WM-Held zweite Wahl

Kann Guardiola nicht mit Götze?

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Mario Götze (l.) scheint unter Pep Guardiola (r.) einen schweren Stand zu haben.

München - Trotz überragender Hinrunde hat Mario Götze bei Bayern-Coach Pep Guardiola wohl einen schweren Stand.

In der Hinrunde gehörte Mario Götze zu den Gewinnern in den Reihen des FC Bayern. Beflügelt von seinem WM-Sieg-Tor gegen Brasilien, startete der Nationalspieler auch in München endlich durch. Überzeugte mit seiner Leichtigkeit. Mit seiner Ballsicherheit. Und er glänzte als Torschütze: Mit seinen sieben Treffern war er zwischenzeitlich sogar der beste Schütze des FCB.

Doch nun, nach der Wintervorbereitung, ist davon nichts mehr zu sehen. Was nicht unbedingt an Götze liegt. Denn der Ex-Dortmunder bekommt kaum noch die Chance, sich zu beweisen. Beim Rückrunden-Auftakt in Wolfsburg (1:4) brachte Pep Guardiola den 22-Jährigen erst in der 71. Minute - beim Stand von 1:3. Zu spät für eine Aufholjagd, sagen viele Kritiker. Es muss wie ein Schlag ins Gesicht für ihn gewesen sein, dass der defensive Mitchell Weiser 20 Minuten eher zum Einsatz gekommen war.

Als die Bayern gegen Schalke (1:1) nach der Roten Karte gegen Jerome Boateng 73 Minuten lang in Unterzahl agieren mussten, war Götze erneut das Opfer. Der Star-Coach der Bayern nahm den Weltmeister vom Feld und verzichtete auf seine Ballsicherheit in Unterzahl, setzte dafür weiterhin auf den überfordert wirkenden Weiser oder den blassen Xabi Alonso.

Guardiola selbst wollte das nicht überbewerten. "Es war meine Entscheidung", sagte er der Bild. "Es gab kein Problem in diesem Moment, Mario hat super gespielt bis dahin. Aber für die Standards wollte ich Thomas (Müller, Anm. d. Red.)." Dabei deutete der Katalane an, dass es solche Fälle demnächst öfters geben werde - vor allem wenn die Verletzten Philipp Lahm, Thiago und Javi Martinez zurückkehren. "Ich weiß, dass es dann jede Woche ein Thema wird, warum der eine Spieler gespielt hat und der andere nicht. Aber es ist meine Entscheidung." 

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Und die fiel zuletzt gegen Götze aus. Weil er ein Problem mit dem Nationalspieler hat? Fakt ist: Als Guardiola 2013 Trainer an der Säbener Straße wurde, hieß sein Wunschspieler für diese Position Neymar. Doch statt Brasiliens Superstar kam Götze - auf Wunsch der Vereinsbosse. Sie überzeugten Guardiola. Nur scheint Pep nicht allzu überzeugt zu sein von unserem WM-Helden.

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