Nach Berater-Wechsel

Coman-Abgang? Kahn und Hoeneß mit klarer Ansage: „Dann gibt‘s keine Verlängerung“

Kingsley Coman läuft traurig neben dem Platz vom Feld.
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Der Vertrag von Kingsley Coman beim FC Bayern läuft 2023 aus.

Kingsley Coman hat Pini Zahavi engagiert. Der Berater führte schon die Alaba-Verhandlungen. Müssen die Bayern jetzt auch um ihren Flügelflitzer bangen?

München - An Pini Zahavi hat man beim FC Bayern alles andere als gute Erinnerungen. Der israelische Spielerberater forderte für Robert Lewandowski einst ein Mega-Gehalt und drohte mit einem Wechsel des Topstürmers. Damals knickten die Münchner ein, der Pole verlängerte seinen Vertrag und zahlte den Vertrauensvorschuss mit Toren am Fließband zurück. Das entging natürlich auch seinen Mitspielern nicht.

FC Bayern: „Piranha“ Zahavi vertrat schon Lewandowski und Alaba

Im letzten Jahr ließ sich dann David Alaba bei seinen Vertragsgesprächen von Zahavi vertreten. Doch diesmal blieben die Bayern-Bosse stur. Uli Hoeneß bezeichnete den Berater in diesem Zusammenhang gar als „geldgierigen Piranha“. Das Ergebnis ist bekannt: Der Alaba-Kontrakt wurde nicht verlängert und der Österreicher verlässt den deutschen Rekordmeister nach dieser Saison. Entsprechend nervös wurde der Bayern-Anhang, als vor Kurzem auch Flügelflitzer Kingsley Coman sein Schicksal in die Hände Zahavis legte.

Im Video: Erster europäischer Top-Klub buhlt um Kingsley Coman

Umgehend kursierten daraufhin Gerüchte, der Held aus dem Champions-League-Finale 2020 plane seinen Abschied. Vor allem Manchester United wurde immer wieder als möglicher Interessent genannt. In einem gemeinsamen Interview bei Sport1 auf diese Spekulationen angesprochen, äußerten sich nun Hoeneß und Oliver Kahn zu dem vermeintlich wechselwilligen Franzosen.

Uli Hoeneß zu den Coman-Gerüchten: „Spieler hat noch zwei Jahre Vertrag“

„Ich kann nur darauf hinweisen, dass der Spieler noch zwei Jahre Vertrag hat. Alles andere werden wir sehen“, wiegelte Ehrenpräsident Hoeneß die Frage nach Comans Zukunft ab. „Das werden Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic schon richten. Wir haben auch die Sache Alaba gemeinsam gut über die Bühne gebracht.“ Ob derartige Aussagen die Fans wirklich beruhigen werden?

Wenn Preise aufgerufen werden, die nicht darstellbar sind, wird‘s keine Vertragsverlängerung beim FC Bayern geben.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß

Auf die Anmerkung, man habe Alaba letztendlich ja verloren, reagierte Hoeneß gereizt: „Wir waren einfach nicht bereit, den geforderten Preis für ihn zu bezahlen“, konterte der langjährige Manager der Münchner. „Das wird auch in Zukunft so sein: Wenn Preise aufgerufen werden, die nicht darstellbar sind, dann wird‘s keine Vertragsverlängerung beim FC Bayern geben.“ Insbesondere die Corona-Krise zwinge die Verantwortlichen derzeit zum Sparen, betonte Hoeneß mit zuverlässiger Regelmäßigkeit.

Kahn argumentiert mit wirtschaftlichen Problemen anderer europäischer Top-Klubs

Kahn verwies bei dieser Gelegenheit auf die Probleme anderer Top-Klubs, „die haben immer diese Gehälter weiter bezahlt. Jetzt stehen sie vor erheblichen Problemen. Das möchte ich mit Bayern München nicht erleben. Wir haben hier im Klub mit Blick auf wirtschaftliche Aspekte unsere klaren Vorstellungen. Deshalb bin ich, auch was Verhandlungen mit Zahavi betrifft, äußerst entspannt“, erklärte der ehemalige Torwart.

Coman: EM-Vorbereitung statt Aussage zu Berater-Wechsel

Heißt: Beim FC Bayern verlässt man sich auf ein Einsehen von Coman und seinem Berater. Der Spieler selbst hat sich noch nicht zu den Spekulationen rund um seine Person geäußert. Aktuell bereitet sich der 24-Jährige mit der französischen Nationalmannschaft auf die Fußball-EM vor. Derzeit hat das paneuropäische Turnier Vorrang. Doch das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist mit Sicherheit noch nicht gesprochen. (jn)

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