Wechsel plötzlich Thema

Wirbel um Bayern-Held: Verhinderte ein Flick-„Geschenk“ den Abschied von Kingsley Coman?

Leroy Sane und Kingsley Coman beim Gastspiel des FC Bayern in Dortmund.
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Kingsley Coman und Leroy Sane konkurrieren um die Flügelposition.

Kingsley Coman köpfte den FC Bayern zum Triple. Dabei machte sich der Franzose zuvor intensive Gedanken über einen Wechsel. Ein „Geschenk“ hat alles jedoch alles verändert.

München - Die Konkurrenz auf den Flügel-Positionen des FC Bayern München ist im vergangenen Transfersommer nochmal verschärft worden. Mit Leroy Sané und Douglas Costa hat sich der Rekordmeister schon schlagkräftig verstärkt, jetzt sorgt auch noch Top-Talent Jamal Musiala für Aufsehen. Ist einer der Spieler, zu denen auch die langjährigen Stars Kingsley Coman und Serge Gnabry gehören, nicht in Bestform, kann der Job als Stammkraft schnell weg sein. Das Beispiel Leroy Sané zeigt aktuell, wie wichtig ein tiefer Kader in der Fußball-Spitzenklasse ist.

Eine Sorge, die im vergangenen Frühjahr vor allem Kingsley Coman hatte - der Spieler, den Karl-Heinz Rummenigge jetzt für „unverkäuflich“ erklärte. Aufgrund einiger Fragezeichen beim FCB, ob der Franzose tatsächlich noch den letzten Sprung in die Weltklasse schaffen könnte, wurde der Sané-Transfer zur damaligen Zeit immer konkreter und anschließend auch finalisiert. Ein klares Zeichen an Coman, der gegenüber der Sportbild zugab: „Ich hatte das Gefühl, dass ich seltener zum Einsatz kommen könnte. Ich bin 24, das ist ein Alter, in dem ich spielen muss!“

Kingsley Coman vom FC Bayern: „Ich wusste, dass das eine große Nacht wird“

Der ehemalige Profi von Juve und PSG musste sich also Gedanken um die Zukunft machen. Die großen Manchester-Klubs, aus der lukrativen Premier League, sollen Interesse gezeigt haben. Schließlich kam es allerdings zum Wendepunkt. Er begann am Tag des Champions-League-Finals gegen Paris Saint-Germain um 13 Uhr. „Ich war so glücklich in diesem Moment. Zwar hatte ich meine Maske auf, als der Trainer mir mitteilte, dass ich spiele, aber ich habe darunter ein riesiges Lächeln gehabt. Als Hansi Flick mir das Vertrauen ausgesprochen hat, wusste ich, dass es eine große Nacht wird.“

Er behielt Recht. Coman köpfte den Ball zum spielentscheidenden 1:0 ins Netz und wird somit für immer als Champions-League-Held des FC Bayern in den Geschichtsbüchern stehen. „Seit diesem Tag, diesem Treffer in Lissabon, ist mein Selbstvertrauen noch größer, ich spiele noch besser.“ Ein nicht zu verachtender Effekt, der Comans überragende Hinrunde beim Bundesliga-Spitzenreiter prägen sollte. „Wichtig ist für mich, dass ich Vertrauen in mich und meinen Körper habe. Nur wenn ich mir selbst vertraue, können mir andere helfen. Das Vertrauen ist im Moment so groß wie nie zuvor.“ Zwar würde sein Vertrauen nur zu einem kleineren Teil von seinem Umfeld aufgebaut werden, jedoch sei es vor allem Hansi Flick, der vieles zum Positiven für ihn geändert hätte - und das, obwohl der Trainer nun gezeigt hat, dass er seine Spieler bei nicht zufriedenstellenden Leistungen auch mal härter anpacken kann.

Kingsley Coman: Hansi Flick machte ihm ein wichtiges Geschenk

„Wenn ein neuer Coach kommt und sofort auf dich baut, hilft das enorm. Das war wichtig für mich und ich konnte sofort zeigen, dass ich gut genug bin, um in der Startelf zu stehen. Hansi Flick hat mir ein Geschenk gemacht, und ich habe ihn nicht enttäuscht.“

In zehn Bundesliga-Spielen bedankte sich der gebürtige Pariser mit zwei Toren und sieben Assists. Der Vertrag läuft zwar nur noch bis Sommer 2023, jedoch ist an einen vorzeitigen Abschied längst nicht mehr zu denken. Dank Karl-Heinz Rummenigges „Unverkäuflich“-Siegel, dank Hansi Flicks Geschenk und dank Comans Selbstvertrauen, das in Lissabon zu einem großen Wendepunkt für ihn und den FCB führte. (ta)

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