„Ich glaube, dass unsere Spieler das möchten“

FC Bayern: Geht der Trophäen-Regen weiter? Mentalitätsmonster wollen jetzt den sechsten Titel

Die Bayern haben nach dem Supercup-Sieg zwar erste Verschleißerscheinungen - sind aber schon auf die nächste Trophäe heiß. Allerdings könnte die Terminfindung schwierig werden.

  • Der FC Bayern hat nach dem Supercup-Sieg bereits den nächsten Titel im Auge: den der Klub-WM.
  • Coach Hansi Flick befürwortet dieses Ansinnen - hat aber Bedenken wegen des Termins.
  • Denn bereits am 4. Oktober gibt es für seine Spieler die nächste kräftezehrende Begegnung.

München - Fünf Titel sind nicht genug für den FC Bayern. Nachdem sich die Münchner am Mittwochabend mit dem 3:2 gegen Borussia Dortmund den deutschen Supercup gesichert hatten, richteten die roten Titel-Hamster den Blick gleich wieder auf die nächste Trophäe. Trotz des pickepackevollen Terminkalenders wollen die Bayern unbedingt auch noch die Klub-WM austragen. Der sechste Titel soll her!

Noch vor dem Duschen war das Kräftemessen der besten Teams aller Kontinente – und der letzte noch zu vergebende Titel des Jahres – Gesprächsstoff. Flick stellte klar: „Ich glaube, dass unsere Spieler das möchten“, er würde ihnen das Zuckerl gönnen. Allerdings müsse man „einen Termin finden, was sicherlich nicht so einfach ist“. Ursprünglich war die Klub-WM für die Zeit kurz vor Weihnachten in Katar vorgesehen. Nun steht ein Termin Anfang 2021 im Raum. Also nach mindestens drei weiteren kräftezehrenden Monaten in diversen Wettbewerben.

Die FCB-Spieler Joshua Zirkzee, Joshua Kimmich und Alphonso Davies (v.l.) beim Supercup gegen Borussia Dortmund.

FC Bayern München nach Supercup-Sieg gegen BVB: Erste Verschleißerscheinungen

Die ersten Verschleißerscheinungen haben sich in der laufenden Woche schon bemerkbar gemacht. Leroy Sané fällt mit einer Kapselverletzung im Knie länger aus, David Alaba (muskuläre Probleme) ist wie Leon Goretzka (Rücken) angeschlagen. Und wie sich der hart erarbeitete Sieg gegen den BVB auf die Fitness der – Stand: fünf Tage vor Transferschluss – wenigen Stammkräfte auswirken wird, musste Flick erst abwarten.

Der Supercup-Sieg zeigte einmal mehr, dass die Münchner Mentalitätsmonster keinesfalls satt sind. Flick sprach seiner Mannschaft „ein Riesenkompliment“ aus. Das Gipfeltreffen der vermeintlich besten deutschen Teams sei „kein einfaches Spiel“ gewesen war, sondern eines „auf Augenhöhe“. Und dass „tolle Moral, Mentalität“ sowie ein Tor mehr den Ausschlag für den nächsten Erfolg gegeben hatten. „Letztlich“, das wollte Flick betonen, „auch verdient“. Denn sein Team habe „gekämpft und sich belohnt – mit der Einstellung, dass wir an uns glauben“.

FC Bayern München kehrt mit Partie gegen Hertha BSC in den Bundesliga-Alltag zurück

Dieser Charakter zeichnet die Bayern ja seit bald einem Jahr aus, da­ran konnte auch eine Niederlage wie zuletzt in Hoffenheim nichts ändern. Ob die Titeljagd tatsächlich auf internationaler Ebene fortgesetzt werden darf, ist aber noch unklar. Im Gegensatz zur Champions League gibt es etwa beim südamerikanischen Pendant, der Copa Libertadores, noch keinen Sieger. Dort laufen aktuell die letzten Gruppenspiele, der asiatische Verband immerhin ist schon beim Halbfinale angekommen.

Fest steht aus Münchner Sicht: Am Sonntag (18 Uhr, Sky) steht erst mal die Rückkehr in den Bundesliga-Alltag an. Hertha BSC gastiert in der Arena. Da gibt es keinen Titel zu holen, aber Punkte für die neunte Meisterschaft in Serie. *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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