Von "Dagegen" bis "Schon ein Thema"

Das sagen Europas Top-Ligen zu Rummenigges Superliga

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Karl-Heinz Rummenigge.

München - Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge kann sich eine gesamteuropäische Liga vorstellen. Die tz hat sich in Europas Top-Ligen umgehört.

Mehr Zuschauer

So direkt wie Karl-Heinz Rummenigge hat sich hier in Frankreich noch keiner zu einer möglichen Superliga geäußert, eines steht aber außer Frage: Sie würde hierzulange Unterstützung bekommen, und zwar nicht gerade wenig. Dadurch, dass die französische Ligue 1 vom Niveau her so schwach ist wie seit Jahren nicht und Paris Saint-Germain einmal mehr konkurrenzlos vorneweg marschiert, würde eine Superliga auf Zustimmung treffen. Die Superliga würde sämtliche Blicke auf sich ziehen, was letzten Endes nicht nur ein Plus an Attraktivität, sondern auch an Zuschauerzustrom und somit an Einnahmen bedeuten würde.

Alexis Menuge, France Football

Strikt dagegen

Gerade nach dem Abschluss des neuen TV-Deals wird die Premier League einen Teufel tun, eine Superliga einzuführen. Die Bosse der einflussreichsten Klubs sind strikt dagegen, da sie wissen, dass hinter Rummenigges Idee hauptsächlich eine Steigerung der TV-Einnahmen steckt. Da wir davon in England aber reichlich haben und ab kommender Saison sogar noch mehr, lehnt man in England die Einführung einer solchen Superliga kategorisch ab. Mal ganz abgesehen davon, dass die Premier League dann als attraktivste Liga weltweit abgelöst werden würde.

Simon Mul­lock, Sunday Mirror

Schon lange ein Thema

Rummenigges Worte treffen hier in Italien auf Zustimmung, wo schon lange über eine Modifizierung der europäischen Wettbewerbe diskutiert wird. Es klafft eine riesige Lücke zwischen den Prämien in der Champions League und der Europa League, weshalb Milans Präsident Silvio Berlusconi und Neapel-Präsident Aurelio De Laurentiis die Superliga bereits des Öfteren ins Gespräch gebracht haben, da sie mehr Spektakel und auch mehr Einnahmen garantieren würden. Gerade mal 20 Teams wären aber zu wenig, dort sollte man einen Mittelweg finden.

Mirko Calemme, Tuttonapoli

Ein Segen für Barcelona

Die Einführung einer Superliga ist der Traum von Real-Präsident Florentino Perez und Michel Platini, die nun auch mit der Unterstützung Karl-Heinz Rummenigges rechnen. In meinen Augen wäre das nur was für reiche Klubs und den FC Barcelona, dem der spanische Ligapräsident bereits mitgeteilt hat, dass der Klub im Falle der Unabhängigkeit Kataloniens nicht mehr in La Liga spielen würde. Für den Rest wäre es ein herber Rückschlag, da das TV-Geld für kleine Klubs rapide abnehmen würde. Das Format mit Auf- und Abstieg käme auch nicht an das der CL ran.

Alvaro de la Rosa, As

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