Irregulärer Treffer in Klub-WM-Finale?

FC Bayern jubelt über Titel: Doch das Siegtor darf eigentlich nicht zählen - Schiri-Experte klärt sofort auf

Erzielte das Siegtor im Finale der Klub-WM: Benjamin Pavard (2.v.li.) vom FC Bayern.
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Erzielte das Siegtor im Finale der Klub-WM: Benjamin Pavard (2.v.li.) vom FC Bayern.

Der FC Bayern München holt sich auch den Sieg bei der Klub-WM. Doch geht es nach einem Schiedsrichter, ist das entscheidende Tor durch Benjamin Pavard regelwidrig.

  • FC Bayern München: Der deutsche Rekordmeister gewinnt die Klub-WM in Katar.
  • Im Finale gegen die Tigres de Monterrey schießt Benjamin Pavard den Bundesliga-Giganten zum Triumph.
  • Doch das Siegtor der Bayern darf eigentlich nicht zählen - wegen einer Ballberührung von Robert Lewandowski.

München/Katar - Keine Frage: Der FC Bayern München war im Finale der Klub-WM gegen die Tigres de Monterrey (1:0) die bessere von zwei wenig glänzenden Mannschaften.

Und kein Zweifel: Der Bundesliga-Rekordmeister wollte auch diesen sechsten Titel einer Saison unbedingt, den „Sixpack“, wie es Robert Lewandowski hinterher im Interview erklärte.

FC Bayern München gewinnt durch ein Tor von Benjamin Pavard die Klub-WM

Aber: Das entscheidende Tor gegen die Mexikaner durch den Franzosen Benjamin Pavard (59. Minute) war offenbar irregulär. Dieser Meinung ist zumindest Ex-Profi-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer. Der heute 52-Jährige pfiff zwischen 2001 und 2015 Spiele der Bundesliga, 2010 leitete er zudem das DFB-Pokal-Finale des FC Bayern gegen Werder Bremen (4:0). Doch was hatte er an Pavards Treffer auszusetzen?

Zur Einordnung: Nachdem der Ball nach dem satten Schuss des 24-jährigen Verteidigers im Netz zappelte, wurde Referee Esteban Ostojich (Uruguay) tatsächlich durch den Videoschiedsrichter (VAR) vor den Monitor am Spielfeldrand gebeten. Geprüft wurde aber offenbar nur eine mögliche Abseitsposition Lewandowskis vor dem Chippball durch Joshua Kimmich in die Box.

FC Bayern München: Treffer von Benjamin Pavard in Katar hätte wohl nicht zählen dürfen

Richtig war: Der Ex-Frankfurter Carlos Salcedo hob das Abseits mit seinem Bein auf. Aber beim näheren Betrachten zeigte sich eine andere strittige Szene: Lewandowski leitete den Ball mit dem Arm auf Pavard weiter, was die TV-Bilder klar belegen.

Und das hätte der südamerikanische Schiedsrichter in Zusammenarbeit mit dem Videoreferee laut Kinhöfer nicht nur sehen müssen, sondern auch als Handspiel werten müssen.

„Ich kann mich nicht nur auf Abseits konzentrieren, weil man klar sieht, dass der Ball an den Arm geht“, meinte Kinhöfer bei Bild live: „Das muss der Videoschiedsrichter erkennen. Das ist mit G‘schmäckle, gerade im Finale einer Klub-WM.“ Seiner Meinung nach hätte der Treffer nicht zählen dürfen. Tat er aber. Und die Bayern holten sich unter Trainer Hansi Flick den sechsten Titel. (pm)

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