben, wenn sie Nagelsmanns Wunsch erfüllen wollen. RB-Boss Oliver Mintzlaff machte bereits nach dem Nagelsmann-Aus süffisant klar: „Alles andere kostet dann noch mal 30 Millionen.“ Ein wenig günstiger dürfte die Ablöse dann doch ausfallen.

Nach den Abgängen von Legende Hermann Gerland und Miroslav Klose ist das Trainerteam beim FC Bayern noch nicht komplett. Mit Benjamin Glück wird Nagelsmann bereits ein Co-Trainer von Leipzig nach München folgen. Mit Zembrod soll schon bald der zweite nachfolgen, wenn sich beide Klubs denn im Ablöse-Poker einigen. (ck)

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