Interesse aus England

Doch ein zweiter Fall Alaba? Erster Top-Klub buhlt angeblich heftig um FCB-Star Coman

Bayern-Spieler Kingsley Coman zeigt mit dem Finger in die Luft.
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Coman und der FC Bayern verhandeln über einen neuen Vertrag.

Der FC Bayern will den Vertrag von Coman unbedingt vorzeitig verlängern. Doch der Flügelspieler rückt nicht von seinen Gehaltsforderungen ab. Schnappt jetzt United zu?

München - Zu den Problemstellen zählten die Flügel in dieser Saison wahrlich nicht. Im Gegenteil: Mit Wunsch-Spieler Leroy Sané, Serge Gnabry, Kingsley Coman und dem von Juventus Turin ausgeliehenen Douglas Costa ist der FC Bayern auf den Außen so gut besetzt wie seit Jahren nicht mehr. Costa, der bei seinem zweiten München-Intermezzo nie über die Rolle des Ergänzungsspieler hinauskam, wird im Sommer allerdings wie geplant zunächst nach Italien zurückkehren.

Der Kauf eines gleichwertigen Ersatzes steht derzeit nicht zur Debatte. Dafür sollen die drei anderen Leistungsträger unbedingt gehalten werden. Mit Coman verhandelt man deshalb schon seit Längerem über eine vorzeitige Verlängerung. Das Problem: Weil der französische Nationalspieler eine saftige Gehaltserhöhung fordert, sind die Gespräche ins Stocken geraten.

FC Bayern: Coman fordert zwischen 16 und 17 Millionen Euro pro Jahr

Dem Portal fußballtransfers.de zufolge peilt der 24-Jährige ein Jahressalär zwischen 16 und 17 Millionen Euro an. Aktuell verdient Coman rund acht Millionen Euro pro Jahr. Diese Forderungen wollen die Münchner, die wegen der Corona-Einbußen eigentlich einen Sparkurs angekündigt hatten, so aber nicht erfüllen. Coman wiederum besteht auf die von ihm vorgeschlagene Summe.

Der Verlauf der Verhandlungen weckt Erinnerungen an die Gespräche mit David Alaba. Auch beim scheidenden Österreicher weigerten sich die Bayern-Bosse, seine Gehaltsvorstellungen zu erfüllen. Das Ergebnis ist bekannt. Das Angebot an Alaba wurde zurückgezogen und der Verteidiger kann nach dieser Saison ablösefrei wechseln.

Coman-Transfer? Manchester United interessiert sich für französischen Nationalspieler

Immerhin: Weil Comans Vertrag noch bis 2023 läuft, kann dieses Szenario zumindest in der kommenden Spielzeit in dieser Form noch nicht Realität werden. Dass die Verhandlungen ohne nennenswerte Kompromisse voranschreiten, ruft nun aber andere europäische Top-Klubs auf den Plan. Besonders interessiert an einem Transfer soll nach Informationen verschiedener Medien Manchester United sein.

Champions League und höheres Gehalt: Das spricht für ManU

Die Red Devils hatten schon im letzten Sommer mal vorsichtig bei Coman angeklopft und könnten in diesem Jahr einen neuen Versuch wagen. Dafür spricht: Auch beim englischen Vizemeister könnte der Linksaußen im kommenden Jahr Champions League spielen. Zudem lässt sich in der Premier League vermutlich deutlich mehr verdienen als beim deutschen Rekordmeister. Noch bleibt dem FC Bayern aber genügend Zeit, um sich mit Coman zu einigen. Kompromisse werden aber beide Seiten eingehen müssen. (jn)

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