Kein Dissens zwischen Hopfner und Hoeneß

Hopfner bekräftigt: "Würde Weg für Hoeneß freimachen"

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Karl Hopfner (l.) würde den Weg für Uli Hoeneß sofort freimachen.

München - Bayern Münchens Präsident Karl Hopfner hat bekräftigt, Uli Hoeneß nach dessen Haftentlassung die Rückkehr an die Spitze des deutschen Fußball-Rekordmeisters nicht versperren zu wollen.

Es war Karl Hopfner ein wichtiges Anliegen, die jüdische Vergangenheit des FC Bayern nicht untergehen zu lassen. Schon gar nicht gestern, am Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus. Doch da er als Präsident auch für das Hier und Jetzt des Vereins verantwortlich ist, sprach Hopfner am Rande des Termins in Dachau über…

... die Zukunft von Uli Hoeneß: „Ich habe schon öfter mit Uli geredet, auch in den letzten Tagen haben wir nochmal miteinander gesprochen. Jetzt sind wir erstmal froh, dass er ab 29. Februar frei ist, dass er sich dann Gedanken macht, wie es weitergeht. Dann werden wir uns sicher nochmal unterhalten. Alles andere – auch meine Persönlichkeit – spielt dabei überhaupt keine Rolle.“

... seine Rolle in der Präsidentenfrage: „Ich werde mich ihm nicht in den Weg stellen, das ist nach wie vor Stand der Dinge. Wenn die Gremien ihn vorschlagen, ihn zum Präsidenten küren wollen, dann ist das überhaupt keine Frage. Aber ich glaube, wir sollten das alles mal weglassen. Uli soll den Kopf mal freikriegen, durchschnaufen, sich erholen, mit seiner Familie drüber nachdenken. Dann wird er uns mitteilen, was passiert. Es gibt überhaupt keinen Dissens zwischen Uli und mir.“

... Pep Guardiolas letzte Monate: „Wenn wir von weiteren Verletzten verschont bleiben, wird es sicher nicht schwieriger. Jerome Boateng reicht jetzt, ich hoffe, es kommt keiner mehr dazu. Pep ist voll und ganz dabei und ehrgeizig. Das klappt schon. Er hat ein Ziel – das gleiche Ziel, dass der Klub und die Spieler haben. Von daher sind wir auf einer Linie.“

... die Verletzung von Jerome Boateng: „Das bedrückt mich natürlich sehr. Er war ein Faustpfand, jetzt muss es mit den anderen weitergehen. Karl-Heinz Rummenigge hat ja entschieden, dass nicht nachgekauft wird, kein Transfer getätigt wird. Ich kann das auch nur unterstützen. Ich bin mir sicher, dass sich die anderen jetzt noch mehr reinhängen. Und vielleicht dauert die Verletzung ja nicht ganz so lang, wie es ursprünglich mal in der düstersten Stunde prognostiziert worden ist. Ich wünsche mir, dass er so schnell wie möglich zurückkommt. Denn wir brauchen ihn.“

... die Jugendarbeit des FC Bayern: „Uli Hoeneß ist da sehr aktiv, gemeinsam mit Matthias Sammer und Wolfgang Dremmler. Die versuchen natürlich die Wege dort hin zu bringen, dass wir später mal wieder Müllers, Badstubers, Lahms, Schweinsteigers bekommen. Es ist natürlich schwierig, beim FC Bayern ganz nach oben zu kommen. Das muss man auch immer sehen, dass es bei anderen Klubs leichter ist, aus der Jugend heraus in die erste Mannschaft zu kommen.“

... das Modell der Ausleihe von jungen Spielern: „Das Ausleihen ist sicherlich eine Möglichkeit, kann aber nicht unser Business-Modell sein. Unsere Zielsetzung ist es, dass wir Spieler haben, die es, entweder direkt oder über die zweite Mannschaft, schaffen, zu den Profis zu kommen. Da gibt es auch keine Abstriche. Wir können nicht sagen: Wir bilden für die Bundesliga aus. Nein, wir bilden für uns aus. Und so soll es auch bleiben.“ 

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