Italienischer Meister ist kein Glückslos

Juve löst beim FCB keine Jubelstürme aus

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Die Reise geht nach Turin: Nicht gerade Pep Guardiolas Wunschlos.

München - Losglück sieht anders aus. Juventus Turin war für Pep Guardiola der „gefährlichste“ mögliche Gegner neben Paris St. Germain.

Vor dem heißen Wiedersehen mit Torjäger Mandzukic in der Champions League steht für den FC Bayern aber erst noch ein anderes Achtelfinale an.

Der Königsklassen-Kracher gegen Juventus Turin löste beim FC Bayern keine Jubelstürme aus. Selbst Arturo Vidal hätte sich das Wiedersehen mit den „guten Freunden“ bei seinem Ex-Club lieber in einer späteren Phase der Champions League als schon im Achtelfinale gewünscht. „Im Finale wäre es noch schöner gewesen“, sagte der Chilene. Uneingeschränkte Freude äußerte der von Juve an Bayern ausgeliehene Youngster Kingsley Coman: „Ich bin sehr zufrieden. Es wird ein großes, interessantes Match. Und wenn man bis zum Ende dabei sein will, muss man die großen Teams schlagen.“

Guardiola erwartet zwei Fußballabende

Zwei große Fußballabende am 23. Februar 2016 in Turin und am 16. März in der Münchner Arena erwartet auch Pep Guardiola, der keinen Favoriten benennen wollte. „Vielen Dank Auslosung“, sagte der Trainer des FC Bayern wenig begeistert. Guardiola weiß: Schon in der ersten K.o.-Runde wird seine Mannschaft auf dem steinigen Weg ins Endspiel in Mailand erstmals seine Titelreife in Italien beweisen müssen. „Juve ist eine der besten Mannschaften in Europa. Juve zählt zu den großen Mannschaften wie Real Madrid, Barcelona und Bayern München.“

Neben Paris St. Germain sei Italiens Serienmeister der „gefährlichste Kontrahent“ unter den möglichen Gruppenzeiten gewesen, betonte Guardiola. Respekt klang bei allen Bayern-Kommentaren durch. „Oh, der letztjährige Finalist. Ein starker Gegner, abgezockt und taktisch hervorragend“, sagte Jérôme Boateng zum Duell mit Weltmeister-Kollege Sami Khedira. „Das ist schon eine große Herausforderung“, sagte Kapitän Philipp Lahm zum „europäischen Klassiker“.

Das letzte Duell haben die Münchner immerhin in bester Erinnerung. Auf dem Weg zum Titelgewinn 2013 in London gegen Borussia Dortmund besiegten die Bayern Juventus im Viertelfinale zweimal mit 2:0. Zum erneuten Erreichen des Viertelfinales „benötigen wir zwei sehr gute Partien“, mahnte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

Zahlreiche Geschichten liefert die Kraftprobe zwischen dem deutschen und dem italienischen Champion. Vidal und Coman kehren nach Turin zurück, wo neben Weltmeister Khedira inzwischen auch Mario Mandzukic spielt, der 2013 mit den Bayern die Champions League gewonnen hatte. „Turin hat eine sehr clevere Mannschaft und in Mario Mandzukic natürlich einen Top-Torjäger, den wir bestens kennen“, sagte Thomas Müller. „Wir müssen zweimal in Top-Verfassung sein“, kommentierte Sportvorstand Matthias Sammer, der aber auch meinte: „Ich glaube, dass ein richtiger Kracher besser für uns ist.“

Fokus liegt auf Darmstadt

Einstellung, Konzentration und Motivation werden gegen Juve garantiert top sein. Und gegen Darmstadt 98? Guardiola versuchte am Montag, den Fokus gleich nach der Auslosung auf das ungleich kleinere Achtelfinale im DFB-Pokal am Dienstagabend (20.30 Uhr/ARD und Sky) gegen den Bundesliga-Aufsteiger zu richten. Für Guardiola ist das Weiterkommen in „diesem Finale“ eine Mentalitätsfrage. Die äußerst angespannte Personalsituation dürfe keine Rolle spielen: „Wir haben genug Spieler, wir sind in der Lage, die nächste Runde zu erreichen.“

Sammer fordert einen ganz anderen Auftritt als beim zähen 2:0 am vergangenen Wochenende im Liga-Alltag gegen den FC Ingolstadt. „Wir sollten nicht erst in der der zweiten Halbzeit beginnen, Fußball zu spielen“, bemerkte der Sportvorstand. Ausfälle? Kräfteschwund am Jahresende? „Es gibt keine Ausreden“, meinte Sammer. Die Botschaft will die Mannschaft befolgen. „Wir müssen ab der ersten Minute Gas geben“, sagte Torjäger Robert Lewandowski.

dpa

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