Youngster über Guardiola, Xabi und seine Ziele

Kimmich: "Papa sage ich nicht zu Pep"

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Joshua Kimmich (v.) liegt akrobatisch in der Luft. Er ist einer der positiven Überraschungen der Hinrunde.

München - Joshua Kimmich ist mit hehren Zielen an die Isar gewechselt. Und der Jungspund, der vom VfB Stuttgart kam, hat für eine positive Überraschung gesorgt. Im Merkur-Interview spricht er über seine weitere Zukunft.

Er war eine der positiven Überraschungen der Hinrunde beim FC Bayern, in Doha will Joshua Kimmich die Grundlage für eine mindestens ebenso erfolgreiche Rückrunde legen.

Joshua Kimmich, schon einmal in Doha gewesen?

Kimmich: Ja, letzte Saison mit Leipzig und in der Jugend mit dem VfB Stuttgart auch schon zwei Mal. Aber mit dem FC Bayern ist alles natürlich eine ganze Stufe anders, insofern ist es doch wieder eine ganz neue Erfahrung für mich, obwohl ich die Trainingsanlage bereits kenne. Aber es geht schon mit dem Hotel los, das ist bereits neu für mich – und die Rahmenbedingungen sind natürlich nicht mit meinen Stationen von früher vergleichbar.

Wie fällt Ihr Fazit 2015 aus – Sie können ziemlich zufrieden sein...

Kimmich: Es war aufregend natürlich, es ist viel passiert nach meinem Wechsel aus Leipzig. Ich bin auf meine Einsätze gekommen – es waren vielleicht sogar mehr, als mir einige vorher zugetraut hatten. Aber zufrieden darf man nie sein, das werde ich auch nie sein, das ist mein Naturell – ich werde weiter alles geben, um mich hier Schritt für Schritt zu entwickeln.

Pep Guardiola sagt, Sie seien wie ein Sohn für ihn. Wie fühlt sich das an, wenn so ein großer Trainer so etwas sagt?

Kimmich (lächelt): Na ja, klar hört sich so etwas schön an. Aber ich bilde mir darauf nichts ein – Papa sage ich jetzt jedenfalls nicht zu ihm (lacht). Für mich ist es großartig, dass so ein Welttrainer mir regelmäßig das Vertrauen schenkt. Er gibt mir ein gutes Gefühl, das schadet natürlich nichts.

Vor Ihrem Wechsel sagten Sie, Sie freuen sich vor allem auf Bastian Schweinsteiger. Von wem schauen Sie sich jetzt das meiste ab, wo er weg ist?

Kimmich: Das werde ich oft gefragt. Ich kann mir hier von jedem Einzelnen viel abschauen. Besonders schaue ich auf Xabi Alonso, auf seine Ruhe am Ball, seine Übersicht, seine Ideen, seine langen Bälle – von ihm lerne ich jeden Tag. Aber auch von Thiago, David Alaba, ich könnte da jetzt wirklich alle aufzählen. Jeder hier ist etwas Besonderes, sonst wäre er nicht hier beim FC Bayern.

In der Juniorennationalmannschaft haben Sie schon als rechter Verteidiger agiert, auch hier in München wurden Sie in dieser Problemzone getestet. Ist das eine Option für die Zukunft?

Kimmich: Generell kann ich mich mit jeder Position anfreunden, solange ich beim FC Bayern auflaufen darf. Klar komme ich eher aus dem zentralen Mittelfeld, aber so, wie das Spiel hier interpretiert wird, ist das sowieso etwas anders als beim DFB. Pep Guardiola postiert die Außenverteidiger weiter vorne, sie sind fast schon Mittelfeldspieler. Mir kommt das entgegen, ich habe das jetzt gegen Darmstadt gespielt, und das hat mir auch Spaß gemacht.

Das gesamte Interview lesen Sie auf Merkur.de.

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